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Einheitsübersetzung 2016

Weltgericht und Gottes Königsherrschaft auf dem Zion

1 Siehe, der HERR verheert und verwüstet die Erde; er verändert ihr Gesicht und zerstreut ihre Bewohner.
2 Dann geht es dem Volk wie dem Priester, dem Knecht wie seinem Herrn, der Magd wie ihrer Herrin, dem Käufer wie dem Verkäufer, dem Gläubiger wie dem Schuldner, dem, der ausleiht, wie dem, der von ihm leiht.
3 Verheert wird die Erde, verheert, geplündert wird sie, geplündert, denn der HERR hat dieses Wort gesprochen.
4 Die Erde welkt, sie verwelkt, die Welt verkümmert, sie verwelkt; es verkümmern die Hohen des Volkes im Lande.
5 Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie haben die Weisungen übertreten, das Gesetz verletzt, den ewigen Bund gebrochen.
6 Darum hat ein Fluch die Erde gefressen, und die auf ihr wohnen, mussten es büßen. Die Bewohner der Erde nahmen ab, von Menschen bleibt nur ein geringer Rest.
7 Der Most ist vertrocknet, der Weinstock verkümmert, es seufzen alle, die freudigen Herzens waren.
8 Zu Ende ist der fröhliche Klang der Pauken, der Lärm der Ausgelassenen hat aufgehört, zu Ende ist der fröhliche Klang der Leier.
9 Beim Gesang trinkt man keinen Wein mehr, bitter schmeckt das Bier denen, die es trinken.
10 Zertrümmert ist die Stadt der Öde, verschlossen jedes Haus, kein Zugang möglich.
11 Klagegeschrei um den Wein in den Gassen! Verschwunden ist jede Freude, vertrieben wurde der Jubel der Erde.
12 Der Rest der Stadt ist Verwüstung; zu Trümmern geschlagen ist das Tor.
13 Denn so wird es inmitten der Erde sein, mitten unter den Völkern, wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der Nachlese, wenn die Ernte vorbei ist.
14 Sie erheben ihre Stimme, sie jubeln, über die Hoheit des HERRN jauchzen sie vom Meer her.
15 Darum gebt dem HERRN die Ehre im Osten, die Ehre dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, auf den Inseln des Meeres!
16 Vom Rand der Erde hörten wir Lieder: Preis dem Gerechten! Ich aber sagte: Elend mir, Elend mir, Wehe mir! Betrüger betrogen, betrügerisch betrogen die Betrüger.
17 Grauen, Grube und Garn über dich, Bewohner der Erde.
18 Wer dem Lärm des Grauens entflieht, fällt in die Grube; wer aus der Grube heraufkommt, verfängt sich im Garn, denn die Schleusen aus der Höhe wurden geöffnet und die Fundamente der Erde erbebten.
19 Die Erde birst und zerbirst, die Erde bricht und zerbricht, die Erde wankt und schwankt.
20 Wie ein Betrunkener taumelt die Erde, sie schwankt wie ein Schutzdach für die Nacht. Schwer lastet ihr Vergehen auf ihr, sie fällt und steht nicht mehr auf.
21 An jenem Tag fordert der HERR Rechenschaft in der Höhe vom Heer in der Höhe und auf dem Erdboden von den Königen des Erdbodens.1
22 Sie werden gefesselt in einer Grube zusammengetrieben, eingeschlossen in einem Kerker/ und nach vielen Tagen zur Rechenschaft gezogen.
23 Dann wird der weiße Mond sich schämen und die heiße Sonne zuschanden werden, denn der HERR der Heerscharen ist König auf dem Berg Zion und in Jerusalem und seinen Ältesten gegenüber ist Herrlichkeit.
1 24,21 Das Heer in der Höhe sind die Gestirne.
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