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Einheitsübersetzung 2016

Gott als Keltertreter aus Edom

1 Wer ist es, der aus Edom kommt, aus Bozra in rot gefärbten Gewändern? Er schreitet in prächtigen Kleidern, in seiner gewaltigen Kraft. Ich bin es, der Gerechtigkeit verkündet, ich bin stark, um zu retten.1
2 Warum ist dein Gewand so rot, sind deine Kleider wie die eines Mannes, der die Kelter tritt?
3 Ich allein trat die Kelter; von den Völkern war niemand bei mir. Da zertrat ich sie voll Zorn, zerstampfte sie in meiner Wut. Ihr Saft spritzte auf meine Kleider und ich befleckte alle meine Gewänder.
4 Denn ein Tag der Vergeltung lag mir im Sinn und das Jahr meiner Erlösten war gekommen.
5 Ich sah mich um, doch es gab keinen Helfer; ich war bestürzt, aber es gab keinen, der mich stützte. Da half mir mein eigener Arm und meine Wut, sie stützte mich.
6 Da zerstampfte ich Völker in meinem Zorn, machte sie trunken in meiner Wut und ließ ihren Saft zur Erde rinnen.

Klage des Volkes und Anrufung Gottes als Vater

7 Die Taten der Huld des HERRN will ich preisen, die Ruhmestaten des HERRN, gemäß allem, was der HERR uns erwiesen hat, seine große Güte, die er dem Haus Israel nach seiner Barmherzigkeit und seiner großen Huld erwiesen hat.
8 Er sagte: Gewiss, sie sind mein Volk, Kinder, die nicht treulos handeln. So wurde er ihnen zum Retter.
9 In all ihrer Bedrängnis war auch er bedrängt und der Engel seines Angesichts hat sie gerettet. In seiner Liebe und seinem Mitleid hat er selbst sie erlöst. Er hat sie emporgehoben und sie getragen in all den Tagen der Vorzeit.
10 Sie aber lehnten sich auf und betrübten seinen heiligen Geist. Da wandelte er sich ihnen zum Feind; er selbst führte Krieg gegen sie.
11 Da dachte man an die Tage der Vorzeit, an Mose, an sein Volk: Wo ist der, der sie heraufgeführt hat aus dem Meer, zusammen mit dem Hirten seiner Schafe? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in sein Inneres gelegt hat,
12 der sie an der rechten Seite des Mose gehen ließ mit prachtvollem Arm, der die Wasser vor ihnen zerteilte, um sich einen ewigen Namen zu machen,
13 der sie durch die Fluten gehen ließ wie Pferde durch die Wüste, ohne dass sie strauchelten?
14 Wie das Vieh, das ins Tal hinabsteigt, so ließ sie der Geist des HERRN zur Ruhe kommen. So führtest du dein Volk, um dir einen prachtvollen Namen zu machen.
15 Blick vom Himmel herab und sieh her von deiner heiligen, prachtvollen Wohnung! Wo ist dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht? Dein großes Mitgefühl und dein Erbarmen - sie bleiben mir versagt!
16 Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns, Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, Unser Erlöser von jeher ist dein Name.
17 Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbbesitz sind!
18 Für eine kurze Zeit haben unsere Feinde dein heiliges Volk in Besitz genommen; dein Heiligtum haben sie zertreten.
19 Wir sind geworden wie die, über die du nie geherrscht hast, über denen dein Name nie ausgerufen wurde. Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen, sodass die Berge vor dir erzitterten,
1 63,1 er schreitet: vermuteter Text nach Symmachus, Vg; er spreizt sich: H.
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