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Gute Nachricht Bibel

Liebe sieht alles schöner

1 Eine Frühlingsblume bin ich, wie sie in den Wiesen wachsen,1 eine Lilie aus den Tälern.
2 Eine Lilie unter Disteln – so erscheint mir meine Freundin unter allen anderen Mädchen.
3 Wie ein Apfelbaum im Walde ist mein Liebster unter Männern. Seinen Schatten hab ich gerne, um mich darin auszuruhen; seine Frucht ist süß für mich.

Krank vor Liebe

4 Ins Festhaus hat mein Liebster mich geführt; Girlanden zeigen an, dass wir uns lieben.
5 Stärkt mich mit Äpfeln, mit Rosinenkuchen, denn Liebessehnsucht hat mich krank gemacht.
6 Sein linker Arm liegt unter meinem Kopf und mit dem rechten hält er mich umschlungen.
7 Ihr Mädchen von Jerusalem, lasst uns allein! Denkt an die scheuen Rehe und Gazellen: Wir lieben uns, schreckt uns nicht auf!

Der Winter ist vorbei

8 Mein Freund kommt zu mir! Ich spür's, ich hör ihn schon! Über Berge und Hügel eilt er herbei.
9 Dort ist er – schnell wie ein Hirsch, wie die flinke Gazelle. Jetzt steht er vorm Haus! Er späht durch das Gitter, schaut zum Fenster herein.
10 Nun spricht er zu mir! Mach schnell, mein Liebes! Komm heraus, geh mit!
11 Der Winter ist vorbei mit seinem Regen.
12 Es grünt und blüht, so weit das Auge reicht. Im ganzen Land hört man die Vögel singen; nun ist die Zeit der Lieder wieder da!
13 Sieh doch: Die ersten Feigen werden reif; die Reben blühn, verströmen ihren Duft. Mach schnell, mein Liebes! Komm heraus, geh mit!
14 Verbirg dich nicht vor mir wie eine Taube, die sich in einem Felsenspalt versteckt. Mein Täubchen, zeig dein liebliches Gesicht und lass mich deine süße Stimme hören!
15 Ach, fangt uns doch die Füchse, die frechen, kleinen Füchse! Sie wühlen nur im Weinberg, wenn unsre Reben blühn.2
16 Nur mir gehört mein Liebster und ich gehöre ihm! Er findet seine Weide, wo viele Blumen stehn.
17 Am Abend, wenn es kühl wird und alle Schatten fliehn, dann komm zu mir, mein Liebster! Komm, eile wie ein Hirsch; sei flink wie die Gazelle, die in den Bergen3 wohnt.
1 Wörtlich Eine Narzisse (?) von Scharon bin ich. Die Scharon-Ebene (Karte LA, B4-5) hatte üppige Wiesen; vgl. 1Chr 5,16; Jes 33,9.
2 Der Weinberg ist (wie in 1,5-6) Sinnbild für das Mädchen. Vermutlich warnen sich die jungen Mädchen gegenseitig vor den jungen Männern, die mit frechen Füchsen verglichen werden.
3 Wörtlich in den Beter-Bergen.
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