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Gute Nachricht Bibel

Aus alten Urkunden

1 In den alten Urkunden ist zu lesen, dass der Prophet Jeremia es war, auf dessen Weisung die Männer – wie eben gesagt – das Feuer versteckten, ehe sie in die Verbannung mussten.
2 Weiter wird gesagt, dass Jeremia denen, die in die Verbannung gingen, das Buch des Gesetzes mitgegeben und sie aufgefordert habe, doch ja die Gebote des Herrn nicht zu vergessen. Sie sollten sich nicht irremachen lassen durch den Anblick der goldenen und silbernen Götzenbilder und durch all den Schmuck, mit dem sie behängt sind.
3 Noch manches dieser Art habe Jeremia ihnen gesagt und sie ermahnt, treu am Gesetz festzuhalten.
4 In einer der Urkunden stand auch, Jeremia habe auf göttlichen Befehl angeordnet, das Heilige Zelt und die Bundeslade aus dem Tempel zu holen und hinter ihm herzutragen. Er sei damit zu dem Berg gegangen, von dem aus Mose einst das Land sehen durfte, das Gott unserem Volk versprochen hatte.
5 Dort habe Jeremia das Heilige Zelt, die Bundeslade und auch den Räucheraltar in einer Höhle versteckt und den Eingang der Höhle verschlossen.
6 Einige aus seiner Begleitung seien später noch einmal hingegangen, um den Weg zur Höhle zu kennzeichnen, hätten sie aber nicht mehr finden können.
7 Als Jeremia davon erfuhr, habe er ihnen Vorwürfe gemacht und gesagt: »Der Ort soll unbekannt bleiben, bis Gott sich über sein Volk erbarmt und es wieder hierher zusammenführt.
8 Er selbst wird dann alles wieder zum Vorschein bringen. Dann werden auch die Herrlichkeit des Herrn und die Wolke wieder zu sehen sein, wie sie sich zur Zeit Moses gezeigt haben und auch später noch einmal, als Salomo betete, Gott möge den Tempel ganz und gar zu seinem Eigentum machen.«
9 Vom weisen König Salomo wird auch erzählt, was geschah, als er zur Vollendung und Einweihung des Tempelbaus Gott Opfer bringen wollte:
10 So wie Mose zum Herrn betete und daraufhin Feuer vom Himmel fiel und die Opferstücke verbrannte, so betete auch Salomo und Feuer fiel vom Himmel und verbrannte die Opfer. –
11 Mose hat übrigens damals erklärt: Weil man das Fleisch des Sühneopfers nicht gegessen hat, wurde es vom Feuer verbrannt. –
12 Schon Salomo feierte das Fest der Tempelweihe acht Tage lang.
13 Alles, was wir hier schreiben, findet sich auch in den Berichten und persönlichen Aufzeichnungen Nehemias. Dort steht auch, dass Nehemia eine Bibliothek angelegt hat: Er sammelte die Schriften, die von den Königen und Propheten Israels handeln, auch die Buchrollen mit den Liedern Davids sowie die Begleitbriefe zu den Weihegaben, die ausländische Könige dem Tempel geschenkt hatten.
14 Ebenso hat jetzt Judas für uns alle Schriften wieder gesammelt, die infolge des Krieges, den wir zu führen hatten, abhanden gekommen waren. Sie befinden sich bei uns.
15 Sollte euch die eine oder andere Schrift fehlen, dann schickt Leute hierher und lasst sie euch bringen.

Abschluss des zweiten Briefes

16 Wir selbst werden also das Fest der Wiederweihe des Tempels begehen und wir schreiben euch, weil wir wünschen, dass ihr es gleichfalls tut.
17 Denn Gott hat sein ganzes Volk befreit und allen, die zu seinem Volk gehören, das Land zurückgegeben, mit dem Königtum, dem Priestertum und dem Opferdienst –
18 ganz so wie er es im Gesetz versprochen hat.1 Wir sind auch der festen Hoffnung, dass Gott uns bald sein volles Erbarmen zeigen, uns aus allen Ländern sammeln und an seiner heiligen Stätte wieder zusammenführen wird. Er hat uns ja aus so großen Gefahren errettet und uns dazu verholfen, dass wir den Tempel wieder von neuem weihen konnten.
19 Große Dinge ereigneten sich zur Zeit des Makkabäers Judas und seiner Brüder. Sie konnten den heiligen Tempel in Jerusalem von den Spuren des Götzendienstes reinigen und den Altar wieder weihen.
20 Erfolgreich kämpften sie gegen König Antiochus Epiphanes und seinen Sohn Eupator.
21 Ja, sogar himmlische Mächte griffen in den Kampf ein und standen den tapferen und unermüdlichen Verteidigern des jüdischen Glaubens zur Seite. So gelang es ihnen, obwohl sie nur wenige waren, das ganze Land zurückzuerobern und die Heere der Fremden zu verjagen.
22 Sie brachten das in aller Welt berühmte Heiligtum wieder in ihren Besitz, befreiten die Stadt und setzten die Gesetze wieder in Kraft, die der Feind abschaffen wollte. Dies alles ließ ihnen der Herr in seiner großen Güte gelingen.
23 Der Geschichtsschreiber Jason aus Zyrene hat diese Ereignisse in fünf Büchern ausführlich beschrieben. Ich habe versucht, den Inhalt in einem Buch zusammenzufassen.
24 Ich hatte nämlich den Eindruck, dass die vielen Zahlen und die Fülle der Einzelheiten es schwer machten, der Darstellung zu folgen.
25 Meine Bearbeitung sollte jedem etwas bieten: angenehme Unterhaltung für die, die Lesestoff suchen; klare Übersicht für die, die den Stoff dem Gedächtnis einprägen wollen; und jedenfalls Nutzen für alle, die das Buch in die Hand bekommen.
26 Es ist mir allerdings nicht leicht gefallen, diese Zusammenfassung zu machen; es war eine mühsame Arbeit, die mich viele Nächte den Schlaf gekostet hat.
27 Wer ein Festessen veranstaltet und seine Gäste zufrieden stellen will, muss eben manche Mühe auf sich nehmen. Das habe auch ich gerne getan; denn ich glaube, dass viele es mir danken werden.
28 Alle Einzelheiten genau festzuhalten konnte ich unserem Geschichtsschreiber überlassen. Mir ging es nur darum, den Anforderungen zu genügen, die man an eine Zusammenfassung stellt.
29 Wenn ein Haus gebaut wird, trägt der Architekt die Verantwortung für das Ganze; wer nur die Räume ausschmückt, kann sich auf seine begrenzte Aufgabe beschränken. So sehe auch ich meine Tätigkeit.
30 Wer ein Geschichtswerk schreibt, muss alles genau erforschen und die Tatsachen ausführlich und sorgfältig aufzeichnen.
31 Wer aber nur nacherzählt, darf sich kürzer fassen und muss nicht alles bis in die letzte Einzelheit verfolgen.
32 Doch es wird Zeit, dass ich mit meiner Erzählung beginne; ich habe mich schon viel zu lange mit dem Vorwort aufgehalten. Es wäre ja unsinnig, eine lange Vorrede zu machen, wenn man die Erzählung selbst kurz halten will.
1 Anspielung auf Ex 19,5-6, wo es in Vers 6 wörtlich heißt: Ihr sollt mir ein Königtum von Priestern sein und ein heiliges Volk (in 2Makk 2,17 heißt es für Opferdienst wörtlich die Heiligung).
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