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Gute Nachricht Bibel

Israel soll rein und heilig sein

1 Ihr seid das Volk des Herrn, ihr gehört ihm wie Kinder ihrem Vater. Deshalb dürft ihr euch weder Schnitte in die Haut machen noch die Haare über der Stirn abrasieren, wenn ihr um einen Toten trauert.1
2 Der Herr, euer Gott, hat euch als ein heiliges Volk für sich ausgesondert; er hat euch unter allen Völkern der Erde als sein Eigentum ausgewählt.
3 Esst nichts, was der Herr verabscheut und wodurch ihr in seinen Augen unrein werdet!
4 Unbedenklich essen dürft ihr Rinder, Schafe und Ziegen,
5 Hirsche, Gazellen, Antilopen, Bergziegen und Steinböcke.
6 Überhaupt dürft ihr alle Tiere essen, die gespaltene Klauen haben und zugleich ihre Nahrung wiederkäuen.
7-8 Dagegen sollt ihr Kamele, Hasen und Klippdachse meiden. Sie sind zwar Wiederkäuer,2 haben aber keine gespaltenen Klauen. Auch das Schwein ist für euch verboten. Es hat zwar gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer. Esst keins von diesen Tieren und berührt sie auch nicht, wenn sie verendet sind. Sie gelten für euch als unrein.
9 Von den Tieren, die im Wasser leben, dürft ihr nur die essen, die Flossen und Schuppen haben,
10 die übrigen sind für euch verboten, sie gelten als unrein.
11-18 Ihr könnt alle Vögel essen, nur nicht Adler, Geier, Eulen und alle anderen Raubvögel, Krähen, Strauße, Schwalben, Möwen, Störche, Reiher, Wiedehopfe und Fledermäuse.
19-20 Sie sind genauso unrein wie die geflügelten Insekten. Alles andere, was fliegt, ist rein und ihr dürft es essen.
21 Verendete Tiere dürft ihr nicht essen. Ihr könnt sie den Fremden geben, die bei euch leben, oder an Ausländer verkaufen. Ihr aber seid ein heiliges Volk,3 das der Herr, euer Gott, für sich ausgesondert hat. Ihr dürft ein Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen.4

Der zehnte Teil der Ernte gehört Gott

22 Jedes Jahr müsst ihr den zehnten Teil eurer Ernte für den Herrn beiseite legen.
23 Bringt ihn zu der Stätte, die der Herr dafür auswählen wird, dass sein Name dort wohnt.5 Feiert dort ein Fest und verzehrt es alles vor dem Herrn, eurem Gott: den zehnten Teil von eurem Korn, Wein und Öl und dazu die erstgeborenen Jungtiere eurer Rinder, Schafe und Ziegen. So sollt ihr lernen, immer dem Herrn, eurem Gott, zu gehorchen.
24 Wenn jedoch die Stätte, die der Herr auswählen wird, für euch zu weit entfernt ist und der Herr euch so reichen Ertrag geschenkt hat, dass ihr Mühe habt, den ihm zustehenden Anteil dorthin zu bringen,
25 sollt ihr ihn verkaufen und das Geld zu seinem Heiligtum mitnehmen.
26 Kauft dort für das Geld, was euer Herz begehrt: Rinder, Schafe und Ziegen, Wein und Bier und was ihr wollt, und genießt alles mit euren Familien in Gegenwart des Herrn, eures Gottes, und seid fröhlich dabei.6
27 Lasst auch die Leviten aus euren Dörfern und Städten mitfeiern, denn sie haben keinen Anteil an Grund und Boden in dem Land, das der Herr euch geben wird.
28 Jedes dritte Jahr7 aber sollt ihr den zehnten Teil eurer Ernte in euren Ortschaften abliefern und dort in Vorratshäusern sammeln.
29 Es ist der Lebensunterhalt für die Leviten, denn sie haben ja keinen Landbesitz; auch die Waisen und Witwen und die Fremden, die bei euch leben, sollen davon essen, damit sie keine Not leiden. Wenn ihr so handelt, wird der Herr alle eure Arbeit segnen.
1 Die strenge Ablehnung heidnischer Trauerbräuche ist darin begründet, dass für das alte Israel hinter dem Tod gottfeindliche Mächte stehen, denen Gottes Volk auch nicht die Spur einer Verehrung darbringen darf; vgl. Anmerkung zu Lev 11,24-28.
2 Siehe Anmerkung zu Lev 11,4-6.
3 Siehe Anmerkung zu Lev 11,24-28.
4 Siehe Anmerkung zu Ex 23,19.
5 sein Name ...: siehe Anmerkung zu 12,5.
6 Siehe Anmerkung zu 12,18.
7 Später verstand man diese Anweisung so, dass im dritten Jahr zweimal der »Zehnte« abzuführen ist; vgl. weiter die Sacherklärung »«.
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