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Einheitsübersetzung 2016

Gefährliche Träume und Ehrfurcht vor dem Herrn

1 Ein unverständiger Mann hat leere und trügerische Hoffnungen und Träume beflügeln Narren.1
2 Wie einer, der einen Schatten greifen will und einem Windhauch nachjagt, so ist der, der an Träumen festhält.
3 Das eine ist wie das andere: eine Schau von Träumen, ein Abbild eines Gesichts gegenüber einem Gesicht.
4 Was kann von Unreinem gereinigt werden? Was kann an einer Lüge wahr sein?
5 Weissagungen, Zeichendeutereien und Träume sind nichtig; das Herz träumt wie eine, die in Wehen liegt.
6 Wenn sie nicht vom Höchsten zur Heimsuchung geschickt worden sind, wende ihnen dein Herz nicht zu!
7 Denn Träume haben schon viele in die Irre geführt, und die auf sie hoffen, sind gestrauchelt.
8 Ohne Lüge geht das Gesetz in Erfüllung; und Weisheit kommt in einem glaubwürdigen Mund zur Vollendung.
9 Ein Mann, der herumgekommen ist, hat viel kennengelernt und der Vielerfahrene wird Einsicht weitergeben.
10 Wer nicht auf die Probe gestellt wurde, weiß wenig.
11 Wer aber herumgekommen ist, wird an Klugheit dazugewinnen.
12 Vieles habe ich bei meinem Reisen gesehen und größer als meine Worte ist meine Einsicht.
13 Öfter kam ich in Todesgefahr und ich wurde deswegen gerettet.
14 Der Geist derer, die den Herrn fürchten, wird leben,
15 denn ihre Hoffnung setzten sie auf ihren Retter.
16 Wer den Herrn fürchtet, braucht vor nichts Angst zu haben und er braucht nicht zu verzagen, denn er ist seine Hoffnung.
17 Selig, der den Herrn fürchtet.
18 An wem hält er sich fest und wer ist seine Stütze?
19 Die Augen des Herrn ruhen auf denen, die ihn lieben; er ist ein machtvoller Schutzschild, eine starke Stütze, Schutz vor Hitze und Schatten am Mittag, Bewahrung vor dem Straucheln und Hilfe vor dem Fall;
20 er richtet die Seele auf und die Augen, er schenkt Heilung des Lebens und Segen.

Opfer, Ethos und Gebet

21 Wer ein Opfer von unrechtem Gut darbringt, dessen Gabe ist mit Makel behaftet,
22 denn Gaben der Gesetzlosen finden kein Gefallen.
23 An Gaben der Gottlosen hat der Höchste kein Gefallen, auch vergibt er nicht Sünden aufgrund einer Fülle an Opfern.
24 Man opfert den Sohn vor den Augen des Vaters, wenn man ein Opfer darbringt vom Gut der Armen.
25 Kärgliches Brot ist das Leben der Armen, wer es ihnen raubt, ist ein Blutsauger.
26 Den Nächsten mordet, wer ihm den Unterhalt wegnimmt,
27 und Blut vergießt, wer einem Lohnarbeiter den Lohn raubt.
28 Einer baut auf und einer reißt nieder - was haben sie mehr davon gehabt als Mühe?
29 Einer betet und einer flucht - auf wessen Stimme wird der Gebieter hören?
30 Wer ein Tauchbad nach der Berührung mit einem Toten nimmt und ihn wieder anfasst - was hat ihm das Waschen genützt?
31 So ist ein Mensch, der wegen seiner Sünden fastet, zurückkehrt und sie wieder begeht. Wer wird sein Gebet erhören? Was nützt es ihm, dass er sich gedemütigt hat?
1 Kap. 34 in G als Kap. 31 gezählt.
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