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Gute Nachricht Bibel

1 Uns, meine Lieben, gelten diese Zusagen! Wir wollen uns darum von allem reinigen, was Körper und Geist beschmutzt. Wir wollen Gott ernst nehmen und uns bemühen, vollends ganz sein heiliges Volk zu werden.

Weiteres Werben um die Gemeinde

2 Gebt mir Raum in euren Herzen! Ich habe doch keinem von euch Unrecht getan! Ich habe niemand zugrunde gerichtet oder ausgebeutet!
3 Ich sage das nicht, um euch zu verurteilen. Ich habe euch ja schon gesagt, dass ich euch in meinem Herzen trage. Ihr seid in Tod und Leben so untrennbar mit mir verbunden, wie wir es mit Christus im Sterben und Leben sind.1
4 Ich habe volles Vertrauen zu euch, ich bin sogar stolz auf euch. Trotz aller Not bin ich zuversichtlich und voll überschwänglicher Freude.

Titus ist gekommen: Ende der Sorgen für Paulus

5 Auch als ich nach Mazedonien kam,2 fand ich keine Ruhe. Von allen Seiten stürmte es auf mich ein: von außen Feinde, von innen Sorgen.
6 Doch Gott, der die Niedergeschlagenen ermutigt, gab mir durch die Ankunft von Titus neuen Mut.
7 Es war aber nicht nur seine Ankunft – noch viel mehr bedeutet es für mich, dass ihr Titus so ermutigt habt. Er hat mir erzählt, wie gern ihr mich sehen wollt, wie sehr ihr das Vorgefallene bedauert3 und wie rückhaltlos ihr bereit seid, euch auf meine Seite zu stellen. Das hat mich noch glücklicher gemacht.

Heilsamer Schmerz durch den »Tränenbrief«

8 Ich habe euch durch meinen Brief wehgetan; aber ich bedaure es nicht, dass ich ihn geschrieben habe. Als ich hörte, wie hart er euch zuerst getroffen hat, tat es mir zwar Leid,
9 aber jetzt freue ich mich darüber. Natürlich nicht deshalb, weil mein Brief euch Schmerz bereitet hat, sondern weil dieser Schmerz euch zur Besinnung gebracht hat. Es war ein Schmerz, wie Gott ihn haben will. Deshalb war es nicht zu eurem Schaden, dass ich euch so geschrieben habe.
10 Denn der Schmerz, wie Gott ihn haben will, ruft eine Reue hervor, die niemand je bereut; denn sie führt zur ewigen Rettung. Der Schmerz, wie ihn die Menschen dieser Welt empfinden, führt dagegen zum ewigen Tod.
11 Meine Worte haben euch einen Schmerz bereitet, wie Gott ihn haben will. Seht doch, welchen Gewinn euch das gebracht hat! Wie viel guten Willen zeigt ihr jetzt! Wie eifrig seid ihr bemüht, eure Unschuld zu beweisen! Der Unwille über den Schuldigen, die Furcht vor meinem Zorn, die Sehnsucht nach meiner Gegenwart und der Eifer, den Schuldigen zu bestrafen – das alles ist daraus erwachsen. Damit habt ihr gezeigt, dass ihr in dieser Sache unschuldig seid.
12 Es ging mir also bei meinem Brief nicht um den, der Unrecht getan hat, oder um mich, dem Unrecht geschehen ist.4 Ihr solltet Gelegenheit bekommen, vor Gott zu beweisen, dass ihr voll zu mir steht.

Paulus freut sich für und mit Titus

13 So ist es geschehen und das hat mir wieder Mut gegeben. Aber noch viel mehr als über diese Ermutigung habe ich mich gefreut über die Freude, mit der Titus von euch zurückkam. Er war ganz glücklich, weil ihr alle so freundlich zu ihm gewesen seid.
14 Ich hatte euch vor ihm gerühmt5 und ihr habt mich nicht enttäuscht. So wie ich euch gegenüber immer die Wahrheit gesagt habe, so hat sich nun auch das, was ich Titus gegenüber von euch gerühmt habe, als Wahrheit erwiesen.
15 Jetzt liebt er euch noch mehr als zuvor. Er hat ja erlebt, wie ihr ihn mit Angst und Bangen aufnahmt und wie bereitwillig ihr euch meinen Anordnungen gefügt habt.
16 Ich bin froh, dass ich mich in allem auf euch verlassen kann.
1 dass ich euch in meinem Herzen ...: wörtlich dass ihr in meinem Herzen seid zum Mitsterben und Mitleben. Mitzuhören ist 4,10-11.
2 Hier wird der Gedankengang von 2,13 wieder aufgenommen. (Für ich in den Versen 5-7.9 Ende, 13.14b wörtlich wir; siehe Anmerkung zu 1,4.)
3 Siehe Vers 11 und 2,5-6. Zu dem Brief in Vers 8 vgl. 2,4.
4 Das ist Paulus selbst (siehe 2,5).
5 Titus hatte also die Korinther vorher noch nicht persönlich gekannt.
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