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Gute Nachricht Bibel

Vom Zusammenleben in der Gemeinde

1 Ich wende mich nun an die Ältesten unter euch. Ich bin selbst Ältester der Gemeinde,1 und ich habe teil an den Leiden von Christus wie an seiner Herrlichkeit, die bald offenbar werden wird. Deshalb ermahne ich euch:
2 Leitet die Gemeinde, die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, als rechte Hirten! Kümmert euch um sie, nicht weil es eure Pflicht ist, sondern aus innerem Antrieb, so wie es Gott gefällt. Tut es nicht, um euch zu bereichern, sondern aus Hingabe.
3 In eurem Verantwortungsbereich führt euch nicht als Herren auf, sondern gebt euren Gemeinden ein Vorbild.
4 Dann werdet ihr, wenn der oberste Hirt kommt, den Siegeskranz erhalten, der nie verwelkt.
5 Euch Jüngeren aber sage ich: Ordnet euch den Ältesten unter! Überhaupt müsst ihr – das sage ich allen – im Umgang miteinander jede Überheblichkeit ablegen. Ihr wisst doch: »Gott widersetzt sich den Überheblichen, aber denen, die gering von sich denken, wendet er seine Liebe zu.«
6 Beugt euch also unter Gottes starke Hand, damit er euch erhöhen kann, wenn die Zeit gekommen ist.
7 Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.
8 Seid wachsam und nüchtern! Euer Feind, der Teufel, schleicht um die Herde wie ein hungriger Löwe. Er wartet nur darauf, dass er jemand von euch verschlingen kann.
9 Leistet ihm Widerstand und haltet unbeirrt am Glauben fest. Denkt daran, dass die Gemeinschaft eurer Brüder und Schwestern2 in der ganzen Welt die gleichen Leiden durchzustehen hat.
10 Ihr müsst jetzt für eine kurze Zeit leiden. Aber Gott hat euch in seiner großen Gnade dazu berufen, in Gemeinschaft mit Jesus Christus für immer in seiner Herrlichkeit zu leben. Er wird euch Kraft geben, sodass euer Glaube stark und fest bleibt und ihr nicht zu Fall kommt.
11 Ihm gehört die Macht in Ewigkeit. Amen.

Abschließende Grüße

12 Ich habe euch diesen kurzen Brief mit Hilfe von Silvanus geschrieben, den ich als treuen Bruder schätze. Ich wollte euch ermutigen und euch bezeugen, dass ihr gerade in eurem Leiden3 die wahre Gnade Gottes erlebt. Bleibt fest in dieser Gnade!
13 Eure Schwestergemeinde hier in Babylon,4 die so wie ihr von Gott erwählt wurde, grüßt euch; ebenso mein Sohn Markus.5
14 Grüßt einander mit dem heiligen Kuss, dem Zeichen eurer Verbundenheit als Brüder und Schwestern!6 Frieden sei mit euch allen, die ihr mit Christus verbunden seid!
1 Der Verfasser (vgl. 1,1) stellt sich auf eine Stufe mit den Gemeindeleitern, die er nun gesondert anspricht.
2 die Gemeinschaft ...: wörtlich eure Bruderschaft bzw. Geschwisterschaft; vgl. Anmerkung zu 1,22.
3 gerade in eurem Leiden: verdeutlichender Zusatz; vgl. 2,19.
4 Wahrscheinlich ein Deckname für Rom (vgl. Offb 17 und Sacherklärung »«).
5 Vgl. Phlm 24 und Vergleichsstellen dort. Er gilt nach altkirchlicher Überlieferung als Dolmetscher von Petrus.
6 dem heiligen Kuss ...: wörtlich dem Kuss der Liebe. Die Formulierung findet sich nur hier; gemeint ist dasselbe wie in Röm 16,16 und an den dort angegebenen Vergleichsstellen (siehe Sacherklärung »«).
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