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Einheitsübersetzung 2016

Herrschaft und ihre Grenzen

1 Ein weiser Richter wird sein Volk erziehen und die Herrschaft eines Verständigen wird wohl geordnet sein.
2 Wie der Richter des Volkes, so seine Beamten, und wie das Oberhaupt einer Stadt, so alle ihre Bewohner.
3 Ein ungebildeter König wird sein Volk zugrunde richten, aber durch den Verstand von Mächtigen wird eine Stadt bewohnbar.
4 In der Hand des Herrn liegt die Macht über die Erde, er wird zur rechten Zeit den geeigneten Menschen auf ihr erwecken.
5 In der Hand des Herrn liegt der Erfolg eines Mannes, auf den Schriftgelehrten legt er seinen Ruhm.
6 Zürne nicht dem Nächsten wegen irgendeines Unrechts! Vollbringe nie Taten des Hochmuts!
7 Vor dem Herrn und den Menschen ist Stolz verhasst, Unrecht gilt beiden als Verfehlung.
8 Königsherrschaft wechselt von Volk zu Volk wegen Ungerechtigkeiten, Überheblichkeiten und Reichtümern; denn es gibt nichts Gesetzloseres als den Geldgierigen, dieser macht sogar seine eigene Seele käuflich.
9 Was überhebt sich Erde und Staub? Noch während seines Lebens werfe ich seine Eingeweide heraus.
10 Eine lang andauernde Krankheit verspottet den Arzt: Heute König und morgen wird er sterben.
11 Wenn der Mensch stirbt, wird ihm sein Los zuteil: Maden, wilde Tiere und Würmer.
12 Des Stolzes Anfang beim Menschen ist es, sich zu entfernen vom Herrn, und sein Herz hat sich von seinem Schöpfer abgewandt.
13 Denn des Stolzes Anfang ist Sünde, und wer sich an ihr festhält, wird Gräuel ausgießen. Deswegen hat der Herr für sie unvorstellbare Schläge bereit und er hat sie am Ende vernichtet:
14 Der Herr hat Throne von Herrschern umgestürzt und hat die Sanftmütigen an ihre Stelle gesetzt.
15 Wurzeln von Völkern hat der Herr ausgerissen und hat statt ihrer Demütige eingepflanzt.
16 Lebensräume der Völker hat der Herr vernichtet, er hat sie bis zu den Fundamenten der Erde zerstört.
17 Er hat manche von ihnen weggeführt und vernichtet, ihr Andenken hat er von der Erde ausgelöscht.
18 Stolz ist nicht geschaffen worden für Menschen, aber ebenso wenig wütender Zorn für die von Frauen Geborenen.

Wahre Ehre und Würde

19 Welche Nachkommen sind geachtet? Die Nachkommen des Menschen. Welche Nachkommen sind geachtet? Die den Herrn fürchten. Welche Nachkommen sind verachtet? Die Nachkommen des Menschen. Welche Nachkommen sind verachtet? Die die Gebote übertreten.
20 Inmitten von Brüdern ist ihr Anführer geehrt und die den Herrn fürchten in dessen Augen.
21 Anfang der Annahme ist die Furcht des Herrn, Anfang der Verstoßung aber sind Verhärtung und Stolz.
22 Reicher, Angesehener und Armer - ihr Ruhm ist die Furcht des Herrn.1
23 Es ist nicht recht, einen verständigen Armen zu verachten, und es ist nicht angebracht, einen sündigen Mann zu ehren.
24 Ein Vornehmer, ein Richter und ein Machthaber werden geehrt, doch keiner von ihnen ist größer als der, der den Herrn fürchtet.
25 Einem weisen Sklaven werden Freie zu Diensten sein und ein kluger Mann wird nicht murren.
26 Gebärde dich nicht weise bei deiner Arbeit und rühme dich nicht, auch wenn du in Bedrängnis bist!
27 Besser einer, der arbeitet und an allem Überfluss hat, als einer, der herumstolziert, sich rühmt und kein Brot zu essen hat.
28 Kind! Bring dich in Bescheidenheit zu Ehren! Teil dir entsprechend deines Wertes Ehre zu!
29 Wer wird den rechtfertigen, der gegen sich selbst sündigt? Wer wird den rühmen, der sein eigenes Leben nicht in Ehren hält?
30 Ein Armer wird gerühmt wegen seines Wissens, ein Reicher wird gerühmt wegen seines Reichtums.
31 Der eine ist in Armut gerühmt worden - um wie viel mehr im Reichtum? Der andere ist ruhmlos im Reichtum - um wie viel mehr in Armut?
1 10,22 Reicher, Angesehener und Armer: G; Neuankömmling, Fremder und Armer: vgl. H.
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