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Einheitsübersetzung 2016

Spruch über die Vernichtung Babels

1 Ausspruch über Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat:
2 Auf einem kahlen Berg stellt ein Feldzeichen auf, erhebt ihnen die Stimme, schwingt die Hand, auf dass sie einziehen durch die Tore der Edlen!
3 Ich selbst habe meine Geheiligten aufgeboten, habe sogar meine Helden zu meinem Zorngericht gerufen, die über meine Hoheit frohlocken.
4 Horch, Getümmel auf den Bergen gleich einem zahlreichen Volk. Horch, Getöse von Königreichen, Nationen versammeln sich. Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer.
5 Sie kommen aus einem fernen Land, vom Ende des Himmels: der HERR und die Waffen seines Zorns, um die ganze Erde zu verwüsten.
6 Schreit auf, denn der Tag des HERRN ist nahe; er kommt wie eine zerstörende Macht vom Allmächtigen.
7 Darum erschlaffen alle Hände und jedes Menschenherz verzagt.
8 Sie sind bestürzt; sie werden von Krämpfen und Wehen befallen, wie eine Gebärende winden sie sich. Einer starrt den andern an, wie Flammen glühen ihre Gesichter.
9 Siehe, der Tag des HERRN kommt, voll Grausamkeit, Grimm und glühendem Zorn, um die Erde zur Wüste zu machen, und ihre Sünder vertilgt er von ihr.
10 Die Sterne und Sternbilder am Himmel lassen ihr Licht nicht leuchten. Die Sonne ist dunkel bei ihrem Aufgang und der Mond lässt sein Licht nicht scheinen.
11 Dann werde ich am Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Frevlern ihre Schuld. Dem Hochmut der Stolzen mache ich ein Ende und erniedrige die Hoheit der Tyrannen.
12 Die Menschen mache ich seltener als Feingold, die Menschenkinder rarer als Golderz aus Ofir.
13 Darum werde ich den Himmel erzittern lassen und die Erde wird beben, weg von ihrem Ort, wegen des Grimms des HERRN der Heerscharen am Tag seines glühenden Zorns.
14 Wie aufgescheuchte Gazellen, wie Schafe, die niemand sammelt, so wendet sich jeder zu seinem Volk, so flieht jeder in sein Land.
15 Jeder, der gefunden wird, wird durchbohrt und jeder, der aufgegriffen wird, fällt durch das Schwert.
16 Ihre Kleinkinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert, ihre Frauen geschändet.
17 Siehe, ich stachle die Meder gegen sie auf, denen das Silber nichts gilt und das Gold nichts bedeutet.
18 Und Bogen werden junge Männer niederstrecken; mit der Leibesfrucht haben sie kein Erbarmen, mit Kindern hat ihr Auge kein Mitleid.
19 Und Babel, die Zierde der Königreiche, die hochmütige Pracht der Chaldäer, wird wie Sodom und Gomorra sein, als Gott sie zerstörte.
20 Für immer wird sie unbewohnt sein, bis zu den fernsten Generationen wird sie nicht mehr besiedelt. Nicht einmal ein Beduine schlägt dort sein Zelt auf und Hirten lassen dort nicht lagern.
21 Aber Wüstentiere werden dort lagern, ihre Häuser werden voller Eulen sein, Strauße wohnen dort und Bocksgeister hüpfen dort umher.
22 Hyänen heulen in ihren Palästen und Schakale in den Lustschlössern. Ihre Zeit ist nahegekommen und ihre Tage verzögern sich nicht.
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