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Gute Nachricht Bibel

1 Er sagte zu mir: »Du Mensch, nimm diese Buchrolle und iss sie auf! Dann geh und sprich zu den Leuten von Israel!«
2 Ich öffnete den Mund und er gab mir die Rolle zu essen.
3 Er sagte: »Du Mensch, verspeise diese Buchrolle, die ich dir gebe! Fülle deinen Magen damit!« Da aß ich die Rolle; in meinem Mund war sie süß wie Honig.
4 Weiter sagte er zu mir: »Du Mensch, geh nun zu den Leuten von Israel und verkünde ihnen die Worte, die ich dir sage.
5 Ich sende dich nicht zu einem fremden Volk mit einer unverständlichen Sprache, sondern zu deinem eigenen, dem Volk Israel.
6 Wenn ich dich zu fremden Völkern schicken würde, deren Sprache du nicht verstehst – sie würden auf dich hören.
7 Aber die Leute von Israel werden nicht auf dich hören, denn sie wollen nicht auf mich hören! Sie alle haben eine eiserne Stirn und ein steinernes Herz.
8 Aber ich mache dich ebenso hart wie sie! Ich mache deine Stirn so eisern wie die ihre,
9 noch härter als Feuerstein, so hart wie Diamant. Sie sind ein widerspenstiges Volk, aber erschrick nicht vor ihnen, lass dir von ihnen keine Angst einjagen!«
10 Weiter sagte er zu mir: »Du Mensch, hör gut zu und merke dir alle Worte, die ich dir sage.
11 Dann geh zu den Verbannten aus deinem Volk und sag zu ihnen: ›So spricht der Herr, der mächtige Gott ...‹ Kümmere dich nicht darum, ob sie darauf hören oder sich abwenden.«
12 Dann nahm der Geist des Herrn mich weg. Hinter mir hörte ich den donnernden Ruf: »Gepriesen sei die Herrlichkeit des Herrn in ihrer himmlischen Wohnung!«
13 Der Ruf war begleitet von einem mächtigen Getöse: dem Rauschen der ausgespannten Flügel der vier Gestalten und dem Dröhnen der rollenden Räder.
14 Der Geist führte mich weg und ich ging meinen Weg verstört und sehr erregt; die Hand des Herrn lag schwer auf mir.
15 So kam ich zurück zu den Verbannten, die in Tel Abib am Fluss Kebar lebten. Sieben Tage lang saß ich dort starr und regungslos.

Der Prophet hat Israel zu warnen

16 Als die sieben Tage vergangen waren, erging das Wort des Herrn an mich, er sagte:
17 »Du Mensch, ich bestelle dich zum Wächter, der die Leute von Israel vor drohender Gefahr zu warnen hat. Wenn du eine Botschaft von mir vernimmst, musst du sie ihnen weitersagen, damit sie wissen, was auf sie zukommt.
18 Wenn ich dir ankündige, dass ein bestimmter Mensch1 wegen seiner schlimmen Taten sterben muss, dann bist du dafür verantwortlich, dass er es erfährt und die Gelegenheit bekommt, sich zu bessern und sein Leben zu retten. Warnst du ihn nicht, so wird er zwar sterben, wie er es verdient; aber dich ziehe ich dafür zur Rechenschaft wie für einen Mord.
19 Warnst du ihn und er hört nicht darauf, so wird er ebenfalls sterben, du aber hast dein eigenes Leben gerettet.
20 Auch wenn ein Mensch, der bisher stets das Rechte getan hat, von mir auf die Probe gestellt wird, den rechten Weg verlässt und Unrecht zu tun beginnt, muss er sterben. Alles Gute, was er vorher getan hat, zählt dann nicht mehr. Hast du ihn nicht gewarnt, so werde ich dich für seinen Tod zur Rechenschaft ziehen wie für einen Mord.
21 Hast du ihn aber gewarnt und er hat es sich zu Herzen genommen, so lasse ich ihn leben und auch du hast dein Leben gerettet.«

Ezechiël soll die Belagerung Jerusalems ankündigen

22 Ich spürte, wie der Herr seine Hand auf mich legte. Er befahl mir: »Steh auf und geh hinaus in die Ebene! Dort will ich dir etwas sagen.«
23 Ich stand auf und ging. Als ich in die Ebene kam, sah ich dort die Herrlichkeit des Herrn. Sie sah genauso aus, wie sie sich mir das erste Mal am Fluss Kebar gezeigt hatte. Ich stürzte zu Boden,
24 aber dann kam Geist in mich2 und stellte mich auf die Füße. Dann sprach der Herr zu mir und sagte: »Du Mensch, geh in dein Haus und schließ dich ein!3
25 Dort wirst du wie mit Stricken gefesselt, sodass du nicht mehr aus dem Haus gehen kannst.
26 Ich lasse dir die Zunge am Gaumen kleben und mache dich stumm. Du sollst die Leute von Israel nicht mehr zurechtweisen können, dieses widerspenstige Volk.
27 Sobald4 ich aber mit dir rede, werde ich deine Zunge lösen, damit du zu ihnen sagen kannst: ›So spricht der Herr...‹ Wer es hören will, soll es hören; wer es nicht hören will, muss die Folgen tragen. Sie sind ein widerspenstiges Volk!«
1 Anders als bei den früheren Propheten richtet sich Ezechiëls Auftrag nicht an das Volk als Ganzes, sondern an die Einzelnen in diesem Volk; vgl. Kap 18.
2 Siehe Anmerkung zu 2,2.
3 Vielleicht eine zeichenhafte Handlung, die auf die Belagerung Jerusalems vorausweist (vgl. Kap 4). Vers 25 könnte auf eine Verfolgung des Propheten deuten (vgl. Jer 20,2; 29,26); jedenfalls liegt ein anderer Sinn vor als in 4,8.
4 Im Gegensatz zu 33,22 muss es sich hier um einen wiederholten Wechsel von Verstummenmüssen und Redenkönnen handeln.
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