Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Psalm 71

1 Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen. Lass mich niemals beschämt werden!
2 In deiner Gerechtigkeit rette mich und befreie mich! Neige dein Ohr zu mir und hilf mir.
3 Sei mir ein Fels zur Wohnung1, zu dem ich immer kommen kann! Du hast geboten, mich zu retten2. Denn mein Fels und meine Burg bist du.
4 Mein Gott, befreie mich aus der Hand des Gottlosen, aus der Faust des Ungerechten und des Gewalttätigen.
5 Denn meine Hoffnung bist du3, Herr; HERR, meine Zuversicht von meiner Jugend an.
6 Auf dich habe ich mich gestützt von Mutterschoße an, vom Mutterleib hast du mich entbunden4; dir gilt stets mein Lobgesang.
7 Vielen bin ich wie ein Wunder; du aber bist meine starke Zuflucht.
8 Mein Mund ist voll von deinem Lob, von deinem Ruhm den ganzen Tag.
9 Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; beim Schwinden meiner Kraft verlass mich nicht!
10 Denn meine Feinde haben über mich geredet, und die nach meinem Leben trachten, miteinander beratschlagt.
11 Sie sagen: Gott hat ihn verlassen! Verfolgt und ergreift ihn, denn kein Retter ist da!
12 Gott, sei nicht fern von mir; mein Gott, eile mir zur Hilfe!
13 Zuschanden werden, vergehen sollen, die meine Seele beschuldigen; in Hohn und Schande sollen sich hüllen, die mein Unglück suchen!
14 Ich aber will beständig harren und all dein Lob vermehren.
15 Mein Mund soll erzählen deine Gerechtigkeit, dein Retten den ganzen Tag. Denn ich kenne ihre Zahl5 nicht.
16 Ich will kommen mit den Machttaten des Herrn, HERRN. Ich will preisen deine Gerechtigkeit, dich allein.
17 Gott! Du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkündige ich deine Wundertaten.
18 Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlass mich nicht, Gott, bis ich verkündige deinen Arm der künftigen Generation, allen, die da kommen werden, deine Macht
19 und deine Gerechtigkeit, Gott, bis zur Höhe, der du große Dinge getan hast, Gott, wer ist wie du?
20 Der du uns viele und unheilvolle Nöte hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben und uns aus den Tiefen der Erde wieder heraufführen.
21 Du wirst meine Größe mehren und dich wenden und mich trösten.
22 Dann will auch ich dich preisen mit der Harfe, preisen deine Treue6, mein Gott! Ich will dir spielen mit der Zither, du Heiliger Israels!
23 Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele, und meine Seele, die du erlöst hast.
24 Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag; denn beschämt, denn mit Scham sind bedeckt worden, die mein Unglück suchen. //
1 Andere Üs. mit Textkorr.: ein Fels der Zuflucht
2 o. einzugehen für immer hast du geboten, um mir zu helfen
3 Mas. T. teilt den V. an dieser Stelle: bist du; Herr, HERR, meine Zuversicht
4 Mas. T. w. von meiner Mutter Leibe bist du mein Abschneider. - Naheliegend wäre die Üs.: seitdem du mich vom Mutterleib entbunden hast
5 Das hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Die Bedeutung "Zahl" ist aus dem Wortstamm abgeleitet.
6 o. Wahrheit

Alt und schutzlos?

1 Bei dir, HERR, suche ich Schutz, lass meine Feinde nicht über mich triumphieren!
2 Du bist ein gerechter Gott, darum hilf mir und rette mich! Höre mein Gebet und komm mir zu Hilfe!
3 Bring mich in Sicherheit und beschütze mich wie in einem Haus, in das ich jederzeit kommen kann! Du hast doch beschlossen, mich zu retten! Ja, du bist mein schützender Fels, meine sichere Burg.
4 Mein Gott, die Gottlosen haben mich in ihrer Gewalt. Brutal, wie sie sind, schrecken sie vor keinem Unrecht zurück. Rette mich doch aus ihren Klauen!
5 Du bist meine Hoffnung, HERR, dir vertraue ich von Kindheit an!
6 Ja, seit meiner Geburt bist du mein Halt. Vom ersten Tag an hast du für mich gesorgt. Darum will ich dich loben mein Leben lang.
7 Viele, die meine Not sahen, mussten denken: Gott hat ihn verworfen! Aber du hast dich als machtvoller Beschützer erwiesen.
8 Darum will ich dich vor anderen loben, den ganzen Tag will ich dich rühmen.
9 Verstoße mich nicht, jetzt, wo ich alt geworden bin; verlass mich nicht, wenn meine Kräfte nun schwinden!
10 Meine Feinde wollen mich umbringen; schon tun sie sich zusammen und planen einen Anschlag.
11 »Gott hat ihn aufgegeben«, sagen sie. »Los, ihm nach! Packt ihn! Jetzt hat er keinen mehr, der ihm beisteht!«
12 Gott, warum bist du so weit weg? Mein Gott, komm mir schnell zu Hilfe!
13 Mit allen Mitteln kämpfen sie gegen mich – lass sie scheitern und umkommen! Nichts lassen sie unversucht, um mich ins Unglück zu stürzen. Bring Schimpf und Schande über sie!
14 Nie werde ich aufhören, auf dich zu hoffen – immer mehr will ich dich loben.
15 Vor allen rede ich davon, dass du für Recht sorgst! Den ganzen Tag will ich erzählen, wie du aus der Not befreist; ja, du tust viel mehr, als ich jemals aufzählen kann!
16 Deine machtvollen Taten will ich rühmen, HERR, mein Gott! Auf dich ist Verlass – das allein werde ich weitersagen!
17 Von Jugend auf bist du mein Lehrer gewesen, und bis heute erzähle ich von deinen Wundertaten.
18 Lass mich auch jetzt nicht im Stich, o Gott, jetzt, wo ich alt und grau geworden bin! Ich möchte meinen Kindern und Enkeln noch erzählen, wie groß und mächtig du bist!
19 Gott, deine Treue umschließt Himmel und Erde. Du hast große Dinge getan! Wer ist wie du?
20 Not und Elend hast du mir zwar nicht erspart, aber du erhältst mich am Leben und bewahrst mich vor dem sicheren Tod.
21 Du tröstest mich und bringst mich wieder zu Ehren, ja, du schenkst mir größeres Ansehen als zuvor.
22 Darum will ich dir mit dem Spiel auf der Harfe danken. Ich lobe deine Treue, du, mein Gott! Zum Klang der Laute will ich dir singen, dir, dem heiligen Gott Israels!
23 Ich juble vor Freude, wenn ich von dir singe, denn du hast mich erlöst.
24 Den ganzen Tag will ich davon reden, wie treu und gerecht du bist. Alle, die mich ins Unglück stürzen wollten, mussten dabei kläglich scheitern. Mit Schimpf und Schande wurden sie überhäuft!
1 Andere Üs. mit Textkorr.: ein Fels der Zuflucht
2 o. einzugehen für immer hast du geboten, um mir zu helfen
3 Mas. T. teilt den V. an dieser Stelle: bist du; Herr, HERR, meine Zuversicht
4 Mas. T. w. von meiner Mutter Leibe bist du mein Abschneider. - Naheliegend wäre die Üs.: seitdem du mich vom Mutterleib entbunden hast
5 Das hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Die Bedeutung "Zahl" ist aus dem Wortstamm abgeleitet.
6 o. Wahrheit

Bitte um Gottes Hilfe im Alter

1 HERR, ich traue auf dich, lass mich nimmermehr zuschanden werden.
2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir heraus, neige deine Ohren zu mir und hilf mir!
3 Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen kann, / der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.
4 Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.
5 Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an.
6 Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; / du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Dich rühme ich immerdar.
7 Ich bin für viele wie ein Zeichen; aber du bist meine starke Zuversicht.
8 Lass meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.
9 Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlass mich nicht, wenn ich schwach werde.
10 Denn meine Feinde reden über mich, und die auf mich lauern, beraten sich miteinander
11 und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jagt ihm nach und ergreift ihn, denn da ist kein Erretter!
12 Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile, mir zu helfen!
13 Schämen sollen sich und umkommen, die mir feind sind; mit Schimpf und Schande sollen überschüttet werden, die mein Unglück suchen.
14 Ich aber will immer harren und mehren all deinen Ruhm.
15 Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann.
16 Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein.
17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.
18 Auch verlass mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.
19 Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der du große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich?
20 Du lässest mich erfahren viel Angst und Not und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde.
21 Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
22 So will auch ich dir danken mit Saitenspiel für deine Treue, mein Gott; ich will dir zur Harfe lobsingen, du Heiliger Israels.
23 Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
24 Auch meine Zunge soll täglich reden von deiner Gerechtigkeit; denn zu Schmach und Schande werden, die mein Unglück suchen.
1 Andere Üs. mit Textkorr.: ein Fels der Zuflucht
2 o. einzugehen für immer hast du geboten, um mir zu helfen
3 Mas. T. teilt den V. an dieser Stelle: bist du; Herr, HERR, meine Zuversicht
4 Mas. T. w. von meiner Mutter Leibe bist du mein Abschneider. - Naheliegend wäre die Üs.: seitdem du mich vom Mutterleib entbunden hast
5 Das hebr. Wort kommt nur an dieser Stelle vor. Die Bedeutung "Zahl" ist aus dem Wortstamm abgeleitet.
6 o. Wahrheit
© 2017 ERF Medien