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Gute Nachricht Bibel

Der dritte Freund: Den Verbrecher trifft die verdiente Strafe

1 Da sagte Zofar von Naama:
2 »In meinem Herzen ist ein Sturm entfesselt, es kocht in mir, ich kann nicht an mich halten!1
3 Ich fühle mich beschimpft durch deine Mahnung, doch mein Verstand gibt mir die rechte Antwort:
4 Es ist dir doch bekannt, dass immer schon, seit Gott die Menschen auf die Erde setzte,
5 der Jubelruf der Bösen schnell verstummte, die Freude des Verbrechers bald vorbei war.
6 Selbst wenn er in den Himmel wachsen sollte und mit dem Kopf bis an die Wolken reichte,
7 er muss hinunter wie sein eigener Kot, für immer fort! Und alle, die ihn kannten, sie werden fragen: ›Wo ist er geblieben?‹
8 Wie eine Nachtvision entschwindet er und wie ein Traum löst er sich auf in nichts.
9 Kein Auge, das ihn sah, sieht ihn dann wieder, auch seine Wohnung sieht nichts mehr von ihm.
10 Sein Hab und Gut, mit viel Betrug erworben, muss er mit eigener Hand zurückerstatten und seine Kinder müssen betteln gehn.
11 Er schien voll jugendlicher Kraft zu sein, doch jetzt liegt sie vereint mit ihm im Staub.
12 Für seinen Gaumen ist das Böse süß; er hält es unter seiner Zunge fest;
13 ganz langsam lässt er es im Mund zergehen, um möglichst lang etwas davon zu haben.
14 Jedoch im Magen wird die Speise bitter, verwandelt sich in schlimmes Schlangengift.
15 Erbrechen muss er das geraubte Gut, Gott zwingt ihn, jeden Rest herauszuwürgen.
16 Was er verschlungen hat, das wirkt wie Gift, es ist so tödlich wie der Biss der Viper.
17 Er hat nichts mehr vom Reichtum dieses Landes, von Milch und Honig, die in Strömen fließen.
18 Was er erworben hat durch Tausch und Handel, er darf es nicht behalten und genießen,
19 weil er die Armen schamlos unterdrückte und Häuser raubte, statt sie selbst zu bauen.
20 Er kann den Hals nie voll genug bekommen und trotzdem macht ihn sein Besitz nicht sicher.
21 Vor seiner Fresslust kann sich niemand retten, drum ist sein Glück auch nur von kurzer Dauer.
22 Bei allem Überfluss ist ihm nicht wohl; dann schlägt die schwere Hand des Unglücks zu:2
23 Er kriegt genug, um seinen Bauch zu füllen, wenn Gottes Zorn wie Hagel auf ihn fällt; von dieser Mahlzeit wird er endlich satt!
24 Entrinnt er auch dem Eisenschwert des Feindes, so schießt ihn doch der Bronzebogen nieder.
25 Der Pfeil durchbohrt ihn, fährt aus seinem Rücken, die blitzend blanke Spitze tropft von Blut. Dann stürzen alle Schrecken über ihn.
26 Die Finsternis ist für ihn aufgespart; ein Feuer, das kein Mensch entzündet hat, frisst ihn und seine ganze Sippschaft auf.
27 Der Himmel zeigt sein volles Unrecht an, die Erde spricht als Zeuge gegen ihn.
28 Der Wohlstand seines Hauses wird vernichtet, wenn Gottes Zorn wie eine Sturzflut kommt.
29 So sieht das Schicksal böser Menschen aus; Gott selbst hat ihnen dieses Los bestimmt!«
1 Eine treffende Schilderung seines Charakters. Was Zofar zu sagen hat, bleibt auf der Linie der beiden anderen Freunde.
2 dann schlägt ...: mit alten Übersetzungen; H die Hand jedes Unglücklichen wird über ihn kommen.
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