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Einheitsübersetzung 2016

Schluss der Rede

1 Da antwortete der HERR dem Ijob und sprach:
2 Mit dem Allmächtigen will der Tadler rechten? Wer Gott anklagt, der antworte nun!
3 Da antwortete Ijob dem HERRN und sprach:
4 Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
5 Einmal habe ich geredet, doch ich werde nicht antworten; ein zweites Mal, doch ich fahre nicht fort!

Einleitung

6 Da antwortete der HERR dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:
7 Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, du belehre mich!

Problem der Gerechtigkeit

8 Willst du wirklich mein Recht brechen, mich schuldig sprechen, damit du Recht behältst?
9 Hast du denn einen Arm wie Gott, dröhnst du wie er mit Donnerstimme?
10 Schmücke dich doch mit Hoheit und Majestät und kleide dich in Prunk und Pracht!
11 Lass die Fluten deines Zornes sich ergießen, schau an jeden Stolzen, demütige ihn!
12 Schau an jeden Stolzen, zwing ihn nieder! Zertritt die Frevler auf der Stelle!
13 Verbirg sie insgesamt im Staub, schließ ihre Gesichter im Verborgenen ein!
14 Dann werde auch ich dich preisen, weil deine Rechte den Sieg dir verschaffte.

Gottes Kampf gegen das Böse

15 Sieh doch das Nilpferd, das ich wie dich erschuf. Gras frisst es wie ein Rind.
16 Sieh doch die Kraft in seinen Lenden und die Stärke in den Muskeln seines Leibes!
17 Aufgerichtet wie eine Zeder ist sein Schwanz, straff sind verflochten seiner Schenkel Sehnen.
18 Seine Knochen sind Röhren aus Bronze, wie Eisenstangen sein Gebein.
19 Es ist der Anfang der Wege Gottes; der es gemacht hat, gab ihm sein Schwert.
20 Doch die Berge tragen ihm Futter zu und alle Tiere des Feldes spielen dort.
21 Es lagert unter Lotusbüschen, im Versteck von Schilf und Sumpf.
22 Lotusbüsche spenden ihm Schatten, die Pappeln am Fluss umgeben es.
23 Wenn auch der Fluss anschwillt, es zittert nicht, es bleibt ruhig, wenn auch die Flut ihm ins Maul dringt.
24 Kann man an den Augen es fassen, mit Haken ihm die Nase durchbohren?
25 Kannst du das Krokodil am Angelhaken ziehen, mit der Leine seine Zunge niederdrücken?
26 Legst du ein Binsenseil ihm in die Nase, durchbohrst du mit einem Haken seine Backe?
27 Fleht es dich groß um Gnade an? Richtet es zärtliche Worte an dich?
28 Schließt es einen Bund mit dir, dass du es nehmen kannst zum Knecht für immer?
29 Kannst du mit ihm wie mit einem Vogel spielen, bindest du es für deine Mädchen an?
30 Feilschen darum die Jagdgenossen, verteilen sie es stückweise unter die Händler?
31 Kannst du seine Haut mit Spießen spicken, mit einer Fischharpune seinen Kopf?
32 Leg nur einmal deine Hand daran! Denk an den Kampf! Du tust es nie mehr.
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