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Gute Nachricht Bibel

Hat unser Gottesdienst denn einen Sinn?

1 Der Herr sagt: »Rufe, so laut du kannst! Lass deine Stimme erschallen wie eine Posaune! Halte meinem Volk, den Nachkommen Jakobs, ihr Unrecht und ihre Vergehen vor!
2 Sie fragen mich Tag für Tag, warum ich sie solche Wege führe. Wie ein Volk, das sich an das Recht hält und meine Gebote befolgt, fordern sie von mir, dass ich zu ihrer Rettung eingreife, und wünschen sich, dass ich ihnen nahe bin.
3 ›Was für einen Sinn hat es‹, jammern sie, ›dass wir Fasttage1 abhalten und deinetwegen Entbehrungen auf uns nehmen? Du beachtest es ja gar nicht!‹ Darauf sage ich, der Herr: Seht doch, was ihr an euren Fasttagen tut! Ihr geht euren Geschäften nach und beutet eure Arbeiter aus.
4 Ihr fastet zwar, aber ihr seid zugleich streitsüchtig und schlagt sofort mit der Faust drein. Darum kann euer Gebet nicht zu mir gelangen.
5 Ist das vielleicht ein Fasttag, wie ich ihn liebe, wenn ihr auf Essen und Trinken verzichtet, euren Kopf hängen lasst und euch im Sack in die Asche setzt? Nennt ihr das ein Fasten, das mir gefällt?
6 Nein, ein Fasten, wie ich es haben will, sieht anders aus! Löst die Fesseln der Gefangenen, nehmt das drückende Joch von ihrem Hals, gebt den Misshandelten die Freiheit und macht jeder Unterdrückung ein Ende!
7 Ladet die Hungernden an euren Tisch,2 nehmt die Obdachlosen in euer Haus auf, gebt denen, die in Lumpen herumlaufen,3 etwas zum Anziehen und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen!
8 Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen und eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz.
9 Dann werdet ihr zu mir rufen und ich werde euch antworten; wenn ihr um Hilfe schreit, werde ich sagen: ›Hier bin ich!‹ Wenn ihr aufhört, andere zu unterdrücken, mit dem Finger spöttisch auf sie zu zeigen und schlecht über sie zu reden,
10 wenn ihr den Hungernden zu essen gebt und euch den Notleidenden zuwendet, dann wird eure Dunkelheit hell werden, rings um euch her wird das Licht strahlen wie am Mittag.
11 Ich, der Herr, werde euch immer und überall führen, auch im dürren Land werde ich euch satt machen und euch meine Kraft geben. Ihr werdet wie ein Garten sein, der immer genug Wasser hat, und wie eine Quelle, die niemals versiegt.
12 Was seit langer Zeit in Trümmern liegt, werdet ihr wieder aufbauen;4 auf den alten Fundamenten werdet ihr alles von neuem errichten. Man wird euch das Volk nennen, das die Lücken in den Stadtmauern schließt und die Stadt wieder bewohnbar macht.«

Der Segen der Sabbatheiligung

13 Der Herr sagt: »Achtet den Sabbat als einen heiligen Tag, der mir gehört! Entehrt ihn nicht dadurch, dass ihr euren Beschäftigungen nachgeht. Entweiht ihn nicht durch Reisen oder durch Arbeit oder irgendwelche Geschäfte. Betrachtet ihn nicht als eine Last, sondern als einen Anlass zur Freude!
14 Dann werde ich selbst die Quelle eurer Freude sein. Über alle Hindernisse lasse ich euch triumphieren und ihr könnt den Ertrag des Landes genießen, das ich eurem Stammvater Jakob gegeben habe.« Der Herr hat das gesagt.
1 Sie umfassten Klage, Schuldbekenntnis und Bitte um Gottes Hilfe. Siehe Sacherklärung »«. Zur Antwort Gottes siehe Jes 1,10-20 und die Vergleichsstellen dazu.
2 Wörtlich Brich dem Hungernden dein Brot. Mit dem »Brotbrechen« (siehe ) wurde die häusliche oder festliche Mahlzeit eröffnet.
3 in Lumpen: wörtlich nackt; vgl. Anmerkung zu 20,1-2.
4 Der Vers gewährt Einblick in die Verhältnisse, die zu den Fasttagen mit ihren Bittgottesdiensten Anlass geben: Nach der Rückkehr aus Babylonien schreitet der Wiederaufbau nur mühsam voran; vgl. 61,1-4; Neh 1,3; 2,16-17.
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