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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Psalm 30

1 Ein Psalm. Ein Lied zur Einweihung des Hauses1. Von David.
2 Ich will dich erheben, HERR, denn du hast mich emporgezogen und ließest meine Feinde sich nicht über mich freuen.
3 HERR, mein Gott, zu dir habe ich geschrien, und du hast mich geheilt.
4 HERR, du hast meine Seele aus dem Scheol heraufgeholt, hast mich am Leben erhalten und bewahrt vor dem Hinabfahren zur Grube2.
5 Spielt dem HERRN, ihr seine Frommen, und preist seinen heiligen Namen3!
6 Denn einen Augenblick stehen wir in seinem Zorn, ein Leben lang in seiner Gunst; am Abend kehrt Weinen ein4, und am Morgen ist Jubel da.
7 Ich zwar dachte in meiner Sorglosigkeit: "Niemals werde ich wanken."
8 HERR, in deiner Gunst hattest du mich auf feste Berge gestellt5. Du verbargst dein Angesicht, da wurde ich bestürzt.
9 Zu dir, HERR, rief ich, und zum Herrn flehte ich:
10 "Was für Gewinn bringt mein Blut, mein Hinabfahren in die Grube? Wird der Staub dich preisen? Wird er deine Treue6 verkünden?
11 Höre, HERR, und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer!"
12 Meine Wehklage hast du mir in Reigen verwandelt, mein Sacktuch7 hast du gelöst und mit Freude mich umgürtet,
13 damit meine Seele8 dich besinge und nicht schweige. HERR, mein Gott, in Ewigkeit will ich dich preisen.
1 nämlich des Tempels
2 Mehrere alte Üs. lesen: hast mich gerettet aus den zur Grube Hinabfahrenden
3 w. zu seiner heiligen Namensanrufung
4 "einkehren" w. übernachten, o. über Nacht bleiben
5 So mit der aram. Üs.; Mas. T.: hast du Kraft zu meinem Berg aufgerichtet
6 o. Wahrheit
7 Sacktuch als Trauerkleidung
8 w. Ehre, o. Würde; vgl. Ps 7,6; "meine" fehlt im Mas. T., steht aber in LXX

Vor dem sicheren Tod errettet

1 Ein Lied von David. Es wurde zur Einweihung des Tempels gesungen.
2 Ich will dich preisen, HERR, denn du hast mich aus der Tiefe heraufgezogen! Du hast meinen Feinden keinen Grund gegeben, sich über mein Unglück zu freuen.
3 HERR, mein Gott! Zu dir schrie ich um Hilfe, und du hast mich geheilt.
4 Ich war schon mehr tot als lebendig, doch du hast mich dem sicheren Tod entrissen und mir das Leben neu geschenkt.
5 Singt dem HERRN eure Lieder, alle, die ihr treu zu ihm steht! Lobt ihn und bezeugt: Er ist der heilige Gott!
6 Nur einen Augenblick streift uns sein Zorn, aber ein Leben lang währt seine Güte. Wenn wir am Abend noch weinen und traurig sind, so können wir am Morgen doch wieder vor Freude jubeln.
7 Als es mir gut ging, dachte ich selbstzufrieden: »Was kann mir schon passieren?«
8 Denn du, HERR, hattest mir Macht und Sicherheit verliehen, alles hatte ich deiner Güte zu verdanken. Dann aber hast du dich von mir abgewandt, und mich packte das Entsetzen.
9 Ich flehte um Erbarmen und schrie zu dir:
10 »Was hast du davon, wenn ich jetzt sterbe und man mich zu Grabe trägt? Kann ein Mensch dich noch loben, wenn er zu Staub zerfallen ist? Kann ein Toter noch von deiner Treue erzählen?
11 Höre mich, HERR, und sei mir gnädig! HERR, komm du mir zu Hilfe!«
12 Du hast mein Klagelied in einen Freudentanz verwandelt. Du hast mir die Trauerkleider ausgezogen und mich mit einem Festgewand bekleidet.
13 Nun kann ich dich mit meinen Liedern loben, nie will ich verschweigen, was du für mich getan hast. Immer und ewig will ich dir danken, HERR, mein Gott!
1 nämlich des Tempels
2 Mehrere alte Üs. lesen: hast mich gerettet aus den zur Grube Hinabfahrenden
3 w. zu seiner heiligen Namensanrufung
4 "einkehren" w. übernachten, o. über Nacht bleiben
5 So mit der aram. Üs.; Mas. T.: hast du Kraft zu meinem Berg aufgerichtet
6 o. Wahrheit
7 Sacktuch als Trauerkleidung
8 w. Ehre, o. Würde; vgl. Ps 7,6; "meine" fehlt im Mas. T., steht aber in LXX

Dank für Rettung aus Todesnot

1 Ein Psalm Davids, ein Lied zur Einweihung des Tempels.
2 Ich preise dich, HERR; denn du hast mich aus der Tiefe gezogen und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen.
3 HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.
4 HERR, du hast meine Seele geführt aus dem Reich des Todes; du hast mich aufleben lassen unter denen, die in die Grube fuhren.
5 Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen!
6 Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude.
7 Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken.
8 Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen / hattest du mich auf einen starken Fels gestellt. Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.
9 Zu dir, HERR, rief ich und flehte zu meinem Gott.
10 Was nützt dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkündigen?
11 HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer!
12 Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet,
13 dass ich dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
1 nämlich des Tempels
2 Mehrere alte Üs. lesen: hast mich gerettet aus den zur Grube Hinabfahrenden
3 w. zu seiner heiligen Namensanrufung
4 "einkehren" w. übernachten, o. über Nacht bleiben
5 So mit der aram. Üs.; Mas. T.: hast du Kraft zu meinem Berg aufgerichtet
6 o. Wahrheit
7 Sacktuch als Trauerkleidung
8 w. Ehre, o. Würde; vgl. Ps 7,6; "meine" fehlt im Mas. T., steht aber in LXX
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