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Gute Nachricht Bibel

1 Erheb doch Klage! Nimmt sie einer an? An welchen Engel könntest du dich wenden?
2 Du bringst dich um mit deinem Aufbegehren! So sinnlos kann doch nur ein Dummkopf handeln!
3 Zwar sah ich solche Leute sicher wohnen, doch plötzlich stürzten ihre Häuser ein.1
4 Das Leben ihrer Kinder kennt kein Glück und vor Gericht tritt niemand für sie ein.
5 Was sie geerntet haben, essen andere; sie finden es im sichersten Versteck und stürzen sich voll Habgier auf ihr Gut.

Wende dich an Gott!

6 Des Menschen Unglück wächst nicht aus der Erde, und was ihm Not macht, trifft ihn nicht von außen.
7 Aus seinem eigenen Wesen kommt das Leid,2 so wie der Funkenwirbel aus dem Feuer.
8 Ging's mir wie dir, ich wüsste, was ich täte: Ich brächte meine ganze Not vor Gott.
9 Er ist's, der Wunder tut, unzählbar viel, so groß, dass wir sie nicht verstehen können.
10 Er lässt den Regen auf die Erde fallen, damit das Wasser alle Felder tränkt.
11 Wer niedrig ist, den hebt er hoch hinauf; wer weint und klagt, den lässt er Freude finden.
12-13 Er fängt die Listigen mit ihrer List; was ihre klugen Köpfe stolz ersinnen, das stellt er auf den Kopf und macht's zunichte.
14 Am hellen Mittag schlägt er sie mit Blindheit und lässt sie tappen wie in dunkler Nacht.
15 Er hilft den Schwachen, schützt sie vor Verleumdung und reißt sie aus der Hand der Unterdrücker.
16 Den Armen gibt er Zuversicht und Hoffnung, jedoch den Bösen wird das Maul gestopft.
17 Wie glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! Wenn er dich jetzt erzieht, lehn dich nicht auf!
18 Die Wunden, die er schlägt, verbindet er; denn seine Hand schlägt zu, doch heilt sie auch.
19 Sooft dich auch das Unglück treffen mag, er wird dir helfen und dem Schaden wehren.
20 In Hungerzeiten hält er dich am Leben, im Krieg lässt er das Schwert nicht an dich kommen.
21 Er schützt dich vor dem Zischeln böser Zungen;3 du musst nichts fürchten, wenn das Unheil naht.
22 Gewalt und Hunger kannst du stolz verlachen; vor wilden Tieren hast du keine Angst.
23 Auch auf dem freien Felde bist du sicher und jedes Raubtier lässt dich dort in Frieden.
24 In Haus und Hof bleibt alles unversehrt, auf deinen Weideplätzen fehlt kein Tier.
25 Du siehst, wie deine Kinderschar sich mehrt, so zahlreich wie die Halme auf der Wiese.
26 In hohem Alter kommst du dann ins Grab, so wie man Korn erst einfährt, wenn es reif ist.
27 Das alles, Ijob, haben wir erforscht. Du solltest es dir merken, denn es stimmt!«4
1 Wörtlich Ich sah einen Toren Wurzeln schlagen, doch plötzlich verfluchte ich seine Stätte.
2 So mit veränderten Vokalen; H Der Mensch ist zum Unglück geboren.
3 Nach der Anschauung der Menschen damals sagten Worte nicht nur etwas aus, sondern bewirkten das Ausgesagte. Verleumdung war besonders gefürchtet, weil sie fast als Verfluchung verstanden wurde.
4 Elifas bestätigt mit seiner Rede die traditionelle Auffassung, dass so gut wie alles, was der Mensch erlebt, Folge seines eigenen Tuns ist. Ein Mensch, der Gott gehorcht, kann demnach Unglück höchstens als kurzfristige Erziehungsmaßnahme erfahren.
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