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Einheitsübersetzung 2016

Weheruf über den Feind

1 Weh dir, der du zerstörst und selbst nicht zerstört wurdest! Wehe dir, der du raubst und den man nicht beraubt hat! Wenn du alles zerstört hast, wirst du selbst zerstört. Wenn du mit dem Rauben zu Ende bist, werden sie dich berauben.

Gebet zu Gott auf dem Zion

2 HERR, sei uns gnädig, auf dich haben wir gehofft. Sei ihr strafender Arm an jedem Morgen, sei unsere Rettung zur Zeit der Not!
3 Vor dem lauten Getöse sind die Völker geflohen; wenn du dich erhebst, haben sich die Nationen zerstreut.
4 Man rafft Beute zusammen, so wie die Heuschrecken alles zusammenraffen; wie die Grashüpfer springen, so springt man und raubt.
5 Erhaben ist der HERR, denn er wohnt in der Höhe; er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt.
6 Sicher werden deine Zeiten sein: Fülle an Heil, Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN - sie ist sein Schatz.

Verödung des Landes

7 Siehe, die Bewohner Ariëls schrien nach draußen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
8 Die Straßen waren verödet, niemand mehr betrat den Pfad. Gebrochen hat man den Bund, verworfen Städte, nicht hat man den Menschen geachtet.
9 Man trauerte, das Land war verdorrt, der Libanon stand beschämt da, schwarz verwelkt. Die Scharon-Ebene ist wie die Araba geworden, entlaubt sind Baschan und Karmel.

Gericht über die Sünder in Zion

10 Jetzt stehe ich auf, spricht der HERR, jetzt erhebe ich mich, jetzt richte ich mich auf.
11 Ihr geht schwanger mit Heu, Stroh bringt ihr zur Welt. Euer Atem ist Feuer, das euch frisst.
12 Und Völker werden zu Kalk verbrannt, abgehauene Dornen, die im Feuer lodern.
13 Hört, ihr Fernen, was ich getan habe, und erkennt, ihr Nahen, meine Kraft!
14 Die Sünder in Zion erschraken, Zittern erfasste die Gottlosen. Wer von uns hält es aus bei dem fressenden Feuer? Wer von uns hält es aus neben der ewigen Glut?
15 Wer in Gerechtigkeit geht und die Wahrheit sagt, wer es ablehnt, Gewinn zu erpressen, wer sich dagegen wehrt, Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nichts von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um nichts Böses zu sehen:
16 der wird auf Höhen wohnen, Felsenburgen sind seine Zuflucht; sein Brot wird gegeben, seine Wasserquellen sind gesichert.

Gott als König in Zion

17 Deine Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken, sie sehen ein fernes Land.
18 Dein Herz denkt an den Schrecken: Wo ist der, der zählt, wo ist der, der abwiegt? Wo ist der, der die Türme zählt?
19 Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der dunklen, unverständlichen Rede, mit der stammelnden, nicht verstehbaren Sprache.
20 Schau auf Zion, die Stätte unserer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, die sorgenfreie Aue, das Zelt, das man nicht abbricht, dessen Pflöcke man niemals mehr verrückt, dessen Stricke nicht zerrissen werden.
21 Sondern: Dort ist für uns ein Mächtiger, der HERR! Es ist ein Ort mit Flüssen, breiten Strömen, kein Ruderboot fährt auf ihnen, kein mächtiges Schiff zieht dahin.
22 Ja, der HERR ist unser Richter, der HERR unser Gesetzgeber; der HERR ist unser König, er wird uns retten.
23 Schlaff hingen deine Seile, sie halten das Gestell ihrer Signalstange nicht fest, haben das Feldzeichen nicht gespannt. Damals wurde die Beute massenweise aufgeteilt, Lahme haben Raub geraubt.
24 Kein Einwohner wird sagen: Ich bin krank. Dem Volk, das darin weilt, ist die Schuld vergeben.
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