Hilfe

Gute Nachricht Bibel

1 Nehmt mich zum Vorbild, so wie ich Christus zum Vorbild nehme!

Vom Verhalten der Frauen beim Gottesdienst

2 Ich muss euch dafür loben, dass ihr immer an mich denkt und die Anweisungen befolgt, die ich euch weitergegeben habe.
3 Ich muss euch aber auch noch dies sagen: Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus ist Gott unterstellt.1
4 Ein Mann, der im Gottesdienst öffentlich betet oder Weisungen Gottes verkündet, entehrt sich selbst, wenn er dabei seinen Kopf bedeckt.
5 Eine Frau, die im Gottesdienst öffentlich betet oder Weisungen Gottes verkündet, entehrt sich selbst, wenn sie dabei ihren Kopf nicht bedeckt. Es ist genauso, als ob sie kahl geschoren wäre.
6 Wenn sie keine Kopfbedeckung trägt, kann sie sich gleich die Haare abschneiden lassen. Es ist doch eine Schande für eine Frau, sich die Haare abschneiden oder den Kopf kahl scheren zu lassen. Dann soll sie auch ihren Kopf verhüllen.
7 Der Mann dagegen soll seinen Kopf nicht bedecken; denn der Mann ist das Abbild Gottes und spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider. In der Frau spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes.
8 Der Mann wurde nicht aus der Frau geschaffen, sondern die Frau aus dem Mann.
9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, wohl aber die Frau für den Mann.
10 Deshalb muss die Frau ein Zeichen der Unterordnung und zugleich der Bevollmächtigung auf dem Kopf tragen. Damit genügt sie der Ordnung, über die die Engel wachen.2
11 Vor dem Herrn gibt es jedoch die Frau nicht ohne den Mann und den Mann nicht ohne die Frau.
12 Zwar wurde die Frau aus dem Mann geschaffen; aber der Mann wird von der Frau geboren. Und beide kommen von Gott, der alles geschaffen hat.
13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, im Gottesdienst ein Gebet zu sprechen, ohne dass sie eine Kopfbedeckung trägt?
14 Schon die Natur lehrt euch, dass langes Haar für den Mann eine Schande ist,
15 aber eine Ehre für die Frau. Die Frau hat langes Haar erhalten, um sich zu verhüllen.
16 Falls aber jemand mit mir darüber streiten möchte, kann ich nur eines sagen: Weder ich noch die Gemeinden Gottes kennen eine andere Sitte im Gottesdienst.

Wie das Mahl des Herrn gefeiert werden soll

17 Wenn ich schon einmal Anweisungen gebe: Ich kann es nicht loben, dass eure Gemeindeversammlungen den Aufbau der Gemeinde nicht fördern, sondern beeinträchtigen.
18 Erstens3 wurde mir berichtet, dass es unter euch Spaltungen gibt,4 wenn ihr zusammenkommt. Ich glaube, dass dies mindestens teilweise zutrifft.
19 Es muss ja auch zu Spaltungen unter euch kommen, damit offenbar wird, wer sich bei euch im Glauben bewährt.
20 Wenn ihr zusammenkommt, feiert ihr in Wirklichkeit gar nicht das Mahl des Herrn.
21 Denn bevor das gemeinsame Mahl beginnt, fangen die Anwesenden schon einmal an zu essen, was sie mitgebracht haben; und wenn dann die später Kommenden hungrig eintreffen, sind die Ersten schon betrunken.5
22 Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die unter euch beschämen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch loben? In diesem Punkt lobe ich euch nicht!
23 Ich nämlich habe als Überlieferung, die vom Herrn kommt, empfangen, was ich euch weitergegeben habe: In der Nacht, in der Jesus, der Herr, ausgeliefert wurde, nahm er Brot,
24 sprach darüber das Dankgebet, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Tut das immer wieder, damit unter euch gegenwärtig ist, was ich für euch getan habe!«6
25 Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher ist Gottes neuer Bund, der durch mein Blut in Kraft gesetzt wird. Tut das, sooft ihr von ihm trinkt, damit unter euch gegenwärtig ist, was ich für euch getan habe!«
26 Jedes Mal also, wenn ihr dieses Brot esst und von diesem Becher trinkt, verkündet ihr damit die Rettung, die durch den Tod des Herrn geschehen ist, bis er wiederkommt.
27 Wer daher auf unwürdige Weise7 das Brot des Herrn isst und von seinem Becher trinkt, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig.
28 Darum sollt ihr euch prüfen, bevor ihr das Brot esst und von dem Becher trinkt.
29 Denn wenn ihr esst und trinkt ohne Rücksicht darauf, dass ihr es mit dem Leib des Herrn zu tun habt,8 zieht ihr euch durch euer Essen und Trinken Gottes Strafgericht zu.
30 Das ist ja auch der Grund, weshalb viele von euch schwach und krank sind und nicht wenige sind sogar gestorben.
31 Wenn wir uns selbst zur Rechenschaft ziehen würden, müsste der Herr uns nicht auf diese Weise richten.
32 Wenn er es aber tut, dann geschieht es, um uns zurechtzuweisen, damit wir nicht im letzten Gericht zusammen mit der ungläubigen Welt verurteilt werden.
33 Meine Brüder und Schwestern,9 wenn ihr also zusammenkommt, um das Mahl des Herrn zu feiern, dann wartet aufeinander.
34 Wer zu großen Hunger hat, soll vorher zu Hause essen. Sonst bringen eure Versammlungen euch nur Bestrafung ein. Alles Weitere werde ich regeln, wenn ich komme.
1 Wörtlich Christus ist das Haupt des Mannes, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt von Christus.
2 Wörtlich Deshalb muss die Frau eine Vollmacht auf dem Kopf haben wegen der Engel. Die Kopfbedeckung ist zunächst Zeichen der Unterordnung unter den Mann (Vers 3). Die Einhaltung dieser Ordnung ist die Voraussetzung (Bevollmächtigung) dafür, dass die Frau im Gottesdienst öffentlich auftreten darf.
3 Der zweite Punkt sind offenbar die in Kap 12–14 angesprochenen Missstände.
4 Vgl. 1,10-12.
5 Denn bevor ...: wörtlich Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und so ist der eine hungrig, der andere betrunken. Die Übersetzung verdeutlicht im Blick auf Vers 33 (»wartet aufeinander«). Die später Kommenden sind offenbar die Ärmeren, die noch arbeiten müssen und wenig mitzubringen haben.
6 Wörtlich Tut das zu meinem Gedenken (ebenso in Vers 25). In der Sprache der Bibel bedeutet »Gedenken« nicht ein bloßes Erinnern, sondern zugleich das Gegenwärtigwerden des Erinnerten.
7 Paulus meint mit unwürdig die in den Versen 20-22 beschriebenen Zustände.
8 ohne Rücksicht ...: wörtlich ohne den Leib richtig zu beurteilen. Paulus denkt wohl im Blick auf Vers 22 zugleich an die Solidarität innerhalb der Gemeinde als dem »Leib des Herrn« (vgl. 12,12).
9 Siehe Anmerkung zu 1,10; ebenso für 12,1.
© 2017 ERF Medien