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Einheitsübersetzung 2016

Drohung wegen des missachteten Bundes mit Levi

1 Jetzt gilt dieses Gebot für euch, ihr Priester:
2 Wenn ihr nicht hört und nicht von Herzen darauf bedacht seid, meinen Namen in Ehren zu halten - spricht der HERR der Heerscharen - , dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch und verfluche den Segen, der auf euch ruht; ja, ich habe ihn schon verflucht, weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid.
3 Siehe, ich schlage euch den Arm ab und werfe euch Unrat ins Gesicht, den Unrat eurer Feste, und man wird euch zu ihm hinausschaffen.
4 Dann werdet ihr erkennen, dass ich dieses Gebot über euch erlassen habe, damit mein Bund mit Levi bestehen bleibe, spricht der HERR der Heerscharen.
5 Mein Bund bedeutete für ihn Leben und Heil, beides gab ich ihm, dazu Ehrfurcht: Er sollte mich fürchten und vor meinem Namen erschrecken.
6 Zuverlässige Weisung kam aus seinem Mund, nichts Verkehrtes fand sich auf seinen Lippen, in Frieden und Aufrichtigkeit ging er mit mir seinen Weg und viele hielt er davon ab, schuldig zu werden.
7 Ja, die Lippen des Priesters bewahren Erkenntnis und aus seinem Mund erwartet man Weisung; denn er ist der Bote des HERRN der Heerscharen.
8 Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg, ihr habt viele zu Fall gebracht durch eure Weisung; ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht, spricht der HERR der Heerscharen.
9 Darum mache ich euch verächtlich und erniedrige euch vor dem ganzen Volk, so wie ihr euch nicht an meine Wege haltet und auf die Person seht bei der Weisung.
10 Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns erschaffen? Warum handeln wir dann treulos, einer gegen den andern, und entweihen den Bund unserer Väter?
11 Treulos hat Juda gehandelt und Gräueltaten sind in Israel und in Jerusalem geschehen: Denn Juda hat das Heiligtum des HERRN, das er liebt, entweiht und die Tochter eines fremden Gottes zur Frau genommen.
12 Der HERR versage dem, der so handelt, einen, der für ihn zeugt und für ihn spricht in den Zelten Jakobs, einen, der dem HERRN der Heerscharen Opfer darbringt.1
13 Außerdem tut ihr noch dies: Ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen, mit Weinen und Klagen, weil er sich eurem Opfer nicht mehr zuwendet und es nicht mehr gnädig annimmt aus eurer Hand.
14 Und wenn ihr fragt: Warum?: Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos handelst, obwohl sie deine Gefährtin ist, die Frau, mit der du einen Bund geschlossen hast.
15 Nicht einer hat doch jemals so gehandelt, wenn er einen Rest von verständigem Geist besitzt. Was begehrt denn dieser Eine? Er begehrt Nachkommen von Gott! Bewahrt euch also euren verständigen Geist! Handle nicht treulos an der Frau deiner Jugend!2
16 Wenn einer seine Frau aus Abneigung verstößt, spricht der HERR, Israels Gott, dann bedeckt er sein Gewand mit Gewalttat, spricht der HERR der Heerscharen. Bewahrt euch also euren verständigen Geist und handelt nicht treulos!
17 Ihr ermüdet den HERRN mit euren Reden und ihr fragt: Wodurch ermüden wir ihn? Dadurch, dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, an solchen Leuten hat er Gefallen. Oder: Wo ist denn Gott, der Gericht hält?
1 2,12 einen, der für ihn zeugt: vermuteter Text; der ihn schützt: H. Die Bedeutung des hebräischen Wortes ist umstritten.
2 2,15 Andere Deutung des ersten Teils des Verses: Hat er (Gott) nicht Eines (ein Menschenpaar) geschaffen, nämlich Fleisch, das Lebensgeist besitzt? Was sucht dieses Eine? Nachkommen von Gott! Vgl. Gen 2,24; Mt 5,31f.; 19,5; Eph 5,24–32. – handle nicht: G, Vg; man handle nicht:H.
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