Hilfe

Einheitsübersetzung 2016

1 Ehre einen Arzt wegen seiner nützlichen Dienste mit gebührenden Ehren, denn auch ihn hat der Herr erschaffen!
2 Denn vom Höchsten stammt die Heilung und vom König erhält er ein Geschenk.
3 Das Wissen des Arztes erhöht sein Haupt und bei Großen wird er bewundert.
4 Der Herr hat aus Erde Heilmittel erschaffen, ein kluger Mann wird sie nicht ablehnen.
5 Ist nicht Wasser durch Holz süß geworden, um seine Kraft erfahrbar zu machen?
6 Er selbst gab den Menschen Wissen, um durch seine Wundertaten gerühmt zu werden.
7 Durch sie hat er geheilt und ihr Leiden weggenommen.
8 Mit diesen wird der Salbenmischer eine Mischung anfertigen. Seine Werke sind nicht abgeschlossen und sein Friede liegt auf dem Angesicht der Erde.
9 Kind, in deiner Krankheit sei nicht unachtsam, sondern bete zum Herrn und er selbst wird dich heilen!
10 Beseitige einen Fehler und bereite die Hände! Reinige das Herz von allen Sünden!
11 Bring Räucherwerk und ein Gedächtnisopfer aus feinstem Weizenmehl dar! Mache eine Gabe so reichlich, wie es möglich ist!
12 Gib dem Arzt seinen Platz, denn auch ihn hat der Herr erschaffen! Er bleibe dir nicht fern, denn er ist notwendig!
13 Zur rechten Zeit liegt in ihren Händen das Gelingen,
14 denn auch sie werden zum Herrn beten, dass er ihnen Genesung gelingen lasse und Heilung um des Lebens willen.
15 Wer gegen seinen Schöpfer sündigt, der ihn gemacht hat, möge in die Hände des Arztes fallen.1

Tod und Trauer

16 Kind, um einen Toten vergieß Tränen und wie einer, der schreckliches Leid empfindet, beginn mit der Totenklage! Bahre seinen Leib auf gemäß seiner Entscheidung und übersieh nicht sein Begräbnis!
17 Mach bitter die Klage und schlag heftig auf die Brust, halte Trauer, wie er es verdient, einen Tag oder zwei wegen der Nachrede! Dann lass dich trösten über die Trauer!
18 Denn aus Trauer entsteht Tod, Trauer des Herzens wird die Lebenskraft brechen.
19 Im Elend bleibt auch die Trauer und das Leben eines Armen widerspricht dem Herzen.2
20 Gib dein Herz nicht der Trauer hin, stell sie beiseite, wenn du an die letzten Dinge denkst!
21 Vergiss nicht: Es gibt keine Rückkehr; ihm wirst du nicht mehr helfen und dir selbst wirst du schaden!
22 Denk an meine Bestimmung! So ist auch die deine: für mich gestern und für dich heute.
23 Mit der Ruhe des Toten ruhe deine Erinnerung an ihn! Sei über ihn getröstet beim Erlöschen seines Atems!

Handwerker und Schriftgelehrter

24 Die Weisheit eines Schriftgelehrten liegt in der guten Zeit der Muße, und wer wenig Arbeit hat, wird weise werden.
25 Wie wird weise werden, wer den Pflug hält, wer sich des Treibersteckens rühmt, der Rinder treibt und sich mit ihrer Arbeit abgibt und sich mit jungen Stieren unterhält?
26 Sein Herz wird er darauf richten, Furchen zu ziehen, und seine Wachsamkeit gilt dem Futter für die Kälber.
27 Ebenso jeder Handwerker und Baumeister, wer immer nachts wie tags beschäftigt ist; diejenigen, die Gravuren in Siegel einritzen,/ oder der dabei verweilt, eine Verzierung zu verändern; er richtet sein Herz darauf, ein treffendes Bild zu gestalten, und seine Wachsamkeit gilt der Vollendung des Werks.
28 So auch ein Schmied, der nahe am Amboss sitzt und auf die Werke aus Eisen achtet. Der Hauch des Feuers bringt sein Fleisch zum Schmelzen und mit der Hitze des Schmelzofens kämpft er, der Klang des Hammers dringt immer wieder ans Ohr und vor seinen Augen ist das Modell des Werkstücks. Sein Herz richtet er auf die Vollendung der Werke und seine Wachsamkeit gilt der Vollendung der Verzierung.
29 So auch der Töpfer, der bei seiner Arbeit sitzt und mit seinen Füßen die Töpferscheibe dreht, der ständig in Sorge um seine Werke ist, und jedes seiner Werke wird gezählt.
30 Mit seinem Arm formt er den Ton und mit den Füßen nimmt er ihm die Zähigkeit. Das Herz richtet er darauf, die Glasur zu vollenden, und seine Wachsamkeit gilt der Reinigung des Brennofens.
31 All diese haben auf ihre Hände vertraut und jeder erweist sich als weise in seinem Tun.
32 Ohne sie wird keine Stadt gegründet, sie sind nicht Zugewanderte und ziehen nicht umher. Doch für den Rat des Volkes werden sie nicht gesucht
33 und in der Versammlung ragen sie nicht hervor, auf einen Richterstuhl setzen sie sich nicht und über die Entscheidung eines Urteils denken sie nicht nach. Nie tun sie Bildung und Urteil kund und bei der Beschäftigung mit Sprüchen sind sie nicht zu finden.
34 Aber sie festigen das Geschaffene auf Dauer und ihr Flehen besteht in der Ausübung des Handwerks. Anders, wer seine Seele hingibt und über das Gesetz des Höchsten nachdenkt:
1 38,15 Eine hebräische Lesart lautet: Gegen seinen Schöpfer sündigt, wer hochmütig ist gegen den Arzt.
2 38,19 widerspricht dem Herzen, andere Textzeugen: ist ein Fluch für das Herz.
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