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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Psalm 50

1 Ein Psalm. Von Asaf. Gott1, Gott, der HERR, hat geredet und die Erde gerufen, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
2 Aus Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahlt.
3 Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer frisst vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig.
4 Er ruft dem Himmel droben und der Erde zu, um sein Volk zu richten:
5 "Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer!"
6 Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, dass Gott Richter ist, er selbst. //
7 "Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will dich verwarnen2! Ich bin Gott, dein Gott.
8 Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, auch deine Brandopfer sind beständig vor mir.
9 Ich nehme keinen Stier aus deinem Haus, noch Böcke aus deinen Hürden.
10 Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen3.
11 Ich kenne alle Vögel der Berge, und was sich tummelt im Feld, ist mir bekannt.
12 Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen; denn mein ist die Welt und ihre Fülle.
13 Sollte ich das Fleisch von Stieren4 essen und das Blut von Böcken trinken?
14 Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde;
15 und rufe mich an am Tag der Not; ich will dich retten, und du wirst mich verherrlichen!"
16 Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: "Was hast du meine Ordnungen herzusagen und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
17 Du hast ja die Zucht5 gehasst und meine Worte hinter dich geworfen.
18 Sahst du einen Dieb, so befreundetest6 du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hattest du Gemeinschaft.
19 Deinen Mund schicktest du los zum Bösen, und deine Zunge spannte Betrug7 davor.
20 Du saßest da, redetest gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus.
21 Das hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du. Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen.
22 Merket doch dies, die ihr Gott vergesst, damit ich nicht zerreiße, und keiner kann retten!
23 Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg8; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen."
1 hebr. el
2 o. als Zeuge gegen dich auftreten
3 o. auf den Rinderbergen. - Die hebr. Wörter für "tausend" und "Rinder" sind gleich.
4 eigentlich: von Starken
5 o. Unterweisung; o. Zurechtweisung
6 LXX: du liefst mit ihm
7 o. Hinterlist
8 o. und wer einen Weg bahnt. - Ein paar Handschr. und Üs. lesen "dort", also: dort ist ein Weg

Frömmigkeit ohne Selbstbetrug

1 Ein Lied von Asaf. Gott, der HERR, der Mächtige, spricht; er ruft die Welt vom Osten bis zum Westen.
2 Auf dem Zion, dem schönsten aller Berge, erscheint Gott in strahlendem Glanz.
3 Ja, unser Gott kommt, er wird nicht länger schweigen. Ein verheerendes Feuer lodert vor ihm her, um ihn tobt ein schwerer Sturm.
4 Himmel und Erde ruft er zu Zeugen, denn über sein Volk hält er Gericht:
5 »Versammelt alle, die zu mir gehören!«, verkündet er, »alle, die mit mir den Bund geschlossen haben! Damals schworen sie mir Treue und Gehorsam und bekräftigten es mit einem Opfer.«
6 Der Himmel kann bezeugen, dass Gott im Recht ist, wenn er jetzt als Richter vor sein Volk tritt:
7 »Höre, Israel, nun rede ich! Mein Volk, ich klage dich an, ich, dein Gott!
8 Nicht wegen deiner Schlachtopfer weise ich dich zurecht, auch deine Brandopfer bringst du mir regelmäßig.
9 Doch ich brauche deine Opfer nicht – weder die Stiere aus deinem Stall noch die Böcke von deiner Weide.
10 Denn alle Tiere gehören mir ohnehin: das Wild in Wald und Feld, die Tiere auf den Bergen und Hügeln.
11 Ich kenne jeden Vogel unter dem Himmel und auch die vielen kleinen Tiere auf den Wiesen.
12 Selbst wenn ich Hunger hätte, würde ich dich um nichts bitten; denn die ganze Welt gehört mir und alles, was es dort gibt.
13 Denkst du wirklich, ich wollte Fleisch von Stieren essen und Blut von Böcken trinken?
14 Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; erfülle die Versprechen, die du mir, dem Höchsten, gegeben hast!
15 Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.«
16 Wer aber Gott die Treue bricht, zu dem sagt er: »Was erlaubst du dir eigentlich? Du sagst immer wieder meine Gebote auf und berufst dich auf meinen Bund.
17 Doch meine Zurechtweisung willst du nicht hören; du tust, was du willst, und verwirfst meine Ordnungen.
18 Mit Dieben machst du gemeinsame Sache, und mit Ehebrechern schließt du Freundschaft.
19 Gemeine Reden kommen dir leicht über die Lippen, du betrügst schon, wenn du nur den Mund aufmachst!
20 Deine Mitmenschen bringst du in Verruf, sogar deinen eigenen Bruder verleumdest du.
21 Bis jetzt habe ich zu deinem Treiben geschwiegen, darum dachtest du, ich sei wie du. Aber nun weise ich dich zurecht und halte dir deine Untreue vor Augen.
22 Ihr habt mich vergessen, euren Gott. Hört doch auf das, was ich sage; sonst werde ich euch vernichten. Dann kommt jede Rettung zu spät!
23 Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich wirklich ehrt. Er macht den Weg frei, auf dem ich ihm Rettung bringe!«
1 hebr. el
2 o. als Zeuge gegen dich auftreten
3 o. auf den Rinderbergen. - Die hebr. Wörter für "tausend" und "Rinder" sind gleich.
4 eigentlich: von Starken
5 o. Unterweisung; o. Zurechtweisung
6 LXX: du liefst mit ihm
7 o. Hinterlist
8 o. und wer einen Weg bahnt. - Ein paar Handschr. und Üs. lesen "dort", also: dort ist ein Weg

Der rechte Gottesdienst

1 Ein Psalm Asafs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
2 Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
3 Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter.
4 Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle:
5 »Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.«
6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter. Sela.
7 »Höre, mein Volk, lass mich reden; / Israel, ich will wider dich zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.
8 Nicht deiner Opfer wegen klage ich dich an – sind doch deine Brandopfer immer vor mir.
9 Ich will von deinem Hause Stiere nicht nehmen noch Böcke aus deinen Ställen.
10 Denn alles Wild im Walde ist mein und die Tiere auf den Bergen zu Tausenden.
11 Ich kenne alle Vögel auf den Bergen; und was sich regt auf dem Felde, ist mein.
12 Wenn mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdkreis ist mein und alles, was darauf ist.
13 Meinst du, dass ich Fleisch von Stieren essen wolle oder Blut von Böcken trinken?
14 Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde,
15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.«
16 Aber zum Frevler spricht Gott: / »Was redest du von meinen Geboten und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
17 da du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
18 Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
19 Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.
20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.
21 Das tust du und ich schweige; da meinst du, ich sei so wie du. Aber ich will dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen.
22 Begreift es doch, die ihr Gott vergesset, dass ich nicht hinraffe, und kein Retter ist da!
23 Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.«
1 hebr. el
2 o. als Zeuge gegen dich auftreten
3 o. auf den Rinderbergen. - Die hebr. Wörter für "tausend" und "Rinder" sind gleich.
4 eigentlich: von Starken
5 o. Unterweisung; o. Zurechtweisung
6 LXX: du liefst mit ihm
7 o. Hinterlist
8 o. und wer einen Weg bahnt. - Ein paar Handschr. und Üs. lesen "dort", also: dort ist ein Weg
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