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Einheitsübersetzung 2016

Ijobs angebliche Freveltaten

1 Da antwortete Elifas von Teman und sprach:
2 Kann denn der Mensch Gott nützen? Nein, sich selber nützt der Kluge.
3 Ist es dem Allmächtigen von Wert, dass du gerecht bist, ist es für ihn Gewinn, wenn du unsträfliche Wege gehst?
4 Wegen deiner Gottesfurcht sollte er dich strafen, vor Gericht mit dir gehen?
5 Ist nicht groß deine Bosheit, ohne Ende dein Verschulden?
6 Du pfändest ohne Grund deine Brüder, ziehst Nackten ihre Kleider aus.
7 Den Durstigen tränkst du nicht mit Wasser, dem Hungernden versagst du das Brot.
8 Dem Mann der Faust gehört das Land, der Günstling darf darin wohnen.
9 Witwen hast du weggeschickt mit leeren Händen, der Verwaisten Arme zerschlagen.
10 Deswegen liegen Fallstricke rings um dich her und jäher Schrecken ängstigt dich
11 oder Finsternis, worin du nicht siehst, und Wasserflut, die dich bedeckt.

Allwissender Gott

12 Ist Gott nicht wie der Himmel hoch? Schau, wie die höchsten Sterne ragen.
13 Und da sagst du: Was weiß denn Gott? Richtet er denn durch das dunkle Gewölk?
14 Wolken umhüllen ihn, sodass er nicht sieht, am Himmelskreis geht er einher.
15 Willst du dem Pfad der Vorzeit folgen, den die Männer des Unheils zogen,
16 die vor der Zeit dahingerafft wurden, über deren Grund sich ein Strom ergoss,
17 die zu Gott sagten: Weiche von uns! und: Was kann uns der Allmächtige tun?
18 Und doch, er hat ihre Häuser mit Gütern gefüllt. Der Plan der Frevler ist mir fern.
19 Die Gerechten werden es sehen und sich freuen, der Unschuldige wird sie verspotten:
20 Wahrhaftig, vernichtet sind unsere Gegner, ihren Rest hat das Feuer verzehrt.

Mahnung zu Umkehr und Demut

21 Werde sein Freund und halte Frieden! Nur dadurch kommt das Gute dir zu.
22 Nimm doch Weisung an aus seinem Mund, leg dir seine Worte ins Herz:
23 Kehrst du zum Allmächtigen um, so wirst du aufgerichtet. Hältst Unrecht deinem Zelt du fern,
24 wirfst in den Staub das Edelgold, zum Flussgestein das Feingold,
25 dann wird der Allmächtige dein Edelgold und erlesenes Silber für dich sein.
26 Dann wirst du am Allmächtigen dich erfreuen und zu Gott dein Angesicht erheben.
27 Flehst du ihn an, so hört er dich und du wirst deine Gelübde erfüllen.
28 Was du beschließt, trifft ein, Licht strahlt über deinen Wegen auf.
29 Wer hochmütig redet, den erniedrigt man, doch hilft er dem, der die Augen senkt.
30 Er rettet den, der schuldlos ist; durch deiner Hände Reinheit wird er gerettet.
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