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Einheitsübersetzung 2016

Krankheit und Leid als Weg zu Gott

1 Dann fuhr Elihu fort und sprach:
2 Warte ein wenig, ich will es dir künden, ich habe für Gott noch mehr zu sagen.
3 Ich trage mein Wissen weit hinaus, meinem Schöpfer verschaffe ich Recht.
4 Denn wahrhaftig, meine Worte sind kein Trug, ein Mann vollkommenen Wissens steht vor dir.
5 Sieh, Gott ist gewaltig, er verwirft nicht, gewaltig ist die Kraft seines Herzens.
6 Den Frevler lässt er nicht am Leben, doch den Gebeugten schafft er Recht.
7 Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten; Könige auf dem Thron: für immer setzt er sie ein, sie werden groß.
8 Doch sind in Fesseln sie geschlagen, gefangen in des Elends Stricken,
9 so hält er ihnen ihr Tun vor und ihre Vergehen, weil sie stolz geworden.
10 Er öffnet ihr Ohr zur Warnung, fordert sie auf, vom Bösen zu lassen.
11 Wenn sie hören und ihm dienen, vollenden sie im Glück ihre Tage, in Wonnen ihre Jahre.
12 Hören sie nicht, so fahren sie zum Todesschacht hinab, verscheiden im Unverstand.
13 Ruchlos Gesinnte hegen Groll, schreien nicht um Hilfe, wenn er sie fesselt.
14 Schon in der Jugend muss ihre Seele sterben, ihr Leben im Alter von Geweihten.
15 Den Geplagten rettet er durch seine Plage und öffnet durch Bedrängnis sein Ohr.
16 Auch dich hat er aus dem Rachen der Bedrängnis gelockt, in Weite stehst du, nicht in Enge, voll ist dein Tisch von fetten Speisen.
17 Das Gericht über den Frevler hat sich an dir erfüllt, Gericht und Urteil haben zugefasst.
18 Zornglut verführe dich nicht beim Schicksalsschlag und reiches Lösegeld verleite dich nicht.
19 Wird dein Schreien aus der Not dich führen und alle Anstrengungen voll Kraft?
20 Sehne nicht die Nacht herbei, in der Völker hinaufsteigen von ihrer Stätte!
21 Hüte dich und wende dich nicht zum Bösen! Denn du wirst durch Leid geprüft.

Über Gottes Größe

22 Sieh, groß ist Gott in seiner Macht. Wer ist ein Lehrer wie er?
23 Wer will ihm weisen seinen Weg? Wer kann ihm sagen: Du tust Unrecht?
24 Denk daran, hoch sein Werk zu preisen, von dem die Menschen Lieder singen.
25 Alle Welt schaut es, von ferne nur erblickt es der Mensch.
26 Sieh, Gott ist groß, wir begreifen ihn nicht, unerforschlich ist die Zahl seiner Jahre.
27 Denn er zieht die Wassertropfen herauf, als Regen ergießen sie sich aus dem Dunst.
28 Durch ihn rieseln die Wolken, träufeln nieder auf die vielen Menschen.
29 Wer gar versteht der Wolke Schweben, den Donnerhall aus seinem Zelt?
30 Sieh, darüber breitet er sein Licht und deckt des Meeres Wurzeln zu.
31 Denn damit richtet er die Völker, gibt Speise in reicher Fülle.
32 Mit Licht füllt er beide Hände, bietet sie auf gegen den, der angreift.
33 Ihn kündigt an sein lauter Schall, wenn er im Zorn gegen den Frevel eifert.1
1 36,33 vermuteter Text.
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