Jesaja 11

Gute Nachricht Bibel

Ein Spross wächst aus dem Baumstumpf Isai,[1] ein neuer Trieb schießt hervor [2] aus seinen Wurzeln. (Jer 23,5; Mi 5,1; Offb 22,16) Ihn wird der Herr mit seinem Geist erfüllen, dem Geist, der Weisheit und Einsicht gibt, der sich zeigt in kluger Planung und in Stärke, in Erkenntnis und Ehrfurcht vor dem Herrn. (1Sam 16,13; 2Sam 23,2; 1Kön 3,9; Ps 12,9; Ps 72,1; Jes 42,1; Jes 61,1; Joh 1,32; Offb 22,1) Gott zu gehorchen ist ihm eine Freude. Er urteilt nicht nach dem Augenschein und verlässt sich nicht aufs Hörensagen. Den Entrechteten verhilft er zum Recht, für die Armen im Land setzt er sich ein. Seine Befehle halten das Land in Zucht, sein Urteilsspruch tötet die Schuldigen. Gerechtigkeit und Treue umgeben ihn wie der Gürtel, der seine Hüften umschließt.[3] Dann wird der Wolf beim Lamm zu Gast sein, der Panther neben dem Ziegenböckchen liegen; gemeinsam wachsen Kalb und Löwenjunges auf, [4] ein kleiner Junge kann sie hüten. (Jes 65,25; Hes 34,25; Hos 2,20) Die Kuh wird neben dem Bären weiden und ihre Jungen werden beieinander liegen; der Löwe frisst dann Häcksel wie das Rind. Der Säugling spielt beim Schlupfloch der Schlange, das Kleinkind steckt die Hand in die Höhle der Otter. (1Mo 3,14) Niemand wird Böses tun und Unheil stiften auf dem Zion, Gottes heiligem Berg. So wie das Meer voll Wasser ist, wird das Land erfüllt sein von Erkenntnis des Herrn. (Jes 60,18; Jer 31,34) 10 Wenn jene Zeit gekommen ist, dann wird der Spross aus der Wurzel Isais als Zeichen dastehen, sichtbar für die Völker; dann kommen sie und suchen bei ihm Rat. Von dem Ort, den er zum Wohnsitz nimmt, strahlt Gottes Herrlichkeit hinaus in alle Welt. (Jes 2,2; Röm 15,12) 11 Wenn jene Zeit gekommen ist, wird der Herr noch einmal[5] die Hand erheben: Dann wird er den Rest seines Volkes befreien. Er wird alle zurückholen, die übrig geblieben sind in Assyrien und in Ägypten, in Äthiopien, Elam, Babylonien und im syrischen Hamat und bis hin zu den fernsten Küsten. (Jes 10,22; Jes 43,5; Jer 3,18; Jer 23,3; Hes 28,25) 12 Er stellt ein Feldzeichen auf, um diesen Völkern anzuzeigen, was er tun will. Er sammelt die Versprengten Israels, die Verstreuten Judas holt er zusammen. Aus allen Himmelsrichtungen bringt er sie zurück, Männer und Frauen.[6] (Jes 49,22) 13 Dann ist Schluss mit Efraïms[7] Neid und die Feindseligkeit Judas hat ein Ende. Efraïm wird nicht mehr neidisch sein auf Juda und Juda wird Efraïm nicht mehr befeinden. (1Kön 12,19; Jes 9,20; Jer 3,18) 14 Gemeinsam stürmen sie nach Westen, die Hänge hinab auf die Philister, und im Osten plündern sie die Wüstenstämme aus. Edom und Moab nehmen sie in Besitz, und die Ammoniter unterwerfen sich ihnen. 15 Der Herr wird die Meereszunge östlich von Ägypten für immer zum Verschwinden bringen. Dem Eufrat droht er mit erhobener Hand; durch seinen glühenden Atem zerreißt er ihn in sieben kleine Rinnsale, sodass man zu Fuß hindurchgehen kann. (2Mo 14,21) 16 Dann wird es eine Straße geben für den Rest seines Volkes, der in Assyrien überlebt hat,[8] genauso wie es damals eine Straße gab, als Israel Ägypten verließ. (Jes 40,3)