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Gute Nachricht Bibel

Der dritte Freund: Du bist schuldig, Gott ist im Recht!

1 Da sagte Zofar von Naama:1
2 »Soll dieser Unsinn ohne Antwort bleiben? Hat einer Recht, nur weil er dauernd redet?
3 Meinst du, dass dein Geschwätz uns mundtot macht, wir auf dein Spotten nichts erwidern können?
4 Du hast behauptet, was du sagst, sei wahr, vor Gottes Augen seist du ohne Schuld.
5 Ich wünschte nur, dass Gott jetzt selber spräche und dir darauf die rechte Antwort gäbe!
6 Er würde dir sein Handeln offenbaren, das unserm Wissen unbegreiflich ist. Dann würdest du sehr schnell zur Einsicht kommen, wie viel von deiner Schuld dir Gott erlässt.
7 Die Tiefen Gottes, kannst du sie ergründen? Kennst du die Größe des Gewaltigen?
8 Gott reicht noch höher als der Himmelsdom,2 zu dessen Grenze du nie hingelangst. Gott reicht noch tiefer als die Totenwelt, von der du doch so gut wie gar nichts weißt.
9 Gott ist viel größer als die ganze Erde, viel breiter als das ganze weite Meer.
10 Holt er den Schuldigen vor sein Gericht, so gibt es niemand, der ihn daran hindert.
11 Er kennt die Taugenichtse und ihr Treiben, das Unrecht kann sich nicht vor ihm verstecken.3
12 Jedoch ein Dummkopf kommt erst dann zur Einsicht, wenn wilde Esel zahm geboren werden!4
13 Du, Ijob, musst dein Herz zu Gott hinwenden und deine Hände ihm entgegenstrecken.5
14 Doch reinige sie erst von allem Unrecht und lass in deinem Haus nichts Böses zu.
15 Dann kannst du frei von Schuld den Blick erheben; dann stehst du fest und brauchst dich nicht zu fürchten.
16 Das Unheil, das dich traf, kannst du vergessen wie Wasserfluten, die verlaufen sind.
17 Dein Leben zeigt sich dann in neuem Licht und strahlt noch heller als die Mittagssonne; nach aller Dunkelheit kommt Morgenglanz.
18 Du lebst in Sicherheit, mit neuer Hoffnung; du bist beschämt, doch kannst du ruhig schlafen.
19 In deinem Frieden wird dich niemand stören, doch viele werden kommen, dir zu schmeicheln.
20 Den Bösen aber bleibt nur die Verzweiflung, sie suchen Zuflucht, ohne sie zu finden, und ihre einzige Hoffnung ist der Tod.«
1 Zofar geht auf Ijobs Lage gar nicht ein, er reagiert empört und redet in heftiger Erregung.
2 noch höher als: mit der lateinischen Übersetzung; H so hoch wie.
3 Die Zeile ist nicht sicher zu deuten; wörtlich er sieht das Böse, ohne dass er Acht gibt (= Acht geben muss).
4 Der Vers ist nicht sicher zu deuten.
5 Nachdem Zofar seiner Empörung Luft gemacht hat, gibt er Ijob ermahnende Belehrung: Wenn dieser sich raten lässt, wird alles wieder gut; wenn nicht, dann gibt es keine Hoffnung für ihn (Vers 20).
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