Hilfe

Gute Nachricht Bibel

Verführung zum Götzendienst am Berg Pegor

1 Als das Volk bei Schittim lagerte, begannen die Männer, sich mit moabitischen Frauen einzulassen.
2 Die Moabiterinnen luden die Männer Israels auch zu den Opferfesten ein, die sie zu Ehren ihres Gottes feierten. Die Männer aßen von dem Opferfleisch und warfen sich anbetend vor dem Moabitergott zu Boden.
3 So ließ sich Israel in das Joch des Baal vom Berg Pegor1 einspannen. Da wurde der Herr zornig
4 und befahl Mose: »Nimm alle Anführer des Volkes fest und lass sie sofort, noch am hellen Tag, vor meinen Augen hinrichten, damit ich in meinem glühenden Zorn nicht das ganze Volk vernichten muss!«
5 Mose befahl den Schiedsmännern des Volkes: »Tötet von den Leuten, für die ihr zuständig seid, alle, die sich mit dem Baal eingelassen haben!«
6 Mose und die ganze Gemeinde Israel hatten sich klagend und trauernd vor dem Heiligen Zelt niedergeworfen. Da brachte ein Israelit vor aller Augen eine midianitische Frau in das Zelt seiner Familie.
7 Als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars und Enkel Aarons, das sah, stand er auf und verließ die Versammlung. Er nahm einen Speer,
8 folgte den beiden in den innersten Raum des Zeltes und durchbohrte sie. Sofort hörte die Seuche, die unter dem Volk wütete, auf.
9 Es waren schon 24000 Menschen daran gestorben.
10 Der Herr sagte zu Mose:
11 »Pinhas, der Priester, der Sohn von Eleasar und Enkel von Aaron, hat die Strafe vom Volk abgewendet. Er hat denselben Zorn empfunden wie ich und aus diesem Zorn heraus hat er gehandelt. Sonst hätte ich meinem Zorn den Lauf gelassen und noch alle Israeliten umgebracht.
12 Sag ihm, dass ich ihm dafür ein besonderes Vorrecht gewähre: Ich schließe mit ihm einen Bund, der ihm Frieden zusichert.
13 Ich verspreche ihm, dass seine Nachkommen für alle Zeiten meine Priester sein sollen. Das ist der Lohn dafür, dass er sich so rückhaltlos für seinen Gott eingesetzt und das Verhältnis zwischen mir und dem Volk wieder in Ordnung gebracht hat.«
14 Der Israelit, der zusammen mit der Midianiterin getötet wurde, war Simri, der Sohn Salus, ein Sippenältester des Stammes Simeon.
15 Die Frau hieß Kosbi; ihr Vater Zur war der Anführer einer midianitischen Stammesgruppe.
16 Der Herr befahl Mose:
17 »Greift die Midianiter an und bestraft sie!
18 Denn sie haben angefangen und euch heimtückisch angegriffen: Sie haben euch dazu verführt, den Baal vom Berg Pegor zu verehren, und sie haben euch ins Unheil gestürzt durch Kosbi, die Tochter eines ihrer Oberhäupter, die an dem Tag getötet wurde, als die Seuche unter euch wütete.«

Zweite Zählung der Stämme Israels

19 Als die Seuche vorüber war,
1 Die Ortsangabe in Vers 1 (Abel-Schittim im Jordangraben; siehe 33,41-49) entspricht 22,1. Am Anfang steht die sexuelle Verführung; es ist aber anzunehmen, dass hier auch der Opferkult einen sexuellen Einschlag hatte (Fruchtbarkeitskulte als typische Erscheinung des Landes Kanaan; vgl. Sacherklärung »«.
© 2017 ERF Medien