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Gute Nachricht Bibel

Abrechnung mit den Götzendienern

1 Einige von den Ältesten Israels kamen zu mir und wollten einen Bescheid von Gott haben. Sie setzten sich vor mich hin und warteten.
2 Da erging das Wort des Herrn an mich, er sagte:
3 »Du Mensch, diese Männer öffnen ihr Herz noch immer den Götzen und haben Gefallen an dem, was sie in Schuld verstrickt. Und da soll ich ihnen eine Auskunft erteilen?
4 Antworte ihnen: ›So spricht der Herr, der mächtige Gott: Wenn jemand aus dem Volk Israel das Herz den Götzen öffnet und Gefallen hat an dem, was ihn in Schuld verstrickt, und wenn er dann noch zu meinem Propheten kommt und einen Bescheid von mir erbittet,1 dann bekommt er die Antwort, die er verdient hat – von mir, dem Herrn!
5 Dem ganzen Volk Israel, das sich von mir abgewandt und den Götzen zugewandt hat, werde ich damit eine Lehre erteilen.‹
6 Zu den Leuten von Israel aber sollst du sagen: ›So spricht der Herr, der mächtige Gott: Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen und von eurem abscheulichen götzendienerischen Treiben!
7 Wenn jemand aus dem Volk Israel oder von den Fremden, die bei euch leben, mir den Rücken kehrt, sein Herz den Götzen öffnet und Gefallen hat an dem, was ihn in Schuld verstrickt, und wenn er dann noch zu meinem Propheten kommt, um einen Bescheid von mir zu erbitten, dann bekommt er von mir persönlich eine Antwort, von mir, dem Herrn!
8 Ich wende mich gegen einen solchen Menschen, ich handle so an ihm, dass es eine Warnung für alle ist und man noch lange davon reden wird: Ich rotte ihn aus meinem Volk aus. Ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin!
9 Wenn aber der Prophet sich so weit verirrt, dass er in meinem Namen einen Bescheid erteilt, dann werde ich ihn in die Irre führen: Ich werde die Hand gegen ihn erheben und ihn aus meinem Volk Israel ausstoßen und vernichten.
10 Alle beide müssen die Folgen ihrer Schuld tragen: der Götzendiener, der fragt, und der Prophet, der antwortet.
11 Das soll den Leuten von Israel eine Warnung sein, dass sie nicht von mir weglaufen und sich nicht mehr unrein machen durch ihre Verfehlungen. Sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Das sage ich, der Herr, der mächtige Gott!‹«

Das Strafgericht über Jerusalem ist unabwendbar

12 Das Wort des Herrn erging an mich, er sagte:
13 »Du Mensch, angenommen, ein Volk vergeht sich gegen mich und bricht mir die Treue und ich schicke zur Strafe eine Hungersnot ins Land und Menschen und Tiere sterben daran.
14 Wenn dann die drei großen Männer Noach, Daniel2 und Ijob unter diesem Volk lebten, so würden nur sie aufgrund ihrer Rechtschaffenheit ihr Leben retten. Das sage ich, der Herr, der mächtige Gott.
15 Oder angenommen, ich lasse zur Strafe Raubtiere in ein Land einfallen, die seine Bewohner töten, und das Land wird menschenleer wie eine Wüste, weil wegen der Lebensgefahr niemand mehr durchzuziehen wagt.
16 Wenn dann diese drei Männer dort lebten, könnten sie nicht einmal ihre Söhne und Töchter retten, sondern allein sich selbst – so gewiss ich, der Herr, lebe! Das ganze Land würde restlos entvölkert werden.
17 Oder angenommen, ich schicke zur Strafe Feinde in ein Land, die Menschen und Tiere niedermachen,
18 und diese drei Männer wären in diesem Land: Sie könnten nicht einmal ihre Söhne und Töchter retten, sondern allein sich selbst – so gewiss ich lebe, ich, der Herr!
19 Oder aber ich schicke zur Strafe die Pest in ein Land und vernichte in meinem glühenden Zorn Menschen und Tiere.
20 Wären dann die drei großen Männer Noach, Daniel und Ijob in diesem Land, sie könnten weder Söhne noch Töchter retten, so gewiss ich lebe, ich, der Herr! Nur ihr eigenes Leben könnten sie aufgrund ihrer Rechtschaffenheit retten.
21 Und nun sage ich, der Herr, der mächtige Gott: ›Wenn ich meine vier Geißeln – Hunger, Raubtiere, Krieg und Pest – auf Jerusalem loslasse, um Menschen und Tiere darin zu vernichten, meint ihr, dass dann jemand mit dem Leben davonkommt?
22 Doch, ich lasse einige übrig, Männer und Frauen, die werden aus der Stadt weggeführt und kommen zu euch. Ihr werdet sehen, was das für Leute sind und wie schlimm sie es treiben. Das wird euch trösten, wenn ihr über den Untergang Jerusalems trauert, über alles, was ich der Stadt angetan habe.
23 Diese Leute werden euch ein Trost sein, wenn ihr seht, wie gründlich verdorben sie sind! Denn ihr werdet daran erkennen, dass ich an Jerusalem nur die gerechte Strafe vollzogen habe. Das sage ich, der Herr, der mächtige Gott.‹«
1 Die Frager haben kein Gespür für die Unvereinbarkeit von Gott und Götzen. Sie behandeln damit Gott selbst wie irgendeinen Götzen und seinen Propheten wie einen beliebigen Wahrsager; vgl. Kap 13.
2 Mit Daniel ist vermutlich nicht der Visionär gemeint, von dem das biblische Buch dieses Namens berichtet; siehe Sacherklärung »«.
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