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Einheitsübersetzung 2016

Trauer anstelle von Festen

1 Israel, freue dich nicht, juble nicht wie die Völker! Denn du hast Unzucht getrieben und deinen Gott verlassen; auf allen Dreschtennen hast du den Lohn dafür geliebt.
2 Tenne und Kelter werden ihnen die Nahrung verweigern und der Most wird sie im Stich lassen.
3 Im Land des HERRN dürfen sie nicht mehr wohnen; Efraim muss nach Ägypten zurückkehren und in Assur müssen sie unreine Speisen essen.
4 Sie können dem HERRN kein Weinopfer mehr spenden, ihre Schlachtopfer werden von ihm nicht angenommen: Wie Brot der Totentrauer sind diese für sie: Alle, die davon essen, werden unrein. Ja, ihr Brot reicht nur für den eigenen Hunger, nichts davon kommt in das Haus des HERRN.
5 Was wollt ihr dann tun am Feiertag, am Festtag des HERRN?
6 Ja, sie sind weggegangen wegen der Verwüstung; doch Ägypten wird sie einsammeln, Memfis sie begraben. Was sie an Kostbarem mit ihrem Silber erwarben - das Unkraut wird sich seiner bemächtigen und Dornen werden in ihren Zelten wachsen.
7 Gekommen sind die Tage der Strafe, gekommen sind die Tage der Vergeltung; Israel wird es erleben. Sie sagen: Der Prophet ist ein Narr, der Geistesmann ist verrückt. Zur Fülle deiner Schuld kommt die Größe der Feindseligkeit hinzu.
8 Der Späher Efraims ist bei meinem Gott: der Prophet. Die Falle des Vogelstellers ist auf all seinen Wegen, Feindseligkeit ist sogar im Haus seines Gottes.
9 Sie haben eine tiefe Grube gegraben wie in den Tagen von Gibea. Doch der HERR wird ihrer Schuld gedenken und sie heimsuchen für ihre Sünden.

Efraims Verwerfung

10 Wie man Trauben findet in der Wüste, so fand ich Israel; wie die erste Frucht am jungen Feigenbaum, so sah ich eure Väter. Sie aber kamen nach Baal-Pegor und weihten sich der Schande; da wurden sie so abscheulich wie der, den sie liebten.
11 Efraim - wie ein Vogel fliegt seine Herrlichkeit davon: Es gibt keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis.
12 Selbst wenn sie ihre Kinder großziehen, mache ich sie kinderlos - kein Mensch ist mehr da. Ja, weh auch ihnen selbst, wenn ich mich von ihnen abwende.
13 Efraim - wie ich es sah, sollte es eine Palme werden, gepflanzt in der Oase. Aber nun ist Efraim dazu da, seine Kinder dem Schlächter zuzuführen.
14 Gib ihnen, HERR, was du ihnen geben willst: Gib ihnen unfruchtbaren Mutterschoß und vertrocknete Brüste!
15 Ihre ganze Bosheit geschah in Gilgal, dort habe ich sie hassen gelernt. Ihrer bösen Taten wegen vertreibe ich sie aus meinem Haus. Nie mehr werde ich sie lieben. Aufrührer sind alle ihre Regierenden.
16 Efraim ist zerschlagen, seine Wurzeln sind verdorrt, Frucht bringen sie nicht mehr hervor. Auch wenn sie gebären, töte ich das kostbare Gut ihres Mutterleibes.
17 Mein Gott wird sie verstoßen, weil sie nicht auf ihn hörten; Umherirrende werden sie sein unter den Völkern.
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