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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Gott kommt mit seinem Boten ans Ziel

1 Und es missfiel Jona sehr, und er wurde zornig1.
2 Und er betete zum HERRN und sagte: Ach, HERR! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis2! Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte3, und einer, der sich das Unheil gereuen lässt.
3 Und nun, HERR, nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe4!
4 Und der HERR sprach: Ist es recht, dass du zornig bist?
5 Und Jona ging aus der Stadt hinaus und ließ sich östlich von der Stadt nieder. Und er machte sich dort eine Hütte; und er saß darunter im Schatten, bis er sähe, was mit der Stadt geschehen würde.
6 Da bestellte5 Gott, der HERR, einen Rizinus und ließ ihn über Jona emporwachsen, damit Schatten über seinem Kopf sei, ihn von seinem Missmut zu befreien. Und Jona freute sich über den Rizinus mit großer Freude.
7 Aber Gott bestellte6 am folgenden Tag einen Wurm, beim Aufgang der Morgenröte; der stach den Rizinus, so dass er verdorrte.
8 Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte7 Gott einen sengenden Ostwind, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, so dass er ermattet niedersank. Und er wünschte, dass seine Seele stürbe, und sagte: Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe8!
9 Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Rizinus zornig bist? Und er sagte: Mit Recht bin ich zornig bis zum Tod!
10 Und der HERR sprach: Du bist betrübt wegen des Rizinus9, um den du dich nicht gemüht und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging.
11 Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive10, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?
1 w. es entbrannte ihm der Zorn, o. es wurde ihm heiß
2 w. kam ich dir zuvor, . . . zu fliehen
3 o. an Gnade
4 w. mein Tod ist besser als mein Leben
5 o. bestimmte; o. entbot
6 o. bestimmte; o. entbot
7 o. bestimmte; o. entbot
8 w. mein Tod ist besser als mein Leben
9 o. Du hättest gern den Rizinus geschont
10 o. Und ich, ich sollte die große Stadt Ninive nicht schonen

Gottes Güte geht Jona zu weit

1 Jona aber ärgerte sich sehr darüber, voller Zorn
2 betete er: »Ach, HERR, habe ich das nicht gleich geahnt, als ich noch zu Hause war? Darum wollte ich ja auch so rasch wie möglich nach Tarsis fliehen! Ich wusste es doch: Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß, deine Liebe kennt kein Ende. Du lässt dich umstimmen und strafst dann doch nicht.
3 Darum lass mich nun sterben, HERR, das ist besser für mich als weiterzuleben!«
4 Aber der HERR erwiderte nur: »Ist es recht von dir, so wütend zu sein?«
5 Jona verließ Ninive. Östlich der Stadt machte er sich ein Laubdach und setzte sich darunter in den Schatten. Er wollte beobachten, was mit der Stadt geschehen würde.
6 Da ließ Gott, der HERR, eine Rizinusstaude über Jona hochwachsen. Sie sollte ihm noch mehr Schatten geben und seinen Missmut vertreiben. Jona freute sich sehr über die Pflanze.
7 Doch am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang ließ Gott einen Wurm die Wurzeln des Rizinus zerfressen, und die Staude wurde welk und dürr.
8 Als die Sonne aufging, schickte Gott einen glühend heißen Ostwind. Die Sonne brannte Jona so auf den Kopf, dass er erschöpft zusammenbrach. Er wünschte sich zu sterben und seufzte: »Wenn ich doch nur tot wäre, das wäre besser als weiterzuleben!«
9 Da fragte ihn Gott: »Ist es recht von dir, wegen dieser Rizinusstaude so zornig zu sein?« Jona antwortete: »Mit vollem Recht bin ich wütend, am liebsten wäre ich tot!«
10 Der HERR entgegnete: »Du hast dich mit dieser Staude keinen Augenblick abmühen müssen, nichts brauchtest du für sie zu tun. In einer Nacht ist sie gewachsen, und in der nächsten ging sie zugrunde. Trotzdem hättest du sie gerne verschont.
11 Ich aber sollte Ninive nicht verschonen, diese große Stadt, in der mehr als 120.000 Menschen leben, die Gut und Böse1 nicht unterscheiden können, und dazu noch so viele Tiere?«
1 Wörtlich: rechts und links.
2 w. kam ich dir zuvor, . . . zu fliehen
3 o. an Gnade
4 w. mein Tod ist besser als mein Leben
5 o. bestimmte; o. entbot
6 o. bestimmte; o. entbot
7 o. bestimmte; o. entbot
8 w. mein Tod ist besser als mein Leben
9 o. Du hättest gern den Rizinus geschont
10 o. Und ich, ich sollte die große Stadt Ninive nicht schonen

Jonas Unmut und Gottes Antwort

1 Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig
2 und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen.
3 So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.
4 Aber der HERR sprach: Meinst du, dass du mit Recht zürnst?
5 Und Jona ging zur Stadt hinaus und ließ sich östlich der Stadt nieder und machte sich dort eine Hütte; darunter setzte er sich in den Schatten, bis er sähe, was der Stadt widerfahren würde.
6 Gott der HERR aber ließ einen Rizinus wachsen; der wuchs über Jona, dass er Schatten gab seinem Haupt und ihn errettete von seinem Übel. Und Jona freute sich sehr über den Rizinus.
7 Aber am Morgen, als die Morgenröte anbrach, ließ Gott einen Wurm kommen; der stach den Rizinus, dass er verdorrte.
8 Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, dass er matt wurde. Da wünschte er sich den Tod und sprach: Ich möchte lieber tot sein als leben.
9 Da sprach Gott zu Jona: Meinst du, dass du mit Recht zürnst um des Rizinus willen? Und er sprach: Mit Recht zürne ich bis an den Tod.
10 Und der HERR sprach: Dich jammert der Rizinus, um den du dich nicht gemüht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb,
11 und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?
1 Wörtlich: rechts und links.
2 w. kam ich dir zuvor, . . . zu fliehen
3 o. an Gnade
4 w. mein Tod ist besser als mein Leben
5 o. bestimmte; o. entbot
6 o. bestimmte; o. entbot
7 o. bestimmte; o. entbot
8 w. mein Tod ist besser als mein Leben
9 o. Du hättest gern den Rizinus geschont
10 o. Und ich, ich sollte die große Stadt Ninive nicht schonen
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