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Gute Nachricht Bibel

Jakob kommt nach Bet-El

1 Gott sagte zu Jakob: »Zieh von hier weg und geh nach Bet-El! Bleib dort und baue mir einen Altar; denn dort bin ich dir erschienen, als du vor deinem Bruder Esau fliehen musstest.«
2 Da befahl Jakob seiner ganzen Familie samt den Sklaven und Sklavinnen: »Schafft alles fort, was mit fremden Göttern zu tun hat! Reinigt euch und zieht frische Kleider an!
3 Wir gehen miteinander nach Bet-El. Dort will ich einen Altar bauen für den Gott, der mich in der Not gehört hat und mir auf dem ganzen Weg zur Seite gestanden ist.«
4 Alle gaben Jakob ihre Götterfiguren und die Ohrringe, die sie als Amulette trugen, und er vergrub sie unter der großen Eiche bei Sichem.
5 Dann machten sie sich auf den Weg. Gott aber ließ über die Bewohner der umliegenden Städte einen solchen Schrecken kommen, dass sie es nicht wagten, sie zu verfolgen.
6 So kam Jakob mit allen seinen Leuten nach Lus im Land Kanaan, das auch Bet-El heißt.
7 Er baute dort einen Altar und nannte die Opferstätte El-Bet-El (Gott von Bet-El); denn hier war ihm Gott erschienen, als er vor seinem Bruder fliehen musste.1
8 Damals starb Debora, die Amme Rebekkas. Sie begruben sie unter der Eiche bei Bet-El, die davon den Namen Klageeiche erhielt.

Gott wiederholt sein Versprechen

9 Als Jakob aus Mesopotamien zurückkehrte, erschien ihm Gott ein zweites Mal. Er segnete ihn
10 und sagte: »Du sollst von jetzt an nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel.« So gab er ihm den Namen Israel.2
11 Weiter sagte Gott: »Ich bin der Gewaltige. Sei fruchtbar und vermehre dich!3 Deine Nachkommen sollen zu einem ganzen Volk, ja zu einem Verband von Völkern werden, und sogar Könige werden von dir abstammen.
12 Dir und deinen Nachkommen will ich das Land geben, das ich Abraham und Isaak zugesprochen habe.«
13 Als Gott zu Ende gesprochen hatte, fuhr er von dem Ort, an dem er mit Jakob geredet hatte, in den Himmel empor.
14 Jakob errichtete an dieser Stelle ein Steinmal, goss darüber Wein als Trankopfer aus und besprengte es mit Öl.
15 Er nannte den Ort, an dem Gott mit ihm gesprochen hatte, Bet-El (Haus Gottes).

Rahel stirbt bei Benjamins Geburt

16 Dann zog Jakob mit seiner Familie von Bet-El weiter. Als sie nur noch ein kleines Stück von Efrata entfernt waren, setzten bei Rahel die Wehen ein. Sie hatte eine sehr schwere Geburt.
17 Während sie sich unter großen Schmerzen abmühte, rief ihr die Hebamme zu: »Hab keine Angst! Du hast wieder einen Sohn!«
18 Aber Rahel spürte, dass es mit ihr zu Ende ging. Deshalb nannte sie das Kind Ben-Oni; aber sein Vater nannte es Benjamin.4
19 Rahel starb, und Jakob begrub sie dort an der Straße nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt.
20 Er stellte auf ihrem Grab einen Denkstein auf; der steht dort noch heute als Grabmal Rahels.
21 Dann zog er weiter und schlug seine Zelte hinter Migdal-Eder auf.

Liste der Söhne und Frauen Jakobs. Isaaks Tod

22 Dort geschah es, dass Ruben einmal zu Bilha, der Nebenfrau seines Vaters, ging und mit ihr schlief. Als Jakob davon erfuhr, empfand er es als eine schwere Kränkung.5 Jakob hatte zwölf Söhne.
23 Die Söhne, die Lea geboren hatte, waren: Ruben, der Erstgeborene, Simeon, Levi, Juda, Issachar und Sebulon.
24 Die Söhne, die Rahel geboren hatte, waren: Josef und Benjamin.
25 Die Söhne von Bilha, der Dienerin Rahels, waren Dan und Naftali,
26 die von Silpa, der Dienerin Leas, waren Gad und Ascher. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm in Mesopotamien geboren wurden.
27 Zuletzt kam Jakob zu seinem Vater Isaak nach Mamre bei Kirjat-Arba, das jetzt Hebron heißt. Dort hatten Abraham und Isaak als Fremde in diesem Land gelebt.
28 Isaak wurde 180 Jahre alt.
29 Dann starb er, gesättigt von einem langen und erfüllten Leben, und wurde im Tod mit seinen Vorfahren vereint. Seine beiden Söhne Esau und Jakob begruben ihn.
1 Jakob ist an den Ausgangspunkt seiner Flucht zurückgekehrt und löst das Versprechen ein, das er Gott für den Fall seiner glücklichen Rückkehr gegeben hat (28,20-22; über Bet-El siehe Anmerkung zu 28,17).
2 Siehe die Anmerkungen zu 25,26 und 32,29.
3 Siehe Anmerkung zu 8,17.
4 Die Namen bedeuten »Schmerzenskind« und »Glückskind«.
5 So mit G; H hat nur Israel (= Jakob) erfuhr davon.
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