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Einheitsübersetzung 2016

Vergänglichkeit des Menschen und seine Aufnahme bei Gott

1 Für den Chormeister. Ein Psalm der Korachiter.
2 Hört dies an, ihr Völker alle, vernehmt es, alle Bewohner der Welt,
3 ihr Leute aus dem Volk und vom Adel, Reiche und Arme zusammen!
4 Mein Mund spreche weise Worte; was mein Herz ersinnt, sei voller Einsicht.
5 Ich wende mein Ohr einem Sprichwort zu, ich enthülle mein Rätsel beim Leierspiel.
6 Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten, wenn mich die Schuld meiner Tritte umgibt?
7 Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz und rühmen sich ihres großen Reichtums.
8 Doch kann keiner einen Bruder auslösen, an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen
9 - für ihr Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch, für immer muss man davon abstehn - ,
10 dass man auf ewig weiterlebt und niemals das Grab schaut.
11 Denn man sieht: Weise sterben; gemeinsam gehen Tor und Narr zugrunde und lassen andern ihren Reichtum.
12 Sie meinen, ihre Häuser bestehen auf ewig, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht, nannten sie auch Länder nach ihrem Namen.1
13 Doch der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht; er gleicht dem Vieh, das verstummt.
14 So geht es denen, die auf sich selbst vertrauen, und nach ihnen denen, die sich in großen Worten gefallen. [Sela]
15 Sie sind in die Unterwelt gesetzt wie Schafe. Es weidet sie der Tod. Es herrschten über sie Redliche am Morgen. Und ihr Fels ist da, um die Unterwelt schwinden zu lassen von seiner Wohnung.2
16 Doch Gott wird mich auslösen aus der Gewalt der Unterwelt, ja, er nimmt mich auf. [Sela]
17 Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird und die Herrlichkeit seines Hauses sich mehrt;
18 denn im Tod nimmt er das alles nicht mit, seine Herrlichkeit steigt nicht mit ihm hinab.
19 Preist er sich im Leben auch glücklich: Man lobt dich, weil du es dir wohl sein lässt,
20 so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab, die das Licht nicht mehr erblicken.
21 Der Mensch in Pracht, doch ohne Einsicht, er gleicht dem Vieh, das verstummt.
1 49,12 sie meinen, wörtlich: ihr Inneres: H; ihre Gräber: G,Vg.
2 49,15 unsichere Übersetzung des schwierigen Textes.
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