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Gute Nachricht Bibel

Die Erstgeburten gehören Gott

1 Der Herr sagte zu Mose:
2 »Weihe mir alle Erstgeburten! Jedes männliche Kind, das als erstes von einer Frau geboren wird, und jedes männliche Tier, das als erstes von einem Muttertier zur Welt gebracht wird, gehört mir.«1

Das Fest der Ungesäuerten Brote

3 Mose sagte zum Volk: »Feiert jedes Jahr den Tag, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid, und erinnert euch daran, wie der Herr euch mit starker Hand aus dem Land herausgeführt hat, in dem ihr Sklaven gewesen seid. Esst an diesem Tag kein Brot, das mit Sauerteig gebacken ist!
4 Ihr zieht jetzt im Frühlingsmonat2 aus Ägypten fort.
5 Wenn der Herr euch in das Land bringt, das er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat – das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hiwiter und Jebusiter, ein Land, das von Milch und Honig überfließt –, dann sollt ihr jedes Jahr in diesem Monat dieses Fest begehen.
6 Sieben Tage lang dürft ihr nur solches Brot essen, das ohne Sauerteig zubereitet ist,
7 und am siebten Tag feiert ihr als abschließenden Höhepunkt ein Fest für den Herrn. Im ganzen Land darf es in dieser Zeit keinerlei Sauerteig geben.
8 Bei dieser Gelegenheit sollt ihr euren Söhnen erklären: ›Wir halten diesen Brauch zur Erinnerung an das, was der Herr für uns getan hat, als er uns aus Ägypten herausführte.‹
9 Dieser Brauch hat für euch dieselbe Bedeutung wie die Zeichen am Arm und auf der Stirn. So wie diese Zeichen erinnert er euch daran, das Gesetz des Herrn immer wieder zu lesen und zu lernen.3 Der Herr hat euch mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt.
10 Darum sollt ihr jährlich zu dieser Zeit diese Vorschrift befolgen.«

Bestimmungen für die Erstgeburten

11 Weiter sagte Mose: »Wenn der Herr euch nun in das Land der Kanaaniter bringt und es euch gibt, wie er das euren Vorfahren und euch selbst mit einem Eid versprochen hat,
12 dann sollt ihr jede Erstgeburt dem Herrn als Eigentum übergeben. Jedes männliche Tier, das als erstes von einem Muttertier geboren wird, gehört dem Herrn und muss ihm als Opfer dargebracht werden.
13 Nur bei Eseln sollt ihr dem Herrn als Ersatz ein Schaf oder eine Ziege opfern. Wenn ihr das nicht tun wollt, müsst ihr dem Eselsfohlen das Genick brechen. Auch für die menschliche Erstgeburt, für den Jungen, den eine Frau als erstes Kind zur Welt bringt, sollt ihr dem Herrn einen Ersatz geben.
14 Wenn eure Söhne euch künftig fragen werden, warum ihr diesen Brauch befolgt, dann sagt ihnen: ›Dieser Brauch geht zurück auf die Zeit, als der Herr uns mit starker Hand aus Ägypten, wo wir Sklaven waren, herausgeführt hat.
15 Damals weigerte sich der Pharao hartnäckig, uns ziehen zu lassen, und deshalb tötete der Herr alle Erstgeborenen in Ägypten, unter den Menschen wie unter dem Vieh. Deshalb opfern wir dem Herrn jede männliche Erstgeburt; unsere erstgeborenen Söhne aber kaufen wir durch ein Ersatzopfer frei.‹
16 Dieser Brauch hat für euch dieselbe Bedeutung wie die Zeichen am Arm und auf der Stirn; denn mit starker Hand hat der Herr uns aus Ägypten herausgeführt.«

Gott begleitet sein Volk

17 Als der Pharao das Volk endlich ziehen ließ, führte Gott sie nicht am Mittelmeer entlang und durch das Land der Philister, obwohl das der kürzeste Weg gewesen wäre. Gott dachte: »Wenn das Volk dort auf Widerstand stößt und kämpfen muss, ändert es seine Meinung und kehrt wieder nach Ägypten zurück.«
18 Darum ließ er das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste den Weg zum Schilfmeer. Geordnet wie eine Armee zogen die Israeliten aus Ägypten.
19 Mose nahm die Gebeine Josefs mit, wie dieser es vor seinem Tod ausdrücklich erbeten hatte. Damals hatte Josef zu seinen Brüdern gesagt: »Gott wird euch nicht vergessen. Dann müsst ihr meine Gebeine von hier mitnehmen.«
20 Von Sukkot zogen die Israeliten weiter nach Etam, wo die Wüste beginnt. Dort schlugen sie ihr Lager auf.
21 Während der Wanderung ging der Herr tagsüber in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den Weg zu zeigen, und nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht unterwegs sein.
22 Jeden Tag war die Wolkensäule an der Spitze des Zuges und jede Nacht die Feuersäule.
1 männliche ist beide Male verdeutlichender Zusatz entsprechend den Versen 12 und 15.
2 Der hebräische Name ist Abib; vgl. Anmerkung zu 12,2.
3 hat für euch dieselbe Bedeutung ...: wörtlich sei euch ein Zeichen an der Hand und zwischen den Augen, damit das Gesetz des Herrn (immer) in deinem Mund sei – eine Anspielung auf die in Dtn 6,6-9 erwähnten »Zeichen«.
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