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Gute Nachricht Bibel

Tob 1,9 Als ich herangewachsen war, heiratete ich eine Frau aus meiner Sippe. Sie gebar mir einen Sohn, den ich Tobias nannte.
Tob 1,20 Mein ganzer Besitz wurde beschlagnahmt und ging in die Hand des Königs über. Es blieb mir nichts außer meiner Frau Hanna und meinem Sohn Tobias.
Tob 2,1 Unter der Regierung von König Asarhaddon also kehrte ich in mein Haus zurück und meine Frau Hanna und mein Sohn Tobias wurden mir wieder geschenkt. Am Pfingstfest, das wir sieben Wochen nach dem Passafest feiern, bereiteten sie mir ein festliches Mahl und ich legte mich zu Tisch.
Tob 2,2 Es wurden mir viele köstliche Speisen aufgetragen. Da sagte ich zu meinem Sohn Tobias: »Geh und sieh zu, ob du unter den verschleppten Israeliten hier in der Stadt einen armen Mann findest, der dem Herrn mit ganzem Herzen treu geblieben ist. Bring ihn her! Er soll das Mahl mit mir teilen. Ich fange nicht an, bevor du wieder da bist.«
Tob 2,3 Tobias ging, um solch einen Israeliten zu suchen. Nach einer Weile kam er allein zurück und sagte: »Vater!« »Ja, mein Sohn?«, erwiderte ich. Da berichtete er: »Sie haben wieder einen aus unserem Volk umgebracht! Auf dem Marktplatz liegt er. Sie haben ihn erwürgt; es ist eben erst geschehen!«
Tob 3,17 Er sandte seinen Engel Rafaël, um die beiden aus ihrer Not zu retten. Der Engel sollte Tobit heilen, damit er mit seinen Augen wieder das von Gott geschaffene Licht sehen könnte. Und Sara sollte er dem jungen Tobias zur Frau geben und sie aus der Gewalt des bösen Geistes Aschmodai befreien. Denn es war so bestimmt, dass Tobias und kein anderer sie zur Frau bekommen sollte. Zu eben der Zeit, als Sara vom Obergemach in die Wohnung ihrer Eltern hinabstieg, trat auch Tobit aus dem Hof in sein Haus.
Tob 4,2 Da sagte er zu sich selbst: »Ich habe um meinen Tod gebetet; warum rufe ich nicht meinen Sohn Tobias und erzähle ihm von dem Silber, bevor ich sterbe?«
Tob 4,3 Er rief Tobias, und als dieser kam, sagte er zu ihm: »Wenn ich gestorben bin, dann begrabe mich der Ordnung gemäß. Ehre deine Mutter und lass sie nicht im Stich, solange sie lebt. Handle immer so, dass sie damit einverstanden sein kann, und tu nie etwas, das sie betrübt.
Tob 5,1 Tobias antwortete seinem Vater Tobit: »Alles, was du mir gesagt hast, Vater, will ich tun.
Tob 5,4 Tobias ging hinaus und suchte jemand, der den Weg nach Medien kannte und bereit war, ihn dorthin zu begleiten. Dabei traf er auf Rafaël, wusste aber nicht, dass er einem Engel Gottes begegnet war.
Tob 5,5 »Woher kommst du, junger Mann?«, fragte Tobias. »Ich bin ein Israelit wie du«, sagte der andere, »ich suche hier Arbeit.« »Kennst du den Weg nach Medien?«, fragte Tobias
Tob 5,7 »Warte einen Augenblick«, sagte Tobias, »ich will hineingehen und es meinem Vater sagen. Ich brauche dich als Reisebegleiter und werde dich angemessen entlohnen.«
Tob 5,9 Tobias ging zu seinem Vater hinein und berichtete: »Ich habe jemand gefunden; es ist ein Israelit!« »Ruf ihn herein«, sagte Tobit, »ich möchte wissen, zu welchem Stamm er gehört und zu welcher Sippe und ob er ein verlässlicher Begleiter für dich ist.«
Tob 5,10 Tobias ging hinaus und holte ihn. Als sie eintraten, grüßte Tobit als Erster und der junge Mann erwiderte: »Möge dir viel Glück beschieden sein!« »Was redest du mir von Glück!«, entgegnete Tobit. »Damit ist es vorbei. Ich bin blind und kann nichts mehr sehen, ich liege im Dunkeln wie die Toten, die nie mehr das Licht erblicken. Schon als Lebender weile ich unter den Toten; ich höre die Menschen reden und kann sie nicht sehen.« »Verzage nicht«, erwiderte der andere, »Gott wird dich bald heilen, fasse Mut!« Tobit sagte: »Mein Sohn Tobias möchte nach Medien reisen; kannst du ihn begleiten und ihm den Weg zeigen? Ich zahle dir dafür einen angemessenen Lohn.« Der junge Mann antwortete: »Ich kann ihn begleiten, ich kenne alle Wege. Ich bin oft in Medien gewesen, das ganze Land habe ich durchzogen, die Ebenen und die Berge. Ich kenne mich überall aus.«
Tob 5,17 Der andere erwiderte: »Ich werde ihn begleiten. Sei unbesorgt, wir werden eine gute Reise haben und wohlbehalten wieder heimkehren; denn der Weg ist ungefährlich.« Tobit verabschiedete ihn mit einem Segenswunsch. Dann rief Tobit seinen Sohn und sagte zu ihm: »Mach alles bereit für die Reise! Und dann geh mit deinem Landsmann! Gott im Himmel bewahre euch unterwegs und bringe euch wohlbehalten wieder nach Hause. Sein Engel begleite euch mit seinem Schutz!« Tobias machte sich zum Gehen bereit und küsste zum Abschied Vater und Mutter. Der Vater wünschte ihm eine gute Reise,
Tob 6,1 Tobias machte sich auf den Weg und der Engel begleitete ihn. Der Hund des Hauses schloss sich ihnen an. Am ersten Abend schlugen sie am Ufer des Tigris ihr Nachtlager auf.
Tob 6,2 Tobias ging noch zum Fluss hinunter und badete seine Füße; da schnellte plötzlich ein großer Fisch aus dem Wasser und wollte ihm einen Fuß abreißen. Tobias schrie,
Tob 6,3 aber der Engel rief: »Greif zu und fang ihn!« Tobias packte den Fisch und warf ihn aufs Land.
Tob 6,5 Tobias tat es. Dann kochte er ein Stück Fisch und aß es; den Rest salzte er ein und bewahrte ihn als Reiseproviant auf.
Tob 6,7 fragte Tobias den Engel: »Mein Bruder Asarja, wozu sind eigentlich Herz, Leber und Galle des Fisches gut?«
Tob 6,11 sagte Rafaël: »Tobias, Bruder!« »Ja?«, antwortete Tobias. Da sagte der Engel: »Heute werden wir bei deinem Verwandten Raguël übernachten. Er hat eine Tochter namens Sara.
Tob 6,14 Tobias erwiderte: »Aber Asarja, ich habe gehört, dass sie schon siebenmal verheiratet werden sollte und dass alle sieben Männer in der Hochzeitsnacht den Tod fanden, als sie die Ehe mit ihr vollziehen wollten. Es heißt, ein böser Geist habe sie getötet.
Tob 6,19 Als Tobias das alles hörte und als er sich klarmachte, dass Sara mit ihm verwandt war und aus der Familie seines Vaters stammte, schloss er sie ins Herz und gewann sie sehr lieb.
Tob 7,1 Als sie nach Ekbatana kamen, sagte Tobias: »Mein Bruder Asarja, führe mich auf dem schnellsten Weg zu unserem Landsmann Raguël!« Der Begleiter brachte Tobias dorthin. Sie fanden Raguël am Hoftor sitzen und grüßten ihn. Raguël erwiderte: »Liebe Landsleute, seid gegrüßt! Viel Glück und willkommen in meinem Haus!« Er führte sie ins Haus
Tob 7,5 »Geht es ihm gut?« »Ja, er lebt noch, es geht ihm gut«, antworteten sie und Tobias fügte hinzu: »Er ist mein Vater.«
Tob 7,6 Da sprang Raguël auf, küsste ihn unter Tränen und sagte zu ihm: »Gott segne dich, du Sohn eines guten und edlen Vaters!« Und als Tobias weitererzählte, rief er: »Was für eine traurige Nachricht ist das! Ein so frommer Mann, der so viel Gutes getan hat – und nun blind!« Er fiel Tobias um den Hals und weinte.
Tob 7,9 Als sie ein Bad genommen und die Hände gewaschen hatten, legten sie sich zu Tisch und Tobias sagte zu Rafaël: »Mein Bruder Asarja, bitte doch jetzt Raguël, dass er mir seine Tochter Sara, meine Verwandte, zur Frau gibt!«
Tob 7,12 Tobias aber sagte: »Ich werde weder essen noch trinken, bevor du sie mir förmlich zur Ehe versprochen hast.« »Gut«, sagte Raguël, »sie sei dein nach dem Gesetz, das im Buch Moses aufgeschrieben ist. Der Himmel hat es so bestimmt; nimm sie als deine Frau! Von jetzt an bist du ihr Bruder und sie ist deine Schwester; sie ist dein von heute bis in Ewigkeit. Der Herr aber, der im Himmel regiert, stehe euch bei in dieser Nacht, mein Junge; er erweise euch sein Erbarmen und bewahre euch unversehrt.«
Tob 7,13 Raguël rief seine Tochter Sara, und als sie kam, nahm er sie bei der Hand und übergab sie Tobias mit den Worten: »Nimm sie in Empfang! Ich gebe sie dir zur Frau nach den Weisungen, die im Buch Moses aufgeschrieben sind. Führe sie wohlbehalten zu deinem Vater. Gott im Himmel stehe euch bei und bewahre euch.«
Tob 7,14 Dann rief er ihre Mutter, ließ sich Schreibzeug bringen und setzte den Ehevertrag auf. In ihm wurde rechtsgültig niedergelegt, dass er dem jungen Tobias seine Tochter Sara in Übereinstimmung mit dem Gesetz Moses zur Frau gegeben habe. Darauf begannen sie zu essen und zu trinken.
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