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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes

1 Aber nun höre, Jakob, mein Knecht, und Israel, den ich erwählt habe.
2 So spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleibe an dich gebildet hat, der dir hilft: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und Jeschurun1, den ich erwählt habe!
3 Denn ich werde Wasser gießen auf das durstige und Bäche auf das trockene Land. Ich werde meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprösslinge.
4 Und sie werden aufsprossen wie Schilf zwischen Wassern2, wie Pappeln an Wasserläufen.
5 Dieser wird sagen: Ich gehöre dem HERRN! Und jener wird sich mit dem Namen Jakob nennen3. Und jener wird auf seine Hand schreiben: Dem HERRN eigen!, und wird mit dem Namen Israel genannt werden4.
6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.
7 Und wer ist wie ich? Er rufe und verkünde es und lege es mir dar! - Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen?5 Und was eintreten wird, sollen sie uns6 verkünden!
8 Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.
9 Die Bildner von Götterbildern sind allesamt nichtig7, und ihre Lieblinge nützen nichts. Und ihre Zeugen8 sehen nicht und erkennen nicht, damit sie zuschanden werden.
10 Wer hat je einen Gott gebildet und ein Götterbild gegossen, damit es nichts nützt?
11 Siehe, alle seine Anhänger9 werden zuschanden. Und die Kunsthandwerker sind ja nur Menschen10. Sollen sie sich alle versammeln, hintreten; erschrecken müssen sie, zuschanden werden allesamt!
12 Der Handwerker in Eisen schärft11 das Beil und arbeitet mit Kohlenglut, und er formt es12 mit Hämmern und verarbeitet es mit seinem kräftigen Arm. Er wird dabei auch hungrig und kraftlos, er trinkt kein Wasser und ermüdet.
13 Der Handwerker in Holz spannt die Schnur, zeichnet es mit dem Stift vor, führt es mit den Schnitzmessern aus und umreißt mit dem Zirkel. Und er macht es wie das Bild eines Mannes, wie das Prachtstück von einem Menschen, damit es in einem Haus wohnt.
14 Er geht, um sich Zedern zu fällen, oder nimmt eine Steineiche oder eine Eiche und zieht sie sich groß unter den Bäumen des Waldes. Er pflanzt eine Fichte13, und der Regen lässt sie wachsen.
15 Und das alles dient dem Menschen zur Feuerung, und er nimmt davon und wärmt sich. Teils heizt er und bäckt Brot, teils verarbeitet er es zu einem Gott und wirft sich davor nieder, macht ein Götzenbild daraus und beugt sich vor ihm.
16 Die Hälfte davon verbrennt er im Feuer. Auf dieser seiner Hälfte brät er Fleisch, isst den Braten14 und sättigt sich. Auch wärmt er sich und sagt: Ha! Mir wird es warm, ich spüre Feuer.
17 Und den Rest davon macht er zu einem Gott, zu seinem Götterbild. Er beugt sich vor ihm und wirft sich nieder, und er betet zu ihm und sagt: Errette mich, denn du bist mein Gott!
18 Sie haben keine Erkenntnis und keine Einsicht, denn ihre Augen sind verklebt, dass sie nicht sehen, und ihre Herzen, dass sie nicht verstehen.
19 Und er nimmt es nicht zu Herzen und hat keine Erkenntnis und keine Einsicht, dass er sagte: Die Hälfte davon habe ich im Feuer verbrannt, auch habe ich auf seinen Kohlen Brot gebacken, ich brate Fleisch und esse; und den Rest davon mache ich zu einem Gräuel, vor einem Holzklotz beuge ich mich!
20 Wer sich mit Asche einlässt, ist betrogen, sein Herz hat15 ihn irregeführt. Er rettet seine Seele nicht und sagt nicht: Ist nicht Lüge in meiner Rechten?
21 Denke daran, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich gebildet, du bist mein Knecht. Israel, du wirst nicht von mir vergessen.
22 Ich habe deine Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!
23 Juble, du Himmel, denn der HERR hat es getan! Jauchzt, ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und all ihr Bäume darin! Denn der HERR hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich.

Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels

24 So spricht der HERR, dein Erlöser und der dich vom Mutterleib an gebildet hat: Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der den Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete - wer war da bei mir?16
25 Ich bin es, der die Wunderzeichen der Orakelpriester platzen lässt und die Wahrsager zu Narren macht, der die Weisen zur Umkehr zwingt und ihr Wissen zur Torheit macht,
26 der das Wort seines Knechtes aufrichtet und den Plan seiner Boten ausführt, der von Jerusalem sagt: Es soll bewohnt werden!, und von den Städten Judas: Sie sollen aufgebaut werden, und seine Trümmerstätten werde ich wieder aufrichten! -
27 der zur Meerestiefe spricht: Versiege!, und deine Ströme will ich austrocknen -,
28 der von Kyrus17 spricht: Mein Hirte, er wird alles ausführen, was mir gefällt18, indem er von Jerusalem sagen wird: Es werde aufgebaut, und der Grundstein des Tempels werde gelegt!
1 d. h. vielleicht "der Rechtschaffene"; ein Ehrenname für Jakob-Israel
2 so in Anlehnung an Qu. und LXX; Mas. T.: sie werden aufsprossen im Zwischenraum des Schilfes, o. des Grases
3 so mit zwei griech. Üs.; Mas. T.: Und der wird mit dem Namen Jakob einen anderen nennen
4 so mit der syr. und aram. Üs.; Mas. T.: wird mit dem Namen Israel jemandem einen Ehrennamen verleihen
5 Diese Üs. ergibt sich aus einem Versuch, den ursprünglichen Text wiederherzustellen. Mas. T.: Seit ich gesetzt habe das Volk der Urzeit; und das Kommende.
6 so mit der aram. Üs.; Mas. T.: ihnen; o. ihm
7 s. Anm. zu "wüst" in 1Mo 1,2
8 d. h. die, die für die Götterbilder eintreten
9 w. alle, die mit ihm Gemeinschaft haben
10 w. die Kunsthandwerker, sie sind vom Menschen her
11 so mit LXX. Im Mas. T. fehlt ein entsprechendes Verb.
12 d. i. das Götterbild
13 o. einen Lorbeerbaum
14 so mit LXX; Mas. T.: isst er Fleisch, brät einen Braten
15 T.; Mas. T.: einlässt - sein Herz ist betrogen, es hat
16 so mit Qu., vielen hebr. Handschr., LXX und Vulg.; Mas. T.: von mir her ist es
17 hebr. koräsch
18 w. er wird all meinen Willen zur Vollendung bringen

Neues Leben für Gottes Volk

1-2 So spricht der HERR: »Hört zu, ihr Nachkommen von Jakob, ja, all ihr Israeliten! Wie ein Kind im Mutterleib habe ich euch geschaffen und zu meinem Volk gemacht. Von Anfang an habe ich euch geholfen. Darum habt keine Angst, ihr seid doch meine Diener, mein auserwähltes und geliebtes Volk1.
3 Denn ich gieße Wasser auf das durstige Land und Ströme auf das ausgetrocknete Feld. Ja, ich gieße meinen Geist über euren Nachkommen aus, mit meinem Segen überschütte ich eure Kinder.
4 Sie werden sich ausbreiten wie Schilf am Bach und wachsen wie Pappeln am Flussufer.
5 Viele Menschen werden kommen, um sich meinem Volk anzuschließen. ›Ich gehöre dem HERRN!‹, wird der eine sagen, und ein anderer: ›Ich zähle mich zu den Nachkommen von Jakob!‹ Wieder ein anderer schreibt es sich auf die Hand: ›Ich diene dem HERRN!‹, und ein Vierter nimmt ›Israel‹ als Ehrennamen an.
6 Ich, der HERR, der König und Befreier Israels, der allmächtige Gott, sage: Ich bin der Erste und der Letzte. Außer mir gibt es keinen Gott!
7 Niemand ist mir gleich. Keiner kann tun, was ich seit Menschengedenken getan habe. Kann etwa ein anderer Gott voraussagen, was die Zukunft bringt? Dann soll er es tun, laut und deutlich soll er es vortragen!
8 Erschreckt nicht, ihr Israeliten, habt keine Angst! Ich habe euch doch schon lange gezeigt, wer ich bin und was ich tue. Ihr seid meine Zeugen. Sagt, gibt es außer mir etwa noch einen Gott, der so mächtig ist wie ein Fels? Ich kenne keinen!«

Selbst gebastelte Götter

9 »Ohnmächtige Menschen sind sie alle, die sich Götterfiguren anfertigen! Ihre Götzen, die sie mit solcher Hingabe verehren – auch sie sind machtlos! Wer für sie eintritt, beweist damit nur, wie dumm und blind er doch ist. Auf ihn wartet ein böses Erwachen!
10 Wie kann man bloß auf den Gedanken kommen, sich einen Gott zu basteln, eine völlig nutzlose Metallfigur?
11 Wer sich auf diese Machwerke verlässt, wird bitter enttäuscht. Sie sind ja doch nur von Menschen hergestellt. Sollen die doch einmal gemeinsam antreten, um ihre Götter zu verteidigen! Was können sie vorbringen? Gar nichts! Erschrocken stehen sie da und müssen sich schämen.
12 Der Schmied nimmt ein passendes Stück Eisen, bringt es im Feuer zum Glühen und bearbeitet es dann auf dem Amboss. Er hämmert mit aller Kraft, um es in die gewünschte Form zu bringen. Dabei wird er müde und hungrig. Vor lauter Arbeit vergisst er Essen und Trinken und ist schließlich ganz erschöpft.
13 Bei Holzfiguren nimmt der Schnitzer Maß, zeichnet die Umrisse der Figur vor und haut sie grob aus. Dann zieht er die feinen Linien und schnitzt das Standbild, bis es aussieht wie ein Mensch von schöner Gestalt, der dann als Gott in ein Haus gestellt wird.
14 Für jede Götterstatue sucht sich der Künstler das passende Holz aus. Er geht in den Wald und fällt eine Zeder, eine Eiche oder einen Lorbeerbaum, die er vor Jahren gesetzt hat. Der Regen ließ die Bäume wachsen.
15 Mit ihrem Holz machen die Menschen Feuer. Sie heizen damit ihre Häuser und den Ofen zum Brotbacken. Aus dem gleichen Holz schnitzen sie aber auch ihre Götterfiguren, die sie verehren und anbeten.
16 Den einen Teil des Holzes werfen sie ins Feuer, braten ihr Fleisch darüber und lassen es sich schmecken. Sie sitzen an der Glut und sagen: ›Ah, diese wohlige Wärme, das tut gut!‹
17 Aus dem übrigen Holz aber schnitzen sie sich einen Götzen. Sie verbeugen sich vor ihm, werfen sich zu Boden und beten: ›Rette mich doch, denn du bist mein Gott!‹
18 Welche Verblendung, welche Unwissenheit! Die Augen dieser Götzendiener sind verklebt, sie sehen nichts! Ihr Herz ist abgestumpft, sie verstehen nichts!
19 Keiner denkt einmal gründlich nach und sagt sich: ›Einen guten Teil des Baums habe ich zu Brennholz zerhackt. Über der Glut habe ich Brot gebacken, ich habe Fleisch gebraten und mich satt gegessen. Aus dem restlichen Holz schnitze ich nun so etwas Abscheuliches! Dieser Holzklotz soll mein Gott sein, vor dem ich mich niederwerfe?‹ Würde einer von ihnen einmal so weit denken, dann sähe er den Widersinn ein.
20 Genauso gut könnte er die Asche des verbrannten Holzes anbeten! Sein Herz hat ihn verführt und betrogen. Er verspielt sein Leben und will nicht wahrhaben, dass er an einem Lügengebilde festhält.«

Der Herr erlöst sein Volk

21 »Ihr Israeliten, ihr Nachkommen von Jakob, denkt immer daran: Ich habe euch geschaffen, ihr gehört zu mir und seid meine Diener! Niemals werde ich euch vergessen.
22 Eure Schuld und alle eure Sünden habe ich euch vergeben. Sie sind verschwunden wie Wolken, wie Nebelschwaden in der Sonne. Kommt zurück zu mir, denn ich habe euch erlöst!«
23 Freut euch, ihr Himmelswelten, denn der HERR hat gehandelt! Singt, ihr Tiefen der Erde, und ihr Berge, brecht in Jubel aus! Ihr Wälder, stimmt ein in das Lied, jeder Baum soll mitsingen! Denn der HERR hat sein Volk erlöst. An den Nachkommen von Jakob beweist er seine große Macht.
24 Israel, so spricht der HERR, dein Befreier, der dich geschaffen hat wie ein Kind im Mutterleib: »Ich bin der HERR, der alles bewirkt: Ich allein habe den Himmel ausgespannt wie ein Zelt, und als ich die Erde ausbreitete, half mir niemand dabei.
25 Ich bin es, der die Wunder der Zauberer vereitelt und die Wahrsager als Narren bloßstellt. Ich lasse die Weisen dumm dastehen, ihre Erkenntnisse entlarve ich als Hirngespinste.
26 Aber was meine Boten voraussagen, das mache ich wahr; was sie, die Propheten, verkünden, das führe ich aus. Ich, der Herr, sage über die Stadt Jerusalem: ›Sie soll wieder bewohnt werden!‹, und über die Städte im Land Juda: ›Sie sollen wieder aufgebaut werden!‹ Aus den Trümmerhaufen des Landes will ich neue Städte und Dörfer erstehen lassen.
27 Wenn ich den Meerestiefen befehle: ›Trocknet aus!‹, dann versiegen ihre Fluten.
28 Zu König Kyrus sage ich: ›Du bist der Hirte für mein Volk!‹ Er wird alles ausführen, was ich ihm befehle. In meinem Auftrag wird er anordnen: ›Jerusalem soll wieder aufgebaut werden! Auch der Tempel soll wieder an seinem alten Platz stehen!‹«
1 Hier steht im hebräischen Grundtext der Name Jeschurun. Dieser Ehrentitel für das Volk Israel bedeutet »der Aufrichtige« oder nach der griechischen Übersetzung »der Geliebte«.
2 so in Anlehnung an Qu. und LXX; Mas. T.: sie werden aufsprossen im Zwischenraum des Schilfes, o. des Grases
3 so mit zwei griech. Üs.; Mas. T.: Und der wird mit dem Namen Jakob einen anderen nennen
4 so mit der syr. und aram. Üs.; Mas. T.: wird mit dem Namen Israel jemandem einen Ehrennamen verleihen
5 Diese Üs. ergibt sich aus einem Versuch, den ursprünglichen Text wiederherzustellen. Mas. T.: Seit ich gesetzt habe das Volk der Urzeit; und das Kommende.
6 so mit der aram. Üs.; Mas. T.: ihnen; o. ihm
7 s. Anm. zu "wüst" in 1Mo 1,2
8 d. h. die, die für die Götterbilder eintreten
9 w. alle, die mit ihm Gemeinschaft haben
10 w. die Kunsthandwerker, sie sind vom Menschen her
11 so mit LXX. Im Mas. T. fehlt ein entsprechendes Verb.
12 d. i. das Götterbild
13 o. einen Lorbeerbaum
14 so mit LXX; Mas. T.: isst er Fleisch, brät einen Braten
15 T.; Mas. T.: einlässt - sein Herz ist betrogen, es hat
16 so mit Qu., vielen hebr. Handschr., LXX und Vulg.; Mas. T.: von mir her ist es
17 hebr. koräsch
18 w. er wird all meinen Willen zur Vollendung bringen

Das wahre Israel

1 So höre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwählt habe!
2 So spricht der HERR, der dich gemacht und bereitet hat und der dir beisteht von Mutterleibe an: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jeschurun, den ich erwählt habe!
3 Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: Ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen,
4 dass sie wachsen sollen wie Gras zwischen Wassern, wie die Weiden an den Wasserbächen.
5 Dieser wird sagen: »Ich bin des HERRN«. Und jener wird genannt werden mit dem Namen »Jakob«. Und ein anderer wird in seine Hand schreiben: »Dem HERRN eigen«, und wird mit dem Namen »Israel« genannt werden.

Der lebendige Gott und die toten Götzen

6 So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.
7 Und wer ist mir gleich? Er rufe und verkünde es und tue es mir dar! Wer hat vorzeiten kundgetan das Künftige? Sie sollen uns verkündigen, was kommen wird!
8 Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! Ist auch ein Gott außer mir? Es ist kein Fels, ich weiß ja keinen.
9 Die Götzenmacher sind alle nichtig; woran ihr Herz hängt, das ist nichts nütze. Und ihre Zeugen sehen nichts, merken auch nichts, damit sie zuschanden werden.
10 Wer sind sie, die einen Gott machen und einen Götzen gießen, der nichts nütze ist?
11 Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; die Meister sind auch nur Menschen. Wenn sie auch alle zusammentreten, sollen sie dennoch erschrecken und zuschanden werden.
12 Der Schmied macht ein Messer in der Glut und formt es mit Hammerschlägen. Er arbeitet daran mit der ganzen Kraft seines Arms; dabei wird er hungrig, sodass er nicht mehr kann, und trinkt auch kein Wasser, sodass er matt wird.
13 Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen.
14 Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen.
15 Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder.
16 Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich spüre das Feuer.
17 Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott!
18 Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nichts merken können.
19 Er kommt nicht zur Einsicht; keine Vernunft und kein Verstand ist da, dass er dächte: Ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und habe auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte die andere Hälfte zum Götzen machen und sollte knien vor einem Klotz?
20 Wer Asche hütet, den hat sein Herz getäuscht und betört, sodass er sein Leben nicht erretten und nicht zu sich sagen wird: Ist das nicht Trug, woran meine Rechte sich hält?

Freude über die Erlösung

21 Gedenke daran, Jakob, und du, Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich bereitet, dass du mein Knecht seist. Israel, ich vergesse dich nicht!
22 Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
23 Jauchzet, ihr Himmel, denn der HERR hat's getan! Jubelt, ihr Tiefen der Erde! Ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen, der Wald und alle Bäume darin! Denn der HERR hat Jakob erlöst, an Israel verherrlicht er sich.

Kyrus als Werkzeug Gottes

24 So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde fest macht ohne Gehilfen;
25 der die Zeichen der Wahrsager zunichtemacht und die Weissager zu Narren; der die Weisen zurücktreibt und ihre Kunst zur Torheit macht;
26 der das Wort seines Knechts wahr macht und den Rat seiner Boten vollführt; der zu Jerusalem spricht: Du sollst bewohnt sein!, und zu den Städten Judas: Ihr sollt wieder aufgebaut werden!, und ihre Trümmer richte ich auf;
27 der zu der Tiefe spricht: Versiege!, und deine Fluten trockne ich aus;
28 der zu Kyrus sagt: Mein Hirte! Er soll all meinen Willen vollenden und sagen zu Jerusalem: Werde wieder gebaut!, und zum Tempel: Werde gegründet!
1 Hier steht im hebräischen Grundtext der Name Jeschurun. Dieser Ehrentitel für das Volk Israel bedeutet »der Aufrichtige« oder nach der griechischen Übersetzung »der Geliebte«.
2 so in Anlehnung an Qu. und LXX; Mas. T.: sie werden aufsprossen im Zwischenraum des Schilfes, o. des Grases
3 so mit zwei griech. Üs.; Mas. T.: Und der wird mit dem Namen Jakob einen anderen nennen
4 so mit der syr. und aram. Üs.; Mas. T.: wird mit dem Namen Israel jemandem einen Ehrennamen verleihen
5 Diese Üs. ergibt sich aus einem Versuch, den ursprünglichen Text wiederherzustellen. Mas. T.: Seit ich gesetzt habe das Volk der Urzeit; und das Kommende.
6 so mit der aram. Üs.; Mas. T.: ihnen; o. ihm
7 s. Anm. zu "wüst" in 1Mo 1,2
8 d. h. die, die für die Götterbilder eintreten
9 w. alle, die mit ihm Gemeinschaft haben
10 w. die Kunsthandwerker, sie sind vom Menschen her
11 so mit LXX. Im Mas. T. fehlt ein entsprechendes Verb.
12 d. i. das Götterbild
13 o. einen Lorbeerbaum
14 so mit LXX; Mas. T.: isst er Fleisch, brät einen Braten
15 T.; Mas. T.: einlässt - sein Herz ist betrogen, es hat
16 so mit Qu., vielen hebr. Handschr., LXX und Vulg.; Mas. T.: von mir her ist es
17 hebr. koräsch
18 w. er wird all meinen Willen zur Vollendung bringen
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