Jeremia 3

Gute Nachricht Bibel

Der Herr sagt: »Wenn ein Mann seine Frau verstoßen hat und sie ist die Frau eines anderen geworden, dann darf er sie später nicht wieder als seine Frau annehmen. Das Land, in dem so etwas geschieht, würde dadurch entweiht.[1] Du aber hast dich mit zahllosen Liebhabern abgegeben und willst zu mir zurück? (5Mo 24,1; Jer 2,20) Auf welchem der Berge ringsum hast du nicht schon mit Männern gelegen? An den Wegen hast du gesessen und auf sie gewartet, wie die Araber an den Wüstenstraßen auf Beute lauern. Du hast das Land entweiht durch deine Hurerei. (Jes 24,5; Jer 2,7; Jer 3,9) Darum fiel auch kein Regen, im Herbst nicht und auch nicht im Frühjahr. Aber wie eine richtige Hure hast du dich geweigert, deine Schande einzugestehen. (5Mo 28,23; Jer 5,24; Jer 14,4) Ja, du wagtest es sogar, mir zu sagen: ›Du bist mein Vater; solange ich lebe, liebst du mich schon; (Jes 63,16; Jer 2,27; Jer 3,19; Jer 31,9) du wirst mir doch nicht für immer böse sein?‹ Das sagtest du und bliebst bei deinem verkommenen Treiben und brachtest es darin zur Meisterschaft.« Während der Zeit, als König Joschija regierte, sagte der Herr zu mir: »Hast du gesehen, was Israel,[2] diese treulose Frau, getan hat? Sie hat sich von mir abgewandt, ist auf jede Anhöhe gestiegen und hat sich unter jeden grünen Baum gelegt, um Unzucht zu treiben. (Jer 1,2; Jer 2,20) Da dachte ich: ›Wenn sie genug davon hat, kehrt sie bestimmt wieder zu mir zurück.‹ Aber sie kehrte nicht zurück. Ihre treulose Schwester Juda sah das mit an und sie sah [3] auch, wie ich ihrer Schwester Israel als Strafe für ihr ehebrecherisches Treiben die Scheidungsurkunde gab und sie wegschickte.[4] Aber das schreckte sie nicht ab. Im Gegenteil, sie fing selber an, Unzucht zu treiben. (5Mo 24,1; 2Kön 17,5) Durch ihre schamlose Hurerei hat sie das Land entweiht. Steine und Holz hat sie angebetet und so Ehebruch getrieben. (Jer 2,27) 10 Und nach all dem ist Juda, die treulose Schwester Israels, nicht wieder zu mir zurückgekehrt – mit dem Herzen nicht, nur mit leeren Worten.« Das sagt der Herr. 11 Der Herr sagte zu mir: »Das abtrünnige Israel[5] kann noch eher vor mir bestehen als das treulose Juda.« (Jer 23,13) 12 Deshalb befahl er mir, in Richtung Norden zu rufen: »Der Herr sagt: ›Kehre wieder zurück, Israel, ich will nicht mehr zornig auf dich sein! Denn ich bin gütig und trage nicht ewig nach. (Ps 103,9; Kla 3,31) 13 Doch sieh ein, dass du dich schuldig gemacht hast. Du bist mir untreu geworden, mir dem Herrn, deinem Gott, und bist den fremden Göttern nachgelaufen; unter jedem grünen Baum hast du dich ihnen hingegeben. Aber auf mich hast du nicht mehr gehört.‹« (1Kön 14,23; 2Kön 16,4; Jer 2,20; Jer 17,2; Jer 17,10; Hes 6,13) 14 Der Herr sagt: »Kommt zurück, ihr davongelaufenen Kinder, denn nach wie vor gehört ihr mir! Aus jeder eurer Städte und Sippen werde ich einen oder zwei nehmen und sie zum Zionsberg bringen.[6] 15 Da werde ich euch Hirten geben, wie ich sie haben will, die euch mit Einsicht und Verstand regieren.« (Jer 10,21) 16 Und weiter sagt der Herr: »Wenn ihr euch dann wieder vermehrt und das ganze Land besiedelt, wird kein Mensch mehr fragen: ›Wo ist die Bundeslade des Herrn?‹ Keinem kommt sie mehr in den Sinn. Niemand denkt mehr an sie, niemand vermisst sie und niemand macht eine neue. (2Mak 2,5) 17 Denn ganz Jerusalem ist dann mein Thron. Alle Völker kommen und versammeln sich dort bei mir. Sie werden nicht mehr tun, was ihr eigensinniges und böses Herz ihnen eingibt. (Jes 2,2; Jer 12,16; Jer 14,21; Jer 17,12; Hes 43,7; Offb 22,3) 18 Ihr Leute von Juda werdet euch dann den Leuten von Israel anschließen und zusammen mit ihnen aus dem Land im Norden zurückkehren in das Land, das ich euren Vorfahren als bleibenden Besitz gegeben habe.« (Jes 11,11; Jer 16,15; Jer 50,4; Hes 37,15; Sach 10,6) 19 Der Herr sagte: »Ich war entschlossen, dir eine Ehrenstellung unter den Völkern zu geben. Ein herrliches Land, das herrlichste, das die Völker kennen, sollte für immer dir gehören. Und ich dachte, du würdest mich Vater nennen und dich nie von mir abwenden. (Jer 3,4; Hes 20,6) 20 Aber wie eine Frau, die einen Liebhaber findet und ihrem Mann untreu wird, so hast du, Israel, mir die Treue gebrochen.« 21 Auf den kahlen Höhen der Berge hört man klagende Stimmen. Die Leute von Israel weinen und flehen um Erbarmen. Sie haben den Herrn, ihren Gott, vergessen und sind vom rechten Weg abgeirrt. 22 Der Herr aber sagt: »Kommt zu mir zurück, ihr davongelaufenen Kinder, ich bringe alles zwischen euch und mir wieder in Ordnung!« Ja, Herr, wir kommen zu dir zurück, denn du bist unser Gott! 23 Das Rufen und Schreien zu den Götzen auf den Bergen und Hügeln[7] kann uns nicht helfen; nur du, unser Gott, bringst Israel Hilfe. (Jes 43,3; Jer 14,8) 24 Der schändliche Baal hat alles gefressen, was unsere Vorfahren erworben hatten. So weit wir zurückdenken können, frisst er unsere Schafe und Rinder und unsere Söhne und Töchter.[8] (Jer 7,31) 25 In Schande liegen wir da und Schmach bedeckt uns. Wir haben uns gegen dich, unseren Gott, vergangen. So war es von jeher und so ist es bis heute geblieben. Wir haben nicht auf dich gehört. (Esr 9,6)