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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Gericht über Edom und andere Völker

1 Wer ist der, der von Edom kommt, von Bozra in grellroten Kleidern, er, der prächtig ist in seinem Gewand, der stolz einherzieht in der Fülle seiner Kraft? - Ich bin es, der in Gerechtigkeit redet, der mächtig ist zu retten1.
2 Warum ist Rot an deinem Gewand und sind deine Kleider wie die eines Keltertreters?
3 Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Völkern war kein Mensch bei mir. Ich zertrat sie2 in meinem Zorn und zerstampfte sie in meiner Erregung. Und ihr Saft spritzte auf meine Kleider, und ich besudelte mein ganzes Gewand.
4 Denn der Tag der Rache war in meinem Herzen, und das Jahr meiner Vergeltung3 war gekommen.
5 Und ich blickte umher, aber da war keiner, der half. Und ich wunderte mich, aber da war keiner, der mich unterstützte. Da hat mein Arm mir geholfen, und mein Grimm, der hat mich unterstützt.
6 Und ich trat die Völker nieder in meinem Zorn und machte sie trunken in meiner Erregung, und ich ließ ihren Saft zur Erde rinnen.

Bußgebet um Erneuerung der Gnadenerweise Gottes

7 Ich will die Gnadenerweise des HERRN bekennen4, die Ruhmestaten des HERRN, nach allem, was der HERR uns erwiesen hat, und die große Güte gegen das Haus Israel, die er ihnen erwiesen hat nach seinen Erbarmungen und nach der Fülle seiner Gnadenerweise.
8 Er sprach: Fürwahr, mein Volk sind sie, Söhne, die nicht trügerisch handeln werden. Und er wurde ihnen zum Retter
9 in all ihrer Not5. Nicht Bote noch Engel - er selbst6 hat sie gerettet.7 In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.
10 Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Da wandelte er sich ihnen zum Feind: Er selbst kämpfte gegen sie.
11 Da dachte man wieder an die Tage der Vorzeit, an Mose und sein Volk8: "Wo ist der, der den Hirten9 seiner Herde aus dem Meer heraufführte10? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in ihre Mitte gab11,
12 der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose einherziehen ließ, der das Wasser vor ihnen spaltete, um sich einen ewigen Namen zu machen,
13 der sie durch die Tiefen12 ziehen ließ so sicher wie Pferde in der Steppe, die nicht stürzen?
14 Wie das Vieh, das in das Tal hinabzieht, brachte der Geist des HERRN sie13 zur Ruhe. So hast du dein Volk geleitet, um dir einen herrlichen Namen zu machen."
15 Blicke vom Himmel herab und sieh von der Wohnstätte deiner Heiligkeit und deiner Majestät! Wo sind dein Eifer und deine Machttaten? Die Regung deines Innern und deine Erbarmungen halten sich zurück mir gegenüber.
16 Denn du bist unser Vater. Denn Abraham weiß nichts von uns, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, unser Erlöser von alters her, das ist dein Name14.
17 Warum, HERR, lässt du uns von deinen Wegen abirren, verhärtest unser Herz, dass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück deiner Knechte, der Stämme deines Erbteils wegen!
18 Für eine kleine Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsere Gegner15 haben dein Heiligtum zertreten.
19 Wir sind wie solche geworden, über die du von alters her nicht geherrscht hast, über denen dein Name nicht ausgerufen ist. Ach, dass du den Himmel zerrissest, herabstiegest, so dass vor deinem Angesicht die Berge erbeben
1 Eine griech. Üs. und Vulg.: der den Rechtsstreit führt, um zu helfen
2 d. h. die Völker
3 w. Blutrache
4 o. in Erinnerung bringen
5 o. Angst
6 w. sein Angesicht
7 so LXX mit der Schreibform des Mas. T. - Die Masoreten ändern das Wort "nicht" in "ihm" und lesen: wurde ihnen zum Retter. In all ihrer Angst war ihm angst. Der Bote seines Angesichts hat sie gerettet.
8 Einige hebr. Handschr. und die syr. Üs. lesen: an seinen Knecht Mose
9 so mit den meisten hebr. Handschr., LXX und der aram. Üs.; Mas. T.: die Hirten
10 so mit einigen hebr. Handschr., Qu. und LXX; Mas. T.: der sie aus dem Meer heraufführte, die Hirten seiner Herde
11 d. h. in die Herde; möglich ist auch: seinen heiligen Geist in sein Inneres legte, d. i. in Mose
12 o. Fluten
13 so mit den alten Üs.; Mas. T.: es; d. i. das Haus Israel; vgl. V. 8
14 nach anderer Zeichensetzung: unser Erlöser ist dein Name von alters her
15 Vielleicht lautete der Text ursprünglich: Warum achten die Gottlosen dein heiliges Volk gering? Unsere Gegner

Gott richtet die Völker

1 »Wer kommt in roten Kleidern von Bozra her, aus dem Land der Edomiter? Prächtig sieht er aus in seinem Gewand. Stolz schreitet er daher, mit ungebrochener Kraft.« »Ich bin es, der für Recht sorgt«, antwortet der Herr. »Ich kann euch helfen, es steht in meiner Macht.«
2 »Warum sind deine Kleider so rot? Hast du Trauben in der Kelter zerstampft?«
3 »Ja, ich habe in einer Kelter gestanden. Ganz allein habe ich sie getreten, niemand half mir dabei. In meinem Zorn habe ich die Völker wie Trauben zerstampft. Ihr Blut spritzte auf meine Kleider, alles ist damit besudelt.
4 Denn die Zeit war reif, um mit den Völkern abzurechnen und mein Volk von ihrer Unterdrückung zu befreien.
5 Ich schaute mich suchend um, aber weit und breit war niemand, der mir helfen wollte. Ich war erstaunt, dass keiner mir beistand. Darum half ich mir selbst, mein Zorn trieb mich an.
6 Ja, ich ließ meinem Zorn freien Lauf und brachte die Völker zum Taumeln. Wütend zertrampelte ich sie und tränkte die Erde mit ihrem Blut.«

Wie wunderbar hat der Herr sein Volk geführt!

7 Ich will bekennen, wie der HERR uns seine Gnade erwiesen hat; immer wieder erzähle ich von seinen ruhmvollen Taten – wie er mit Liebe und Güte das Volk Israel umsorgte und es mit Wohltaten überschüttete.
8 Er dachte: »Sie sind mein Volk, meine Kinder, sicher werden sie mich nicht enttäuschen!« Und so half er ihnen aus ihrer Not.
9 Denn wenn sie in Bedrängnis waren, litt auch er. Immer wieder ist er durch seinen Engel zu ihnen gekommen und hat sie gerettet. Er befreite sie damals vor langer Zeit, weil er sie liebte und Mitleid mit ihnen hatte. Er nahm sie auf die Arme und trug sie Tag für Tag.
10 Sie aber lehnten sich auf und beleidigten immer wieder seinen Heiligen Geist. Darum wurde er ihr Feind und kämpfte nun selbst gegen sie.
11 Da erst dachten sie wieder an die früheren Zeiten, an Mose und sein Volk: »Wo ist der Gott, der damals Mose und die Israeliten durch das Meer führte wie einen Hirten mitsamt seiner Herde? Wo ist er, der sie mit seinem Heiligen Geist beschenkte?1
12-13 Wo ist der mächtige Gott, der Mose beistand? Damals teilte er das Wasser des Schilfmeers und ließ sein Volk hindurchziehen. Keiner glitt aus; alle liefen so sicher wie Wildpferde in der Steppe. Tat Gott diese Wunder nicht, damit sein Name für alle Zeiten gerühmt würde?
14 Der Geist des HERRN führte das Volk und brachte sie schließlich ins Land Kanaan. Hier konnten sie sich niederlassen und Ruhe finden wie eine Herde, die von den Berghängen hinunter in ein grünes Tal kommt.« So hast du, o Gott, dein Volk damals geführt, damit dein herrlicher Name geehrt wird.

Herr, wende dich uns wieder zu!

15 Herr, schau doch herab vom Himmel, von deinem heiligen und majestätischen Thron! Warum setzt du dich nicht mehr mit ganzer Kraft für uns ein? Wo sind deine großen Taten? Warum hältst du dich zurück? Schlägt dein Herz nicht mehr für uns? Ist deine Liebe erloschen?
16 Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns, und auch Jakob kennt uns nicht. Du, HERR, du bist unser Vater. »Unser Erlöser« – so hast du von jeher geheißen.
17 Warum lässt du uns vom richtigen Weg abirren? Warum hast du uns so eigensinnig werden lassen, dass wir keine Ehrfurcht mehr vor dir haben? Bitte, wende dich uns wieder zu! Wir sind doch immer noch deine Diener, das Volk, das dir gehört.
18 Für kurze Zeit haben die Feinde dein heiliges Volk vertrieben und dein Heiligtum zertreten.
19 Es geht uns so, als hättest du nie über uns geherrscht, als wären wir nie das »Volk des Herrn« gewesen! Ach, Herr, reiß doch den Himmel auf und komm zu uns herab! Lass vor deiner Erscheinung die Berge ins Wanken geraten!
1 Oder: Wo ist der Gott, der damals Mose aus dem Wasser zog, den Hirten seiner Herde? Wo ist er, der ihn mit seinem Heiligen Geist beschenkte?
2 d. h. die Völker
3 w. Blutrache
4 o. in Erinnerung bringen
5 o. Angst
6 w. sein Angesicht
7 so LXX mit der Schreibform des Mas. T. - Die Masoreten ändern das Wort "nicht" in "ihm" und lesen: wurde ihnen zum Retter. In all ihrer Angst war ihm angst. Der Bote seines Angesichts hat sie gerettet.
8 Einige hebr. Handschr. und die syr. Üs. lesen: an seinen Knecht Mose
9 so mit den meisten hebr. Handschr., LXX und der aram. Üs.; Mas. T.: die Hirten
10 so mit einigen hebr. Handschr., Qu. und LXX; Mas. T.: der sie aus dem Meer heraufführte, die Hirten seiner Herde
11 d. h. in die Herde; möglich ist auch: seinen heiligen Geist in sein Inneres legte, d. i. in Mose
12 o. Fluten
13 so mit den alten Üs.; Mas. T.: es; d. i. das Haus Israel; vgl. V. 8
14 nach anderer Zeichensetzung: unser Erlöser ist dein Name von alters her
15 Vielleicht lautete der Text ursprünglich: Warum achten die Gottlosen dein heiliges Volk gering? Unsere Gegner

Gottes Gericht über Edom

1 Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? »Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.«
2 Warum ist denn dein Gewand so rotfarben, sind deine Kleider wie die eines Keltertreters?
3 »Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt.
4 Denn ich hatte einen Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen.
5 Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer, und ich war bestürzt, dass niemand mir beistand. Da musste mein Arm mir helfen, und mein Zorn stand mir bei.
6 Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.«

Klage des Gottesvolkes

7 Ich will der Gnade des HERRN gedenken und der Ruhmestaten des HERRN in allem, was uns der HERR getan hat, und der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erwiesen hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade.
8 Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Söhne, die nicht falsch sind. Darum ward er ihr Heiland
9 in aller ihrer Not. Nicht ein Engel und nicht ein Bote, sondern sein Angesicht half ihnen. Er erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.
10 Aber sie waren widerspenstig und betrübten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.
11 Da gedachte man wieder an die vorigen Zeiten, an Mose und sein Volk: Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer heraufführte samt den Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist in sie gab?
12 Der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose gehen ließ? Der die Wasser spaltete vor ihnen her, auf dass er sich einen ewigen Namen machte?
13 Der sie führte durch die Fluten wie Rosse, die in der Wüste nicht straucheln?
14 Wie Vieh, das ins Tal hinabsteigt, so brachte der Geist des HERRN uns zur Ruhe. So hast du dein Volk geführt, auf dass du dir einen herrlichen Namen machtest.
15 So schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.
16 Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.
17 Warum lässt du uns, HERR, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, dass wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind!
18 Kurze Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Heiligtum zertreten.
19 Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde. Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen,
1 Oder: Wo ist der Gott, der damals Mose aus dem Wasser zog, den Hirten seiner Herde? Wo ist er, der ihn mit seinem Heiligen Geist beschenkte?
2 d. h. die Völker
3 w. Blutrache
4 o. in Erinnerung bringen
5 o. Angst
6 w. sein Angesicht
7 so LXX mit der Schreibform des Mas. T. - Die Masoreten ändern das Wort "nicht" in "ihm" und lesen: wurde ihnen zum Retter. In all ihrer Angst war ihm angst. Der Bote seines Angesichts hat sie gerettet.
8 Einige hebr. Handschr. und die syr. Üs. lesen: an seinen Knecht Mose
9 so mit den meisten hebr. Handschr., LXX und der aram. Üs.; Mas. T.: die Hirten
10 so mit einigen hebr. Handschr., Qu. und LXX; Mas. T.: der sie aus dem Meer heraufführte, die Hirten seiner Herde
11 d. h. in die Herde; möglich ist auch: seinen heiligen Geist in sein Inneres legte, d. i. in Mose
12 o. Fluten
13 so mit den alten Üs.; Mas. T.: es; d. i. das Haus Israel; vgl. V. 8
14 nach anderer Zeichensetzung: unser Erlöser ist dein Name von alters her
15 Vielleicht lautete der Text ursprünglich: Warum achten die Gottlosen dein heiliges Volk gering? Unsere Gegner
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