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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Psalm 42

1 Dem Chorleiter. Ein Maskil1. Von den Söhnen Korachs.
2 Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen2, so lechzt meine Seele nach dir, Gott!
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht3?
4 Meine Tränen sind mein Brot geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott?
5 Daran will ich denken und vor mir ausschütten meine Seele, wie ich einherzog, in der Schar sie führte4 zum Hause Gottes, mit Klang des Jubels und Dankes - ein feierlicher Aufzug.
6 Was bist du so aufgelöst5, meine Seele, und stöhnst6 in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen für das Heil7 seines Angesichts.
7 Mein Gott8, aufgelöst9 in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar.
8 Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen.
9 Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: "Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?"
11 Wie10 Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?
12 Was bist du so aufgelöst11, meine Seele, und was stöhnst12 du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil13 meines Angesichts und meinen Gott.
1 s. Anm. zu Ps 32,1
2 w. über den Wasserbächen
3 so Mas. T.; vielleicht ist aber mit hebr. Handschr. und alten Üs. zu lesen: Wann werde ich kommen und Gottes Angesicht schauen
4 Der Mas. T. ist hier recht zweifelhaft. Die vorgeschlagene Üs. versucht, ihn zu halten. Manche schlagen vor, mit geringfügiger Abänderung der Konsonanten und Vokale zu lesen: vorbei am Versteck der Mächtigen (d. h. ungefährdet)
5 o. gebeugt
6 o. bist unruhig
7 w. Rettungen, o. Heilstaten
8 Bei anderer Vers- und Wortabtrennung lautet der Text wie in V. 12 und Ps 43,5.
9 o. gebeugt
10 so mit leichter Änderung des Konsonantentextes; w. Bei, o. Mit
11 o. gebeugt
12 o. bist unruhig
13 w. Rettungen, o. Heilstaten
1 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken.
2 Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, o Gott!
3 Ja, ich dürste nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich in seinen Tempel kommen? Wann darf ich wieder vor ihn treten?
4 Tag und Nacht weine ich, Tränen sind meine einzige Speise, denn ständig verspottet man mich und fragt: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«
5 Es bricht mir das Herz, wenn ich an früher denke: Da ging ich dem großen Festzug voran und führte ihn zum Haus Gottes. Da konnte ich Gott zujubeln und ihm danken inmitten der Menge!
6 Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!
7 Mein Gott, ich bin völlig verzweifelt! Aus der Ferne des Jordanlandes denke ich voll Trauer an dich. Während ich auf dem Berg Misar im Hermongebirge stehe, gehen meine Gedanken zu dir.
8 Von den Bergen stürzen Wildbäche tosend in die Tiefe. Mir ist zumute, als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen.
9 Tagsüber seufze ich: »HERR, schenke mir deine Gnade!« Und nachts singe und bete ich zu Gott, in dessen Hand mein Leben liegt.
10 Gott, du bist doch mein einziger Halt! Warum hast du mich vergessen? Warum lässt du mich leiden unter der Gewalt meiner Feinde?
11 Ihr Hohn dringt mir ins Herz, wenn sie Tag für Tag fragen: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«
12 Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!

Sehnsucht nach Gott

14 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken.1
1 Der dreimal auftretende Refrain (Psalm 42,6.12; 43,5) lässt vermuten, dass die Psalmen 42 und 43 ursprünglich zusammengehörten.
2 w. über den Wasserbächen
3 so Mas. T.; vielleicht ist aber mit hebr. Handschr. und alten Üs. zu lesen: Wann werde ich kommen und Gottes Angesicht schauen
4 Der Mas. T. ist hier recht zweifelhaft. Die vorgeschlagene Üs. versucht, ihn zu halten. Manche schlagen vor, mit geringfügiger Abänderung der Konsonanten und Vokale zu lesen: vorbei am Versteck der Mächtigen (d. h. ungefährdet)
5 o. gebeugt
6 o. bist unruhig
7 w. Rettungen, o. Heilstaten
8 Bei anderer Vers- und Wortabtrennung lautet der Text wie in V. 12 und Ps 43,5.
9 o. gebeugt
10 so mit leichter Änderung des Konsonantentextes; w. Bei, o. Mit
11 o. gebeugt
12 o. bist unruhig
13 w. Rettungen, o. Heilstaten

Sehnsucht nach Gott

1 Eine Unterweisung der Korachiter, vorzusingen.
2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.
6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht.
7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, / darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermon, vom Berge Misar.
8 Deine Fluten rauschen daher, / und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
9 Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?
11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, / wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?
12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
1 Der dreimal auftretende Refrain (Psalm 42,6.12; 43,5) lässt vermuten, dass die Psalmen 42 und 43 ursprünglich zusammengehörten.
2 w. über den Wasserbächen
3 so Mas. T.; vielleicht ist aber mit hebr. Handschr. und alten Üs. zu lesen: Wann werde ich kommen und Gottes Angesicht schauen
4 Der Mas. T. ist hier recht zweifelhaft. Die vorgeschlagene Üs. versucht, ihn zu halten. Manche schlagen vor, mit geringfügiger Abänderung der Konsonanten und Vokale zu lesen: vorbei am Versteck der Mächtigen (d. h. ungefährdet)
5 o. gebeugt
6 o. bist unruhig
7 w. Rettungen, o. Heilstaten
8 Bei anderer Vers- und Wortabtrennung lautet der Text wie in V. 12 und Ps 43,5.
9 o. gebeugt
10 so mit leichter Änderung des Konsonantentextes; w. Bei, o. Mit
11 o. gebeugt
12 o. bist unruhig
13 w. Rettungen, o. Heilstaten
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