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Gute Nachricht Bibel

Der zweite Freund: Lass dich warnen!

1 Da sagte Bildad von Schuach:1
2 »Wie lange willst du solche Reden führen? Wann hörst du auf, hier so viel Wind zu machen?
3 Denkst du im Ernst, dass Gott das Recht verdreht? Meinst du, er hält sich nicht an sein Gesetz?
4 Nein, deine Kinder haben sich versündigt, drum hat er sie bestraft, wie sie's verdienten.
5 Du solltest dich bemühen, Gott zu suchen, ihn, den Gewaltigen, um Gnade bitten.
6 Denn wenn du wirklich rein und schuldlos bist, wird er dir ganz gewiss zu Hilfe kommen und dir Besitz und Kinder wiedergeben.
7 Was früher war, wird dir gering erscheinen, wenn du am Ende Gottes Segen siehst.
8 Frag nach der Weisheit früherer Geschlechter! Was sie entdeckten, solltest du dir merken.
9 Wir leben erst seit gestern, wissen nichts, wie Schatten schwinden unsre Erdentage.
10 Die Väter aber können dich belehren aus ihrem Schatz gesammelter Erfahrung:
11 Nur wo es sumpfig ist, kann Schilfrohr wachsen; nur wo es Wasser gibt, wächst Riedgras auf;
12 doch ist das Wasser fort, verdorren sie, eh du sie schneiden und verwerten kannst.
13 So geht es allen, die nach Gott nicht fragen. Wer ohne Gott lebt, dem bleibt keine Hoffnung!
14 Denn seine Sicherheit gleicht einem Faden und sein Vertrauen einem Spinnennetz:
15 Wenn du dich darauf stützt, dann gibt es nach; hältst du dich daran fest, so hält es nicht.
16 Im Sonnenlicht wächst er wie eine Pflanze, die Ranken wuchern überall im Garten,
17 die Wurzeln sind verflochten zwischen Steinen und bohren sich hinab bis zu den Felsen.
18 Doch wenn du sie dann aus dem Boden reißt, weiß niemand mehr, wo sie gestanden hat.
19 Genauso sieht das Glück der Bösen aus! An ihrer Stelle kommen andere hoch.
20 Die Unbescholtenen verlässt Gott nicht; doch Übeltätern steht er niemals bei.
21 Bestimmt wird er dich wieder lachen lassen und deinen Mund mit frohem Jubel füllen.
22 Doch deine Feinde ernten Schmach und Schande, die Heimstatt solcher Menschen muss vergehn.«
1 Bildad hat anscheinend weniger Lebenserfahrung als Elifas; darum beruft er sich immer wieder auf die überlieferten Lehren der Weisheit.
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