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Gute Nachricht Bibel

Errichtung von Steinmalen mit dem Gesetz

1 Mose trat mit den Ältesten Israels vor das Volk und sagte: »Achtet stets auf alle Gebote, die ich euch heute gebe!
2 An dem Tag, an dem ihr den Jordan überschreitet, um in das Land zu ziehen, das der Herr, euer Gott, euch geben will, sollt ihr große Steine aufrichten, sie mit weißer Tünche bestreichen
3 und dieses ganze Gesetz darauf schreiben. Dann werdet ihr das Land in Besitz nehmen können, das der Herr euch geben will – ein Land, das von Milch und Honig überfließt, wie er das euren Vorfahren versprochen hat.
4 Ihr sollt die Steine, nachdem ihr den Jordan überschritten habt, auf dem Berg Ebal1 aufstellen und mit Tünche bestreichen.
5-6 Dort sollt ihr auch einen Altar für den Herrn, euren Gott, bauen. Er muss aus unbehauenen Feldsteinen errichtet werden, die mit keinem eisernen Werkzeug in Berührung gekommen sind. Auf diesem Altar sollt ihr dem Herrn, eurem Gott, Brandopfer darbringen
7 und sollt dort Tiere für das Opfermahl schlachten und in Gegenwart des Herrn ein fröhliches Mahl halten.
8 Auf die getünchten Steine aber müsst ihr klar und deutlich alle Bestimmungen dieses Gesetzes schreiben.«

Der Bund zwischen Gott und dem Volk

9 Umgeben von den Priestern aus dem Stamm Levi sagte Mose zu dem ganzen Volk: »Sei still und höre, Volk Israel! Heute bist du zum Volk des Herrn, deines Gottes, geworden.
10 Darum gehorche seinen Befehlen und befolge alle seine Gebote und Weisungen, die ich dir heute verkündet habe!«

Was Gott verabscheut

11 Weiter sagte Mose an jenem Tag zu dem Volk:
12-13 »Wenn ihr den Jordan überschritten habt, sollen sich die Stämme Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin auf dem Berg Garizim aufstellen und die Stämme Ruben, Gad, Ascher, Sebulon, Dan und Naftali auf dem Berg Ebal. Die einen sollen Segenszusagen über das Volk ausrufen, die anderen Fluchandrohungen aussprechen.
14 Danach sollen die Leviten allen Männern Israels mit lauter Stimme zurufen:
15 ›Fluch über jeden, der sich aus Holz oder Metall ein Gottesbild anfertigen lässt, ein Werk von Menschenhand, das dem Herrn zuwider ist, und es heimlich2 aufstellt.‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹ (So sei es!)
16 ›Fluch über jeden, der seinen Vater oder seine Mutter missachtet!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
17 ›Fluch über jeden, der den Grenzstein zwischen ihm und seinem Nachbarn verrückt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
18 ›Fluch über jeden, der einen Blinden auf den falschen Weg führt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
19 ›Fluch über jeden, der einem Fremden, einer Witwe oder Waise ihr Recht vorenthält!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
20 ›Fluch über jeden, der mit einer Frau seines Vaters schläft und so seinen Vater entehrt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
21 ›Fluch über jeden, der mit einem Tier verkehrt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
22 ›Fluch über jeden, der mit seiner Schwester oder Halbschwester schläft!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
23 ›Fluch über jeden, der mit seiner Schwiegermutter schläft!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
24 ›Fluch über jeden, der heimlich einen anderen erschlägt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
25 ›Fluch über jeden, der sich dafür bezahlen lässt, einen Schuldlosen zu ermorden!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹
26 ›Fluch über jeden, der die Bestimmungen dieses Gesetzes nicht genau befolgt!‹ Und das ganze Volk sagt: ›Amen!‹«
1 Nach der samaritischen Textüberlieferung: auf dem Berg Garizim.
2 Die hier angeprangerten Vergehen haben alle gemeinsam, dass sie im Verborgenen geschehen (ausdrücklich nochmals Vers 24) oder jedenfalls schwer nachzuweisen und gerichtlich zu ahnden sind. Mit der Ausrufung des Fluchs wird feierlich klargestellt, dass Gottes Wille auch dort gilt, wo der Mensch mit sich selbst allein zu sein glaubt. Zugleich werden die Vergehen, die der menschlichen Gerichtsbarkeit entzogen sind, unter das Gericht Gottes gestellt.
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