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Gute Nachricht Bibel

1 Hört, was der Herr sagt: »Die Leute von Moab haben Verbrechen auf Verbrechen gehäuft. Sie haben die Gebeine des Edomiterkönigs zu Asche verbrannt. Darum verschone ich sie nicht.
2 Ich schicke Feuer in ihr Land, damit es die Prachtbauten von Kerijot verzehrt. Ihre Männer fallen in der tosenden Schlacht, unter dem Kriegsgeschrei und dem Lärm der Kriegshörner ihrer Feinde.
3 Ihren Herrscher und alle führenden Männer bringe ich um. Das sage ich, der Herr.«
4 Hört, was der Herr sagt: »Die Leute von Juda1 haben Verbrechen auf Verbrechen gehäuft. Sie haben mein Gesetz missachtet, meine Gebote übertreten und sich von falschen Göttern verführen lassen, genau wie ihre Vorfahren. Darum verschone ich sie nicht.
5 Ich schicke Feuer in das Land, damit es die Prachtbauten Jerusalems verzehrt.«

... aber Israel erst recht!

6 Hört, was der Herr sagt: »Auch ihr Leute von Israel2 habt Verbrechen auf Verbrechen gehäuft! Darum verschone ich euch nicht. Ihr verkauft ehrliche Leute als Sklaven, nur weil sie ihre Schulden nicht bezahlen können, ja ihr verkauft einen Armen schon, wenn er euch eine Kleinigkeit wie ein Paar Sandalen schuldet.
7 Ihr giert sogar nach der Asche auf dem Kopf der Verzweifelten und wendet jeden Trick an, um die Schwachen um ihr Recht zu bringen. Vater und Sohn missbrauchen dasselbe Mädchen. Mit all dem befleckt ihr meinen heiligen Namen.
8 Neben jedem Altar streckt ihr euch auf Kleidern aus, die ihr den Armen als Pfand abgenommen habt;3 in euren Heiligtümern trinkt ihr Wein, den ihr als Ersatz für nicht bezahlte Schulden eingefordert habt.
9 Dabei habe ich doch euretwegen die Amoriter vernichtet. Sie waren so groß wie Zedern und so stark wie Eichen, aber ich habe sie mit Stumpf und Stiel ausgerottet.
10 Ich habe euch aus Ägypten befreit und euch vierzig Jahre lang durch die Wüste geführt, bis ihr das Land der Amoriter in Besitz nehmen konntet.
11 Als meine Zeugen habe ich aus eurer Mitte Propheten berufen und Männer, die sich mir geweiht haben. So ist es doch, ihr Leute von Israel!«, sagt der Herr.
12 »Aber meinen geweihten habt ihr Wein zu trinken gegeben4 und den Propheten habt ihr verboten, in meinem Namen zu sprechen.
13 Ich werde euch bestrafen, dass ihr ächzt und stöhnt wie ein überladener Erntewagen.5
14-15 Auch der Schnellste kann dann nicht mehr entkommen, dem Stärksten nützt seine Kraft und dem Mutigsten sein Mut nichts. Die Bogenschützen werden überrannt, bevor sie einen Pfeil abschießen können, auch die Besatzung der Streitwagen kann sich nicht mehr retten.
16 Selbst der Tapferste der Tapferen wird an jenem Tag alles wegwerfen und um sein Leben laufen. Das sage ich, der Herr.«
1 Von Nordisrael aus gesehen, zählt auch Juda zum »Ausland«.
2 Die Hörer des Propheten haben voller Genugtuung der Abrechnung mit ihren Feinden gelauscht. Völlig überraschend sind sie nun selbst an der Reihe.
3 Vgl. dagegen Ex 22,25-26.
4 Was ihnen ausdrücklich untersagt ist (Num 6,3).
5 Deutung unsicher.
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