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Gute Nachricht Bibel

1 Da sagte der Herr zu mir: »Haue zwei steinerne Tafeln zurecht, genau wie die ersten waren, und mache für sie eine Lade aus Holz. Bring die Tafeln zu mir auf den Berg!
2 Ich werde darauf die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerbrochen hast, und du legst sie dann in die Lade.«
3 Ich machte eine Lade aus Akazienholz, hieb die zwei Steintafeln zurecht und stieg mit ihnen auf den Berg.
4 Der Herr schrieb darauf dieselben Worte, die schon auf den ersten Tafeln gestanden hatten: die Zehn Gebote, die er euch aus dem Feuer heraus gesagt hatte, als ihr alle am Berg versammelt wart. Dann gab er mir die Tafeln.
5 Ich stieg mit ihnen vom Berg und legte sie in die Lade, die ich gemacht hatte. Dort liegen sie noch heute, genau wie der Herr es befohlen hat.

Der Tod Aarons und der Dienst der Leviten

6 Die Israeliten zogen von Beerot-Bene-Jaakan nach Mosera. Dort starb Aaron und wurde auch dort begraben und sein Sohn Eleasar wurde sein Nachfolger im Priesterdienst.
7 Die Israeliten zogen dann weiter nach Gudgoda und von dort nach Jotbata, wo es reichlich Wasser gibt.
8 Damals sonderte der Herr den Stamm Levi aus den übrigen Israeliten aus und übertrug ihm besondere Aufgaben. Die Nachkommen Levis sollten die Lade mit dem Bundesgesetz des Herrn tragen, dem Herrn als Priester dienen und dem Volk den Segen des Herrn zusprechen, wie es bis heute geschieht.
9 Deshalb bekamen die Nachkommen Levis keinen Anteil am Landbesitz. Der Herr selbst ist ihr Anteil, er sorgt für ihren Unterhalt, wie er, euer Gott, ihnen das zugesagt hat.

Gott erhört Moses Gebet für das Volk

10 Ich aber war vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg gewesen, genau wie beim ersten Mal, und der Herr hatte mein Gebet erhört und mir versprochen, euch nicht zu vernichten.
11 Und er hatte mir befohlen: »Geh jetzt und stell dich an die Spitze des Volkes! Brich mit ihnen auf, damit sie das Land in Besitz nehmen, das ich ihren Vorfahren für sie zugesagt habe.«

Ein einzigartiger Gott

12 Und nun höre, Volk Israel: Der Herr, euer Gott, verlangt von euch nur das eine, dass ihr ihn ernst nehmt, seinen Weisungen folgt und ihn mit ganzem Herzen und mit allen Kräften liebt und ehrt.
13 Lebt nach seinen Geboten und Anordnungen, die ich euch heute verkünde! Wenn ihr das tut, wird es euch gut gehen.
14 Haltet euch vor Augen: Dem Herrn, eurem Gott, gehören der Himmel und alle Himmelswelten und die ganze Erde mit allem, was darauf lebt.
15 Euren Vorfahren aber wandte der Herr seine besondere Liebe zu und er wählte euch, ihre Nachkommen, aus allen Völkern aus und machte euch zu seinem Volk, wie ihr das heute seid.
16 Darum seid endlich nicht mehr widerspenstig! Am Körper seid ihr beschnitten, aber ihr müsst auch euer Herz beschneiden!1
17 Denn der Herr, euer Gott, ist Herr über alle Götter und Gewalten, er ist groß und mächtig und verbreitet Furcht und Schrecken um sich. Er ist nicht parteiisch und lässt sich nicht bestechen.
18 Er verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht; er liebt auch die Fremden, die bei euch leben, und versorgt sie mit Nahrung und Kleidung.
19 Darum sollt auch ihr die Fremden lieben. Ihr habt ja selbst in Ägypten als Fremde gelebt.
20 Nehmt den Herrn, euren Gott, ernst; ehrt und liebt ihn! Schwört nur bei seinem Namen!
21 Ihr habt Grund, den Herrn, euren Gott, zu rühmen und zu preisen; denn ihr habt mit eigenen Augen gesehen, was für große und Schrecken erregende Taten er für euch getan hat.
22 Als eure Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig Leute, und jetzt hat der Herr euch zu einem Volk gemacht, das so zahlreich ist wie die Sterne am Himmel!
1 Nach Gen 17,9-14 ist die das äußere Zeichen der Zugehörigkeit zu Gottes Volk. Hier nun wird deutlich, dass dem auch eine bestimmte Verfassung des »Herzens« und ein daraus fließendes Verhalten entsprechen muss. Als Beispiel für das, was Gott von seinem Volk erwartet, nennen die folgenden Verse die Stellung zu den Benachteiligten; vgl. Lev 19.
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