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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Hohe Berufung der Erlösten

1 Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid1 und alles üble Nachreden,
2 und seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen2, unverfälschten Milch - damit ihr durch sie wachset zur Rettung3 -,
3 wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist!
4 Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar,
5 lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott hochwillkommen durch Jesus Christus!
6 Denn es ist in der Schrift enthalten: "Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt4, wird nicht zuschanden werden."
7 Euch nun, die ihr glaubt, bedeutet er die Kostbarkeit; für die Ungläubigen aber gilt: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein5 geworden",
8 und: "ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses6". Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort7, wozu sie auch bestimmt8 worden sind.
9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden9 dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat;
10 die ihr einst "nicht ein Volk" wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr "nicht Barmherzigkeit empfangen hattet", jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt.

Verhalten in der Welt

11 Geliebte, ich ermahne euch als Beisassen10 und Fremdlinge11, dass ihr euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, enthaltet,
12 und führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!
13 Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen; sei es dem König als Oberherrn
14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun!
15 Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt -
16 als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes.
17 Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König!

Christus als Vorbild der Sklaven

18 Ihr Haussklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren12 unter, nicht allein den guten und milden13, sondern auch den verkehrten!
19 Denn das ist Gnade, wenn jemand wegen des Gewissens vor Gott14 Leiden erträgt, indem15 er zu Unrecht leidet.
20 Denn was für ein Ruhm ist es, wenn ihr als solche ausharrt, die sündigen und dafür geschlagen werden? Wenn ihr aber ausharrt, indem ihr Gutes tut und leidet, das ist Gnade bei Gott.
21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel16 hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt;
22 der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden,
23 der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet;
24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat17, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen18 ihr geheilt worden seid.
25 Denn ihr gingt in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.
1 w. Heucheleien und Neidereien
2 o. geistigen. - Da der griech. Ausdruck "logikos" von logos (= Wort) abgeleitet ist, übersetzen andere: wortgemäß; oder, wegen der Anspielung auf das Wort "Logos": der unverfälschten Milch des Wortes
3 o. zum Heil
4 o. auf ihn vertraut
5 w. zum Haupt der Ecke
6 o. ein Fels des Anlasses zur Sünde
7 o. Da sie dem Worte nicht gehorsam sind, stoßen sie sich
8 w. gesetzt
9 o. Tüchtigkeiten; o. Fähigkeiten; o. Vollkommenheiten
10 Menschen ohne das volle Bürgerrecht des Landes, in dem sie wohnen
11 o. Nichtbürger; d. h. Menschen, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen
12 w. Gebietern (griech. despotes)
13 o. gütigen; o. freundlichen
14 o. um der Gottesgewissheit willen
15 o. sofern
16 o. Vorbild
17 o. der unsere Sünden an seinem Leib selbst auf dem Holz auf sich geladen hat
18 o. Wunden

Christen – das Volk Gottes

1 Hört auf mit aller Bosheit und allem Betrug! Heuchelei, Neid und Verleumdung darf es bei euch nicht länger geben.
2 Wie ein neugeborenes Kind nach Milch schreit, so sollt ihr nach der unverfälschten Lehre unseres Glaubens verlangen. Dann werdet ihr im Glauben wachsen und das Ziel, eure endgültige Rettung, erreichen.
3 Ihr habt ja von seinem Wort gekostet und selbst erlebt, wie gut der Herr ist.
4 Zu ihm dürft ihr kommen. Er ist der lebendige Stein, den die Menschen weggeworfen haben. Aber Gott hat ihn erwählt, in seinen Augen ist er kostbar.
5 Lasst auch ihr euch als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen. Dann könnt ihr Gott als seine Priester dienen und ihm Opfer darbringen, die der Heilige Geist in eurem Leben gewirkt hat. Weil ihr zu Jesus Christus gehört, nimmt Gott diese Opfer an.
6 Es steht ja schon in der Heiligen Schrift: »Seht, ich lege in Jerusalem einen ausgewählten, kostbaren Grundstein. Wer auf ihn baut und ihm vertraut, steht fest und sicher.«1
7 Ihr habt durch euren Glauben erkannt, wie wertvoll dieser Grundstein ist. Für alle aber, die nicht glauben, gilt das Wort: »Der Stein, den die Bauleute weggeworfen haben, weil sie ihn für unbrauchbar hielten, ist zum Grundstein des ganzen Hauses geworden.«2
8 Und es gilt auch: »Er ist ein Stein, über den die Menschen stolpern werden, ein Fels, über den man stürzen wird.«3 An ihm stoßen sich alle, die nicht auf Gottes Botschaft hören wollen. So hat Gott es für sie bestimmt.
9 Ihr aber seid ein von Gott auserwähltes Volk, seine königlichen Priester, ihr gehört ganz zu ihm und seid sein Eigentum. Deshalb sollt ihr die großen Taten Gottes verkünden, der euch aus der Finsternis befreit und in sein wunderbares Licht geführt hat.
10 Früher wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr das Volk Gottes! Früher kanntet ihr Gottes Barmherzigkeit nicht; doch jetzt habt ihr sie erfahren.4

Christen als Staatsbürger

11 Meine lieben Freunde! Ihr wisst, dass ihr in dieser Welt Fremde seid; sie ist nicht eure Heimat. Deshalb bitte ich euch eindringlich: Gebt den Angeboten und Verlockungen dieser Welt nicht nach. Ihr Ziel ist es, euch innerlich zu zerstören!
12 Lebt stattdessen so vorbildlich, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, darauf aufmerksam werden. Durch euer Verhalten sollen selbst die überzeugt werden, die euch bösartig verleumden. Wenn sie dann aufgrund eurer guten Taten zur Einsicht kommen, werden sie Gott am Tag des Gerichts für ihre Rettung danken.
13 Denkt daran: Der Herr will, dass ihr euch den menschlichen Ordnungen und Gesetzen unterstellt. Ordnet euch dem Kaiser unter, der das höchste Amt innehat,
14 und auch seinen Statthaltern. Denn sie haben den Auftrag, diejenigen zu bestrafen, die Gesetze übertreten, und die zu belohnen, die Gutes tun.
15 Gott will, dass ihr durch euer vorbildliches Verhalten alle zum Schweigen bringt, die euch aus Unwissenheit oder Dummheit verleumden.
16 Das könnt ihr tun, weil ihr freie Menschen geworden seid. Aber missbraucht diese Freiheit nicht als Ausrede für euer eigenes Fehlverhalten! Denn ihr seid frei geworden, damit ihr Gott dient.
17 Achtet alle Menschen und liebt eure Brüder und Schwestern! Habt Ehrfurcht vor Gott und bringt dem Kaiser den schuldigen Respekt entgegen.

Unser Vorbild

18 Ihr Sklaven, ordnet euch euren Herren mit der notwendigen Achtung unter, nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch den ungerechten.
19 Es ehrt einen Menschen, wenn er deshalb Böses erträgt und Unrecht erduldet, weil er in seinem Gewissen an Gott gebunden ist.
20 Kann denn jemand stolz darauf sein, wenn er die gerechte Strafe für sein böses Handeln auf sich nimmt? Erträgt aber jemand Leid, obwohl er nur Gutes getan hat, dann findet das Gottes Anerkennung.
21 Denn dazu hat euch Gott berufen. Auch Christus hat ja für euch gelitten, und er hat euch ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt.
22 Er hat sein Leben lang keine Sünde getan; nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen.
23 Beschimpfungen ertrug er, ohne mit Vergeltung zu drohen, gegen Misshandlungen wehrte er sich nicht; lieber vertraute er sein Leben Gott an, der ein gerechter Richter ist.
24 Christus hat unsere Sünden auf sich genommen und sie am eigenen Leib zum Kreuz hinaufgetragen. Das bedeutet, dass wir für die Sünde tot sind und jetzt leben können, wie es Gott gefällt. Durch seine Wunden hat Christus euch geheilt.
25 Früher seid ihr herumgeirrt wie Schafe, die sich verlaufen hatten. Aber jetzt seid ihr zu eurem Hirten zurückgekehrt, zu Christus, der euch auf den rechten Weg führt und schützt.
1 Jesaja 28,16
2 Psalm 118,22
3 Jesaja 8,14
4 Vgl. Hosea 2,25.
5 w. zum Haupt der Ecke
6 o. ein Fels des Anlasses zur Sünde
7 o. Da sie dem Worte nicht gehorsam sind, stoßen sie sich
8 w. gesetzt
9 o. Tüchtigkeiten; o. Fähigkeiten; o. Vollkommenheiten
10 Menschen ohne das volle Bürgerrecht des Landes, in dem sie wohnen
11 o. Nichtbürger; d. h. Menschen, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen
12 w. Gebietern (griech. despotes)
13 o. gütigen; o. freundlichen
14 o. um der Gottesgewissheit willen
15 o. sofern
16 o. Vorbild
17 o. der unsere Sünden an seinem Leib selbst auf dem Holz auf sich geladen hat
18 o. Wunden

Das neue Gottesvolk

1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede
2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil,
3 da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.
4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
6 Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er »der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden« (Psalm 118,22)
8 und »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses« (Jesaja 8,14). Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.
9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht;
10 die ihr einst nicht sein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hosea 2,25).

Das Verhalten in der Welt

11 Ihr Lieben, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: Enthaltet euch von fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten,
12 und führt ein rechtschaffenes Leben unter den Völkern, damit die, die euch als Übeltäter verleumden, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.
13 Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten
14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.
15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Tun des Guten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft –
16 als Freie und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als Knechte Gottes.
17 Ehrt jedermann, habt die Brüder und Schwestern lieb, fürchtet Gott, ehrt den König!

Mahnungen an die Sklaven

18 Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen.
19 Denn das ist Gnade, wenn jemand um des Gewissens willen vor Gott Übel erträgt und Unrecht leidet.
20 Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr für Missetaten Schläge erduldet? Aber wenn ihr leidet und duldet, weil ihr das Gute tut, ist dies Gnade bei Gott.
21 Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen;
22 er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;
23 der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet;
24 der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
25 Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1 Jesaja 28,16
2 Psalm 118,22
3 Jesaja 8,14
4 Vgl. Hosea 2,25.
5 w. zum Haupt der Ecke
6 o. ein Fels des Anlasses zur Sünde
7 o. Da sie dem Worte nicht gehorsam sind, stoßen sie sich
8 w. gesetzt
9 o. Tüchtigkeiten; o. Fähigkeiten; o. Vollkommenheiten
10 Menschen ohne das volle Bürgerrecht des Landes, in dem sie wohnen
11 o. Nichtbürger; d. h. Menschen, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen
12 w. Gebietern (griech. despotes)
13 o. gütigen; o. freundlichen
14 o. um der Gottesgewissheit willen
15 o. sofern
16 o. Vorbild
17 o. der unsere Sünden an seinem Leib selbst auf dem Holz auf sich geladen hat
18 o. Wunden
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