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Elberfelder Bibel

Gute Nachricht Bibel

Schlachter 2000

Vom Umgang mit Gott und dem Nächsten

1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel und sage zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
3 Ihr sollt jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten; und meine Sabbate sollt ihr halten. Ich bin der HERR, euer Gott. -
4 Ihr sollt euch nicht zu den Götzen1 wenden, und gegossene Götter sollt ihr euch nicht machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
5 Und wenn ihr ein Heilsopfer2 dem HERRN opfert, opfert es so, dass es euch zum Wohlgefallen vor Gott dient.
6 An dem Tag, an dem ihr es opfert, und am nächsten Tag soll es gegessen werden. Was aber bis zum dritten Tag übrig bleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.
7 Und wenn es irgend am dritten Tag gegessen wird, ist es Unreines3; es4 wird nicht als wohlgefällig betrachtet werden.
8 Wer es isst, wird seine Schuld tragen, denn das Heilige des HERRN hat er entweiht; und diese Person5 soll ausgerottet werden aus ihren Völkern6.
9 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und darfst keine Nachlese deiner Ernte halten.
10 Und in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
11 Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den anderen.
12 Und ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwören, dass du den Namen deines Gottes entweihen würdest. Ich bin der HERR. -
13 Du sollst deinen Nächsten nicht unterdrücken7 und sollst ihn nicht berauben; der Lohn des Tagelöhners darf über Nacht bis zum Morgen nicht bei dir bleiben.
14 Du sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden kein Hindernis legen, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR. -
15 Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun; du sollst die Person des Geringen nicht bevorzugen und die Person des Großen nicht ehren8; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
16 Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen9 umhergehen. Du sollst nicht gegen das Blut deines Nächsten auftreten10. Ich bin der HERR. -
17 Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst11.
18 Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.
19 Meine Ordnungen sollt ihr halten. Dein Vieh von zweierlei Art sollst du sich nicht begatten lassen12; dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Samen besäen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen.
20 Und wenn ein Mann bei einer Frau zur Begattung liegt, und sie ist eine Sklavin, einem Mann verlobt13, und sie ist keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, dann besteht Schadenersatzpflicht. Sie sollen nicht getötet werden, denn sie ist nicht frei gewesen.
21 Und er soll dem HERRN sein Schuldopfer an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen, einen Widder als Schuldopfer.
22 Und der Priester soll für ihn mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN Sühnung erwirken für seine Sünde, die er begangen hat; und in Bezug auf seine Sünde14, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.
23 Und wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume zur Speise pflanzt, dann sollt ihr ihre Früchte als ihre Vorhaut unbeschnitten lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, sie dürfen nicht gegessen werden.
24 Im vierten Jahr sollen all ihre Früchte dem HERRN eine heilige Festgabe15 sein.
25 Und im fünften Jahr sollt ihr ihre Früchte essen, damit ihr Ertrag euch den Gewinn vermehrt. Ich bin der HERR, euer Gott.
26 Ihr sollt Fleisch nicht zusammen mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.
27 Ihr sollt nicht den Rand eures Haupthaares16 rund scheren, und den Rand deines Bartes sollst du nicht verderben.
28 Und einen Einschnitt wegen eines Toten17 sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte18 Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.
29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, sie zur Hurerei anzuhalten, dass das Land nicht Hurerei treibt und das Land voll Schandtaten wird.
30 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der HERR.
31 Ihr sollt euch nicht zu den Totengeistern19 und zu den Wahrsagern20 wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen21 unrein zu machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
32 Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person22 eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR.
33 Und wenn ein Fremder bei dir - in eurem Land - als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken.
34 Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.
35 Ihr sollt nicht Unrecht tun im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht und im Hohlmaß.
36 Gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Efa und gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe.
37 Und so sollt ihr all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun. Ich bin der HERR.
1 w. den Nichtigen
2 o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer; o. Friedensopfer
3 d. h. kultisch unrein gewordenes Opferfleisch
4 d. i. das Opfer
5 o. Seele
6 d. h. aus ihrer Volksgemeinschaft
7 o. erpressen; o. übervorteilen; vgl. Kap. 5,23
8 w. das Gesicht des Geringen sollst du nicht erheben und das Gesicht des Großen nicht auszeichnen
9 w. unter deinen Völkern
10 d. h. dem Nächsten nach dem Leben trachten
11 w. Sünde trägst. - Andere üs.: und sollst Sünde auf ihm nicht ertragen
12 d. h. verschiedene Arten nicht kreuzen
13 w. für einen anderen Mann bestimmt
14 w. von seiner Sünde weg
15 w. ein heiliges Freudenfest. - Dieses Fest wurde am Ende der Ernte gefeiert.
16 w. Kopfes
17 w. für die Seele
18 o. tätowierte
19 o. zu den Totenbeschwörern
20 w. Wissenden, o. Erkennenden
21 o. durch sie
22 w. das Gesicht

»Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«

1 Der Herr sagte zu Mose:
2 »Richte der ganzen Gemeinde Israel aus, was ich ihr zu sagen habe: ›Ihr sollt heilig sein; denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.1
3 Jeder soll seine Mutter und seinen Vater ehren und den wöchentlichen Ruhetag, meinen Sabbat, beachten. Ich bin der Herr, euer Gott!
4 Wendet euch nicht anderen Göttern zu und macht euch keine Götterbilder. Ich bin der Herr, euer Gott!
5 Wenn ihr mir zu Ehren ein Opfermahl feiert, dann haltet euch an die Vorschriften, damit euer Opfer euch mein Wohlwollen bringt.
6 Esst das Opferfleisch am Tag der Schlachtung und auch noch am Tag danach; aber was am dritten Tag noch übrig ist, muss verbrannt werden.
7 Wenn jemand dann noch davon isst, nehme ich das ganze Opfer nicht an; es ist mir zuwider.
8 Wer davon isst, lädt Schuld auf sich. Er hat entweiht, was mir, dem Herrn, heilig ist. Damit hat er sein Leben verwirkt und muss aus seinem Volk ausgestoßen werden.
9 Wenn ihr erntet, sollt ihr euer Feld nicht bis an den Rand abernten und keine Nachlese halten.
10 Auch eure Weinberge sollt ihr nicht ganz ablesen und die heruntergefallenen Trauben nicht aufheben. Lasst etwas übrig für die Armen und für die Fremden bei euch. Ich bin der Herr, euer Gott!
11 Vergreift euch nicht an fremdem Eigentum. Belügt und betrügt einander nicht.
12 Missbraucht nicht meinen Namen, um etwas Unwahres zu beschwören; denn damit entweiht ihr ihn. Ich bin der Herr!
13 Erpresst und beraubt nicht eure Mitmenschen. Wenn jemand um Tageslohn für euch arbeitet, dann zahlt ihm seinen Lohn noch am selben Tag aus.
14 Sagt nichts Böses über einen Tauben, der es nicht hören und sich nicht wehren kann, und legt einem Blinden keinen Knüppel in den Weg. Nehmt meine Weisungen ernst: Ich bin der Herr!
15 Wenn ihr einen Rechtsfall zu entscheiden habt, dann haltet euch streng an das Recht. Bevorzugt weder den Armen und Schutzlosen noch den Reichen und Mächtigen. Wenn ihr als Richter2 über einen Mitmenschen das Urteil sprecht, darf allein die Gerechtigkeit den Maßstab abgeben.
16 Verbreitet keine Verleumdungen über eure Mitmenschen. Sucht niemand dadurch aus dem Weg zu schaffen, dass ihr vor Gericht falsche Anschuldigungen gegen ihn vorbringt. Ich bin der Herr!
17 Wenn du etwas gegen deinen Bruder oder deine Schwester3 hast, dann trage deinen Groll nicht mit dir herum. Rede offen mit ihnen darüber, sonst machst du dich schuldig.
18 Räche dich nicht an deinem Mitmenschen und trage niemand etwas nach. Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Ich bin der Herr!‹

Weitere Weisungen für Gottes heiliges Volk

19 ›Befolgt meine Anordnungen! Kreuzt nicht Tiere verschiedener Art miteinander. Sät nicht auf demselben Acker zwei verschiedene Sorten Saatgut. Tragt auch keine Kleidung, die aus zwei verschiedenen Garnen gewebt ist.
20 Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die einem anderen Mann zur Ehe zugesagt, aber noch nicht losgekauft oder freigelassen worden ist, dann muss er mir eine Wiedergutmachung leisten. Die beiden werden nicht mit dem Tod bestraft, weil die Frau noch nicht frei war.
21 Der Mann muss einen Schafbock als Wiedergutmachungsopfer zu mir an den Eingang des Heiligen Zeltes bringen.
22 Mit diesem Opfer bringt der Priester die Sache wieder ins Reine und ich, der Herr, vergebe dem Betreffenden seine Schuld.
23 Wenn ihr in euer Land kommt und Obstbäume pflanzt, sind die Früchte drei Jahre lang unrein und dürfen nicht gegessen werden.
24 Im vierten Jahr sollen alle Früchte als Dankopfer mir, dem Herrn, geweiht werden.
25 Vom fünften Jahr ab dürft ihr die Früchte essen. Wenn ihr so verfahrt, werden eure Bäume umso mehr Früchte tragen.4 Ich bin der Herr, euer Gott!
26 Esst kein Fleisch, in dem noch Blut ist. Treibt keine Wahrsagerei oder Zauberei.
27-28 Wenn ihr einen Toten beweint, sollt ihr nicht das Haar abschneiden, den Bart stutzen oder euch Einschnitte am Körper oder Tätowierungen machen.5 Ich bin der Herr!
29 Entehrt eure Töchter nicht dadurch, dass ihr sie zur Hurerei6 anhaltet. Sonst wird sich diese Unsitte über das ganze Land verbreiten und euer Land wird mir ein Gräuel.
30 Haltet den Sabbat in Ehren und entweiht nicht mein Heiligtum. Ich bin der Herr!
31 Wendet euch nicht an Wahrsager und an Leute, die die Geister der Toten befragen. Wer das tut, macht sich unrein. Ich bin der Herr, euer Gott!
32 Steht ehrerbietig auf, wenn ein Mensch mit grauem Haar zu euch tritt. Begegnet den Alten mit Achtung und fürchtet euren Gott. Ich bin der Herr!
33 Unterdrückt nicht die Fremden, die bei euch im Land leben,
34 sondern behandelt sie genau wie euresgleichen. Jeder von euch soll seinen fremden Mitbürger lieben wie sich selbst. Denkt daran, dass auch ihr in Ägypten Fremde gewesen seid. Ich bin der Herr, euer Gott!
35-36 Übervorteilt niemand und verwendet keine falschen Maße und Gewichte. Eure Waage muss stimmen, und die Gewichtssteine und die Längen- und Hohlmaße7 müssen genau der Norm entsprechen. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten herausgeführt hat!
37 Richtet euch in allem nach meinen Geboten und Weisungen und befolgt sie. Ich bin der Herr!‹«
1 Die Heiligkeit, d.h. Vollkommenheit Gottes verlangt vom Menschen, der sich ihm nahen will, nach Kap 11–15 eine bestimmte äußere, körperliche »Reinheit«. Schon in Kap 18 und jetzt noch deutlicher wird ein Schritt darüber hinaus getan: Das ganze Leben des Gottesvolkes soll dem Wesen seines Gottes angemessen sein; siehe die Sacherklärung »«. Die Anweisungen gipfeln in dem berühmten Liebesgebot (Vers 18b; vgl. Mt 22,39).
2 Das waren ursprünglich alle freien Männer eines Orts; die Rechtsprechung wurde von ihnen gemeinsam ausgeübt (durch Abstimmung; vgl. noch Mk 14,64).
3 Wörtlich gegen deinen Bruder.
4 Wenn ihr so verfahrt ...: oder Von da an gehört der Ertrag euch.
5 Die hier untersagten Trauerbräuche (siehe ) stehen im Zusammenhang mit abergläubischen Vorstellungen, für die in Israel kein Raum ist.
6 Siehe Sacherklärung »« und »geweiht(2)«.
7 Hohlmaße: Erwähnt werden und als die Grundmaße für Getreide und Flüssigkeiten wie Wein und Olivenöl (siehe für beides die Sacherklärungen).
8 w. das Gesicht des Geringen sollst du nicht erheben und das Gesicht des Großen nicht auszeichnen
9 w. unter deinen Völkern
10 d. h. dem Nächsten nach dem Leben trachten
11 w. Sünde trägst. - Andere üs.: und sollst Sünde auf ihm nicht ertragen
12 d. h. verschiedene Arten nicht kreuzen
13 w. für einen anderen Mann bestimmt
14 w. von seiner Sünde weg
15 w. ein heiliges Freudenfest. - Dieses Fest wurde am Ende der Ernte gefeiert.
16 w. Kopfes
17 w. für die Seele
18 o. tätowierte
19 o. zu den Totenbeschwörern
20 w. Wissenden, o. Erkennenden
21 o. durch sie
22 w. das Gesicht

Heiligung des Lebenswandels

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott!
3 Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der HERR, bin euer Gott.
4 Ihr sollt euch nicht an die Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen, denn ich, der HERR, bin euer Gott.
5 Und wenn ihr dem HERRN ein Friedensopfer schlachten wollt, sollt ihr es so opfern, dass es euch wohlgefällig macht.
6 Es soll aber an dem Tag gegessen werden, an dem ihr es opfert, und am folgenden Tag; was aber bis zum dritten Tag übrig bleibt, das soll mit Feuer verbrannt werden.
7 Wenn aber dennoch am dritten Tag davon gegessen wird, so ist es ein Gräuel und wird nicht als wohlgefällig angenommen werden;
8 und wer davon isst, wird seine Schuld tragen, weil er das entheiligt hat, was dem HERRN heilig ist, und eine solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.
9 Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und keine Nachlese nach deiner Ernte halten.
10 Auch sollst du nicht Nachlese halten in deinem Weinberg, noch die abgefallenen Beeren deines Weinberges auflesen, sondern du sollst es dem Armen und dem Fremdling lassen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
11 Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen noch einander betrügen!
12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, sodass du den Namen deines Gottes entheiligst! Ich bin der HERR.
13 Du sollst deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben. Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen.
14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und dem Blinden keinen Anstoß in den Weg legen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR!
15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten gerecht richten.
16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du sollst auch nicht auftreten gegen das Blut deines Nächsten!1 Ich bin der HERR.
17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst!
18 Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der HERR.
19 Meine Satzungen sollt ihr halten. Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen, und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.
20 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihr beiwohnt, und sie ist eine Dienstmagd und einem Mann verlobt, doch nicht losgekauft, und die Freiheit ist ihr nicht geschenkt, so soll eine Bestrafung stattfinden, aber sie sollen nicht sterben; denn sie ist nicht frei gewesen.
21 Er soll aber sein Schuldopfer dem HERRN vor den Eingang der Stiftshütte bringen, einen Widder als Schuldopfer.
22 Und der Priester soll ihm Sühnung erwirken mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN wegen der Sünde, die er begangen hat; so wird ihm wegen seiner Sünde, die er getan hat, vergeben werden.
23 Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, sollt ihr die [ersten] Früchte derselben als Unbeschnittenheit betrachten; drei Jahre lang sollt ihr sie für unbeschnitten achten, sie dürfen nicht gegessen werden;
24 im vierten Jahr aber sollen alle ihre Früchte heilig sein zu einer Jubelfeier für den HERRN;
25 erst im fünften Jahr sollt ihr die Früchte essen, damit der Ertrag für euch umso größer wird; ich, der HERR, bin euer Gott.
26 Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben.
27 Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum abschneiden, auch sollst du den Rand deines Bartes nicht beschädigen.
28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine [abgeschiedene] Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen! Ich bin der HERR.
29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zur Unzucht anhältst, damit das Land nicht Unzucht treibt und voller Schandtaten wird!
30 Haltet meine Sabbattage und fürchtet mein Heiligtum! Ich bin der HERR.
31 Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Alten ehren; und du sollst dich fürchten vor deinem Gott! Ich bin der HERR.
33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Land wohnen wird, so sollt ihr ihn nicht bedrücken.
34 Der Fremdling, der sich bei euch aufhält, soll euch gelten, als wäre er bei euch geboren, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten. Ich, der HERR, bin euer Gott.
35 Ihr sollt euch nicht vergreifen am Recht noch am Längenmaß, noch am Gewicht, noch am Hohlmaß.
36 Rechte Waage, gutes Gewicht, richtiges Epha2 und gerechtes Hin3 sollt ihr haben! Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe;
37 darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte halten und tun! Ich bin der HERR.
1 d.h. als falscher Zeuge den Nächsten eines todeswürdigen Vergehens beschuldigen, damit er der Todesstrafe verfällt.
2 ein Hohlmaß für Getreide.
3 ein Hohlmaß für Flüssigkeiten.
4 Wenn ihr so verfahrt ...: oder Von da an gehört der Ertrag euch.
5 Die hier untersagten Trauerbräuche (siehe ) stehen im Zusammenhang mit abergläubischen Vorstellungen, für die in Israel kein Raum ist.
6 Siehe Sacherklärung »« und »geweiht(2)«.
7 Hohlmaße: Erwähnt werden und als die Grundmaße für Getreide und Flüssigkeiten wie Wein und Olivenöl (siehe für beides die Sacherklärungen).
8 w. das Gesicht des Geringen sollst du nicht erheben und das Gesicht des Großen nicht auszeichnen
9 w. unter deinen Völkern
10 d. h. dem Nächsten nach dem Leben trachten
11 w. Sünde trägst. - Andere üs.: und sollst Sünde auf ihm nicht ertragen
12 d. h. verschiedene Arten nicht kreuzen
13 w. für einen anderen Mann bestimmt
14 w. von seiner Sünde weg
15 w. ein heiliges Freudenfest. - Dieses Fest wurde am Ende der Ernte gefeiert.
16 w. Kopfes
17 w. für die Seele
18 o. tätowierte
19 o. zu den Totenbeschwörern
20 w. Wissenden, o. Erkennenden
21 o. durch sie
22 w. das Gesicht
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