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Einheitsübersetzung 2016

Verlust von König und Kultorten

1 Israel war ein üppiger Weinstock, der seine Frucht brachte. Je fruchtbarer er war, desto zahlreicher machte man die Altäre. Je schöner sein Land wurde, umso schöner schmückten sie die Steinmale.
2 Ihr Herz ist geteilt, jetzt müssen sie büßen: Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen, ihre Steinmale verwüsten.
3 Dann werden sie sagen: Wir haben keinen König mehr; denn wir haben den HERRN nicht gefürchtet. Aber auch ein König - was könnte er für uns tun?
4 Sprüche machen, Meineide schwören, Bündnisse schließen; und die Rechtsprechung wuchert wie das giftige Unkraut in den Ackerfurchen.
5 Um das Kalb von Bet-Awen müssen die Bewohner von Samaria zittern, ja, es trauert darum sein Volk, seine Priester jubeln noch über seine Herrlichkeit - doch sie ist weg von ihm in die Verbannung gezogen.
6 Auch das Kalb wird nach Assur gebracht als Geschenk für den König, der das Gericht vollziehen wird. Efraim erntet Schande, Israel wird zuschanden wegen seiner Ratschläge.
7 Vernichtet ist Samaria, sein König - wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser.
8 Verwüstet werden die Kulthöhen von Awen, die Sünde Israels: Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern. Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu! und zu den Hügeln: Fallt auf uns!

Die bevorstehende Niederlage

9 Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Sie sind seither nicht anders geworden. Wird sie nicht wie in Gibea der Krieg gegen die Kinder des Verbrechens einholen?
10 Ich bin entschlossen, sie zu züchtigen. Und Völker werden sich gegen sie versammeln, denn sie sind verstrickt in ihre doppelte Schuld.
11 Efraim war ein gelehriges Rind, willig zum Dreschen. Als ich vorbeikam an seinem kräftigen Nacken, spannte ich Efraim ein: Juda sollte pflügen; Jakob für sich eggen:
12 Sät für euch in Gerechtigkeit, erntet in Liebe! Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den HERRN zu suchen; dann wird er kommen und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.
13 Ihr aber habt Frevel eingepflügt; darum habt ihr Verbrechen geerntet und die Frucht der Lüge gegessen. Du hast auf deine Wege vertraut und auf die Menge deiner Krieger;
14 darum erhebt sich Kriegslärm gegen dein Volk und alle deine Festungen werden zerstört, wie Schalman im Krieg Bet-Arbeel zerstörte, am Tag der Schlacht, an dem man die Mutter niederstreckte über ihren Kindern.
15 Das also hat euch Bet-El eingebracht wegen der Bosheit eurer Bosheit. Zur Zeit der Morgenröte wird der König von Israel völlig vernichtet.
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