Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

1 Das Volk, das im Dunkel lebt1, sieht ein großes Licht. Die im Land der Finsternis2 wohnen, Licht leuchtet über ihnen.
2 Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groß3. Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte, wie man jauchzt beim Verteilen der Beute.
3 Denn das Joch ihrer4 Last, den Stab auf ihrer Schulter, den Stock ihres Treibers zerbrichst5 du wie am Tag Midians.
4 Denn jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft, und jeder Mantel, in Blut gewälzt, verfällt dem Brand, wird ein Fraß des Feuers.
5 Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott6, Vater der Ewigkeit, Fürst7 des Friedens.
6 Groß ist die Herrschaft8, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.

Drohendes Gericht über Israel

7 Ein Wort sendet der Herr gegen Jakob, und in Israel fällt es nieder.
8 Und das ganze Volk erkennt es, Ephraim und die Bewohner von Samaria, die in Hochmut und mit überheblichen Herzen sagen:
9 Die Ziegelsteine sind gefallen, aber mit Quadern bauen wir auf. Die Sykomoren sind abgehauen, aber wir setzen Zedern an ihre Stelle9.
10 Doch der HERR wird die Gegner, nämlich Rezin, über es erhöhen und seine Feinde aufstacheln:
11 Aram von Osten und die Philister von Westen; die werden Israel fressen mit vollem Maul. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
12 Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt, und den HERRN der Heerscharen suchen sie nicht.
13 Da haut der HERR von Israel Kopf und Schwanz ab, Palmzweig und Binse an einem Tag.
14 Der Älteste und Angesehene, er ist der Kopf; und der Prophet, der Lüge lehrt, er ist der Schwanz.
15 Denn die Führer dieses Volkes werden zu Verführern und die von ihnen Geführten zu Verwirrten.
16 Darum wird sich der Herr über dessen junge Männer nicht freuen10, und über seine Waisen und Witwen wird er sich nicht erbarmen. Denn sie alle sind Gottlose und Übeltäter, und jeder Mund redet Torheit. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
17 Denn die Gottlosigkeit brennt wie Feuer: Dornen und Disteln verzehrt sie und zündet in den Dickichten des Waldes, dass sie emporwirbeln als hoch aufsteigender Rauch.
18 Durch den Grimm des HERRN der Heerscharen ist das Land verbrannt, und das Volk ist wie ein Fraß des Feuers geworden; keiner hat Mitleid mit dem andern.
19 Und man verschlingt zur Rechten und hungert, und man frisst zur Linken und wird nicht satt. Jeder frisst das Fleisch seines Nächsten11:
20 Manasse den Ephraim, und Ephraim den Manasse; diese miteinander zusammen aber fallen über Juda her. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
1 o. durch das Dunkel geht
2 Andere üs.: des Todesschattens
3 T.; Mas. T. enthält wohl einen Schreibfehler: Du vermehrst nicht die Nation, du machst die Freude groß. - Andere Handschr., die syr. und aram. Üs. lesen: Du vermehrst die Nation, machst ihr die Freude groß
4 w. seiner bzw. seines; d. i. des Volkes
5 w. zerschmetterst
6 o. Planer des Wunders; Gott, Held
7 w. Oberster
8 so mit LXX. Manche vermuten einen fünften Herrschernamen und lesen: Vermehrer des Reiches
9 o. Die Sykomorenbalken sind in Stücke geschlagen, aber wir setzen Zedernholz an ihre Stelle
10 Mit geringfügiger Änderung: nicht großmütig sein gegen die jungen Männer; Qu.: kein Mitleid empfinden mit den jungen Männern
11 so mit einer LXX-Ausgabe und Targum; Mas. T.: seines Armes
1 Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.
2 Du, Herr, machst Israel wieder zu einem großen Volk und schenkst ihnen überströmende Freude. Sie sind fröhlich wie nach einer reichen Ernte; sie jubeln wie nach einem Sieg, wenn die Beute verteilt wird.
3 So wie du Israel damals aus der Gewalt der Midianiter gerettet hast, so befreist du sie dann von der schweren Last der Fremdherrschaft. Du zerbrichst die Peitsche, mit der sie zur Zwangsarbeit getrieben werden.
4 Die Soldatenstiefel, die beim Marschieren so laut dröhnen, und all die blutverschmierten Kampfgewänder werden ins Feuer geworfen und verbrannt.
5 Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn »Wunderbarer Ratgeber«, »Starker Gott«, »Ewiger Vater«, »Friedensfürst«.
6 Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen. Auf dem Thron Davids wird er regieren und sein Reich auf Recht und Gerechtigkeit gründen, jetzt und für alle Zeit. Der HERR, der allmächtige Gott, wird dies eintreffen lassen, leidenschaftlich verfolgt er sein Ziel.

Der Zorn des Herrn hat sich noch nicht gelegt

7 Der Herr hat ein hartes Urteil über die Nachkommen von Jakob verhängt. Das Reich Israel wird es zu spüren bekommen,
8 ja, es wird die Bewohner von Israel und die Einwohner Samarias treffen. Voller Hochmut prahlen sie:
9 »Unsere Häuser aus Ziegelsteinen sind zwar zerstört, doch nun bauen wir uns neue aus Quadersteinen. Die knorrigen Maulbeerbäume wurden alle gefällt. Was soll’s, wir pflanzen Zedern dafür an!«
10 Darum hat der HERR die Feinde von König Rezin stark gemacht und sie gegen Israel zum Krieg angestachelt.
11 Die Syrer sind von Osten her ins Land eingefallen, und die Philister griffen von Westen an. Sie stürzten sich mit weit aufgerissenem Maul auf Israel und verschlangen ganze Stücke davon. Aber trotz allem hat sich Gottes Zorn nicht gelegt; noch ist seine strafende Hand erhoben.
12 Der HERR, der allmächtige Gott, bestraft sein Volk hart, aber es kehrt nicht zu ihm zurück, ja, es fragt nicht einmal nach ihm.
13-14 Darum wird der HERR an ein und demselben Tag Kopf und Schwanz von Israel abschlagen. Der Kopf, das sind die Führer des Volkes, die angesehenen Männer und Sippenoberhäupter; der Schwanz, das sind die angeblichen Propheten mit ihren falschen Weissagungen. Wie man die obersten Zweige der Palmen und die Binsen im Sumpf abschneidet, so wird Gott an einem Tag das ganze Volk vernichten.
15 Denn die Führer dieses Volkes sind nichts als Verführer. Wer sich ihnen anvertraut, wird in die Irre geleitet.
16 Darum verschont der Herr die jungen Männer nicht und hat kein Mitleid mit den Witwen und Waisen. Denn sie alle haben sich gegen ihn aufgelehnt, ihr ganzes Leben besteht aus Lug und Betrug. Aber noch hat sich Gottes Zorn nicht gelegt; noch ist seine strafende Hand erhoben.
17 Durch ihre Gottlosigkeit sprechen sie sich selbst das Urteil. Ihre Bosheit gleicht einer lodernden Flamme, die Unkraut und Dornensträucher verzehrt und das dichte Unterholz im Wald in Brand steckt, bis schwarze Rauchsäulen aufsteigen.
18 In seinem glühenden Zorn denkt der HERR, der allmächtige Gott, gar nicht daran, dieses Feuer einzudämmen. Zurück bleibt ein zerstörtes Land, ein Land, in dem jeder gegen jeden kämpft. Niemand kümmert sich um den anderen,
19 jeder will nur seinen Hunger stillen. Gierig und rücksichtslos fällt man über alles Essbare her und wird trotzdem nicht satt. Am Ende zerfleischen sie sich gegenseitig:
20 Die Leute vom Stamm Manasse stürzen sich auf den Stamm Ephraim, die von Ephraim gehen auf Manasse los, und zusammen fallen sie über Juda her. Und immer noch ist Gottes Zorn nicht gestillt; drohend schwebt seine Hand über diesem Volk.
1 o. durch das Dunkel geht
2 Andere üs.: des Todesschattens
3 T.; Mas. T. enthält wohl einen Schreibfehler: Du vermehrst nicht die Nation, du machst die Freude groß. - Andere Handschr., die syr. und aram. Üs. lesen: Du vermehrst die Nation, machst ihr die Freude groß
4 w. seiner bzw. seines; d. i. des Volkes
5 w. zerschmetterst
6 o. Planer des Wunders; Gott, Held
7 w. Oberster
8 so mit LXX. Manche vermuten einen fünften Herrschernamen und lesen: Vermehrer des Reiches
9 o. Die Sykomorenbalken sind in Stücke geschlagen, aber wir setzen Zedernholz an ihre Stelle
10 Mit geringfügiger Änderung: nicht großmütig sein gegen die jungen Männer; Qu.: kein Mitleid empfinden mit den jungen Männern
11 so mit einer LXX-Ausgabe und Targum; Mas. T.: seines Armes

Der Friedefürst wird verheißen

1 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
2 Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt.
3 Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians.
4 Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;
6 auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

Gottes Gericht über das Nordreich

7 Der Herr hat ein Wort gesandt zu Jakob, und es ist in Israel niedergefallen,
8 dass alles Volk es innewerde, Ephraim und die Bürger Samarias, die da sagen in Hochmut und stolzem Sinn:
9 Ziegelsteine sind gefallen, aber wir wollen's mit Quadern wieder bauen. Man hat Maulbeerbäume abgehauen, aber wir wollen Zedern an ihre Stelle setzen.
10 Doch der HERR machte stark gegen sie ihre Bedränger, nämlich Rezin, und ihre Feinde stachelte er auf,
11 die Aramäer von vorn und die Philister von hinten, und sie fraßen Israel mit vollem Maul. Bei all dem kehrte sich sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
12 Aber das Volk kehrte nicht um zu dem, der es schlug, und fragte nicht nach dem HERRN Zebaoth.
13 Darum hieb der HERR von Israel Kopf und Schwanz ab, Ast und Stumpf, auf einen Tag.
14 Die Ältesten und die Vornehmen sind der Kopf, die Propheten aber, die falsch lehren, sind der Schwanz.
15 Denn die Leiter dieses Volks wurden Verführer, und die sich leiten ließen, wurden verwirrt.
16 Darum kann sich der Herr über ihre junge Mannschaft nicht freuen noch ihrer Waisen und Witwen sich erbarmen; denn sie sind allzumal gottlos und böse, und aller Mund redet Torheit. Bei all dem kehrte sich sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
17 Denn die Bosheit loderte wie Feuer und verzehrte Dornen und Disteln; sie zündete den dichten Wald an, der aufging im hohen Rauch.
18 Im Zorn des HERRN Zebaoth verbrannte das Land, und das Volk wurde ein Fraß des Feuers; keiner schonte den andern.
19 Sie verschlangen zur Rechten und litten Hunger; sie fraßen zur Linken und wurden doch nicht satt. Ein jeder fraß das Fleisch seines Arms,
20 Manasse den Ephraim, Ephraim den Manasse, und sie beide miteinander gegen Juda. Bei all dem kehrte sich sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
1 o. durch das Dunkel geht
2 Andere üs.: des Todesschattens
3 T.; Mas. T. enthält wohl einen Schreibfehler: Du vermehrst nicht die Nation, du machst die Freude groß. - Andere Handschr., die syr. und aram. Üs. lesen: Du vermehrst die Nation, machst ihr die Freude groß
4 w. seiner bzw. seines; d. i. des Volkes
5 w. zerschmetterst
6 o. Planer des Wunders; Gott, Held
7 w. Oberster
8 so mit LXX. Manche vermuten einen fünften Herrschernamen und lesen: Vermehrer des Reiches
9 o. Die Sykomorenbalken sind in Stücke geschlagen, aber wir setzen Zedernholz an ihre Stelle
10 Mit geringfügiger Änderung: nicht großmütig sein gegen die jungen Männer; Qu.: kein Mitleid empfinden mit den jungen Männern
11 so mit einer LXX-Ausgabe und Targum; Mas. T.: seines Armes
© 2017 ERF Medien