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Gute Nachricht Bibel

Von allen verlassen und verhöhnt

1 Das Atmen fällt mir schwer, mein Leben endet, der Docht verglimmt, mein Grab ist schon geschaufelt.
2 Rings um mich höre ich den Hohn der Spötter, auch nachts lässt ihr Gezänk mich nicht mehr schlafen.
3 Du forderst Bürgschaft, Gott? Sei du mein Bürge! Wer sonst legt seine Hand für mich ins Feuer?
4 Du hast ihr Herz versperrt für jede Einsicht; drum wirst du sie nicht triumphieren lassen.
5 Machst du es so wie jener Mann im Sprichwort, der seine Freunde einlädt und beschenkt und seine eigenen Kinder hungern lässt?
6 Doch jetzt bin ich die Spottfigur der Leute, ich werde angespuckt; Gott stellt mich bloß.
7 Vor Kummer ist mein Auge fast erblindet, ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst.
8 Ihr haltet euch für redlich, seid entsetzt; ihr meint, ihr hättet keine Schuld, erregt euch, in euren Augen bin ich ein Verbrecher.
9 Ihr seid gerecht und lasst euch nicht beirren, seid rein und schuldlos, fühlt euch nur bestärkt.1
10 Kommt doch, kommt ruhig alle wieder her; bei euch ist doch nicht einer mit Verstand!
11 Vorbei sind meine Tage; meine Pläne, die Wünsche meines Herzens, sind zunichte.
12 Die Freunde sagen mir, die Nacht sei Tag; das Licht sei mir ganz nah, behaupten sie, obwohl die Finsternis mich überfällt.
13 Mir bleibt als Wohnstatt nur die Totenwelt, im Dunkel dort kann ich mich niederlegen.
14 Das kalte Grab – ich nenn es meinen Vater, die Maden meine Mutter, meine Schwestern.
15 Da sollte es für mich noch Hoffnung geben? Kann jemand nur ein Fünkchen davon sehen?
16 Sie steigt mit mir hinunter zu den Toten2 und wird dort mit mir in den Staub gelegt.«
1 Die Verse 8-9 sind wörtlich eine allgemeine Aussage über die Redlichen, Gerechten usw. Die Übersetzung versucht, diese Aussage mit dem Vorausgehenden und Folgenden zu verbinden.
2 mit mir ...: mit veränderten Vokalen; H unklar.
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