Hilfe

Einheitsübersetzung 2016

Umwandlung der Unheilsbotschaft in eine Heilsbotschaft

1 Einst werden die Söhne Israels so zahlreich sein wie der Sand am Meer, der nicht zu messen und nicht zu zählen ist. Und dort, wo man zu ihnen sagt: Ihr seid nicht mein Volk, wird man zu ihnen sagen: Söhne des lebendigen Gottes seid ihr.
2 Die Söhne Judas werden sich gemeinsam mit den Söhnen Israels versammeln, für sich ein einziges Oberhaupt bestimmen und aus dem Land heraufziehen. Ja, groß wird der Tag Jesreels sein.
3 Sagt zu euren Brüdern: Ammi - mein Volk - und zu euren Schwestern: Ruhama - Erbarmen - .

Gottes Prozess gegen das untreue Israel

4 Verklagt eure Mutter, verklagt sie! Denn sie ist nicht meine Frau und ich bin nicht ihr Mann. Sie soll von ihrem Gesicht die Zeichen ihrer Unzucht beseitigen und zwischen ihren Brüsten die Zeichen ihres Ehebruchs.
5 Sonst ziehe ich sie nackt aus und stelle sie hin wie am Tag ihrer Geburt, ich mache sie wie die Wüste und lasse sie werden wie verdorrtes Land, ich lasse sie sterben vor Durst.
6 Auch mit ihren Kindern habe ich kein Erbarmen; denn Kinder der Unzucht sind sie.
7 Ja, ihre Mutter hat Unzucht getrieben; die mit ihnen schwanger war, hat Schändliches getan. Denn sie hat gesagt: Ich will meinen Liebhabern hinterhergehen. Sie geben mir Brot und Wasser, Wolle und Leinen, Öl und Getränke.
8 Darum versperre ich dir den Weg mit Dornengestrüpp und verbaue ihn mit einer Mauer, sodass sie ihre Pfade nicht mehr findet.
9 Dann wird sie ihren Liebhabern nachrennen, aber sie nicht einholen. Sie wird sie suchen, aber nicht finden. Dann wird sie sagen: Ich will gehen und zu meinem ersten Mann zurückkehren; denn damals ging es mir besser als jetzt.
10 Aber sie hat nicht erkannt, dass ich es war, der ihr das Korn und den Most und das Öl gab, der sie mit Silber überhäufte und mit Gold, das man dann für den Baal verbrauchte.
11 Darum werde ich mir mein Korn zurückholen zu seiner Zeit und meinen Most zu seiner Jahreszeit; ich werde ihr meine Wolle und mein Leinen entreißen, die ihre Blöße verhüllen sollten.
12 Dann werde ich ihre Scham vor den Augen ihrer Liebhaber aufdecken. Niemand kann sie meiner Hand entreißen.
13 Ich werde all ihrer Freude ein Ende machen: ihrem Feiertag, ihrem Neumondfest, ihrem Sabbat, all ihren festlichen Tagen.
14 Und ich werde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verwüsten. Das, wovon sie gesagt hat: Das ist mein Lohn, den meine Liebhaber mir gegeben haben, das alles werde ich zur Wildnis machen; die Tiere des Feldes fressen es kahl.
15 Ich werde sie heimsuchen wegen der Tage, an denen sie den Baalen Räucheropfer dargebracht hat; sie hat ihren Ring und ihren Schmuck angelegt und ist ihren Liebhabern hinterhergegangen, mich aber hat sie vergessen - Spruch des HERRN.
16 Darum will ich selbst sie verlocken. Ich werde sie in die Wüste gehen lassen und ihr zu Herzen reden.
17 Von dort aus werde ich ihr ihre Weinberge wiedergeben. Das Achor-Tal werde ich für sie zum Tor der Hoffnung machen. Dort wird sie mir antworten wie in den Tagen ihrer Jugend, wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog.

Israels Zukunft

18 An jenem Tag - Spruch des HERRN - wirst du zu mir sagen: Mein Mann! Und du wirst nicht mehr zu mir sagen: Mein Baal.
19 Ich werde die Namen der Baale in ihrem Mund beseitigen, sodass niemand mehr ihre Namen anruft.
20 Ich schließe zu ihren Gunsten an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels und den Kriechtieren des Erdbodens. Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen und aus dem Land verbannen und sie in Sicherheit schlafen lassen.1
21 Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen,
22 ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den HERRN erkennen.
23 An jenem Tag - Spruch des HERRN - will ich antworten: Ich will dem Himmel antworten und der Himmel wird der Erde antworten,
24 die Erde wird dem Korn, dem Wein und dem Öl antworten und diese werden Jesreel antworten.
25 Ich werde sie für mich im Land aussäen, mich über Lo-Ruhama - Kein Erbarmen - erbarmen und zu Lo-Ammi - Nicht-mein-Volk - werde ich sagen: Du bist mein Volk! und er wird sagen: Du bist mein Gott!2
1 2,20 zu ihren Gunsten, wörtlich: für sie, d. h. für die Israeliten.
2 2,25 sie: Gemeint ist die Frau (V. 21–22). Sie symbolisiert die Israeliten, deren Vermehrung hier angekündigt wird.
© 2017 ERF Medien