Romans 9

Elberfelder Bibel

1 Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wobei mein Gewissen mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist, (2Co 11:31; Ga 1:20; 1Ti 2:7) 2 dass ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen; 3 denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht[1] zu sein von Christus weg für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch; (Ex 32:32; Ro 10:1) 4 die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; (Ge 17:7; Ex 4:22; Ex 24:7; Ex 40:34; De 14:1; De 28:69; Jer 31:31; Ac 3:25; Ro 3:2; Ro 15:8; Heb 9:1) 5 deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit[2]. Amen. (De 10:15; Joh 1:1; Joh 4:22; Ro 1:3; Ro 11:28; 2Co 11:31) 6 Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israeliten, (Nu 23:19; Ro 2:28; Ro 3:3) 7 auch nicht, weil sie Abrahams Nachkommen[3] sind, sind alle Kinder, sondern "in Isaak wird dir eine Nachkommenschaft genannt werden". (Ge 21:12; Joh 8:39; Heb 11:18) 8 Das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches, die sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Nachkommenschaft[4] gerechnet. (Ga 3:29; Ga 4:23) 9 Denn dieses Wort ist ein Wort der Verheißung: "Um diese Zeit will ich kommen, und Sara wird einen Sohn haben." (Ge 18:10) 10 Nicht allein aber bei ihr war es so, sondern auch bei Rebekka, als sie von einem, von unserem Vater Isaak, schwanger war. (Ge 25:21) 11 Denn als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten - damit der nach freier Auswahl[5] gefasste Vorsatz Gottes bestehen bliebe, 12 nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden -, wurde zu ihr gesagt: "Der Ältere wird dem Jüngeren dienen[6]"; (Ge 25:23) 13 wie geschrieben steht: "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst." (Mal 1:2) 14 Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Auf keinen Fall! (De 32:4; Job 8:3; Ro 3:5) 15 Denn er sagt zu Mose: "Ich werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme, und werde Mitleid haben, mit wem ich Mitleid habe." (Ex 33:19) 16 So liegt es nun nicht an dem Wollenden, auch nicht an dem Laufenden, sondern an dem sich erbarmenden Gott. (Eph 2:8) 17 Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erweise und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde." (Ex 9:16) 18 Also nun: Wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er. (Ex 4:21; Ex 7:3; Ex 9:12; Ex 14:4) 19 Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden? 20 Ja freilich, Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? (Isa 29:16; Isa 45:9; Da 4:32; Mt 20:15) 21 Oder hat der Töpfer nicht Macht[7] über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? (Jer 18:3; 2Ti 2:20) 22 Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erweisen und seine Macht zu erkennen zu geben, mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zubereitet sind, (Pr 16:4; Ro 2:4) 23 und wenn er handelte, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen des Erbarmens zu erkennen gebe, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat, (Ro 8:29; Eph 1:18; Col 1:27) 24 nämlich an uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. (Joh 10:16; 1Co 1:24) 25 Wie er auch in Hosea sagt: "Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte." (Ho 2:25; 1Pe 2:10) 26 "Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden." (Ho 2:1) 27 Jesaja aber ruft über Israel: "Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Rest wird gerettet werden. (Ro 11:5) 28 Denn indem er das Wort vollendet und abkürzt, wird der Herr es auf der Erde ausführen." (Isa 10:22; Mr 13:20) 29 Und wie Jesaja vorher gesagt hat: "Wenn nicht der Herr Zebaoth[8] uns Nachkommenschaft[9] übrig gelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden." (Isa 1:9) 30 Was wollen wir nun sagen? Dass die Nationen, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, eine Gerechtigkeit aber, die aus Glauben ist; (Ro 1:17; Ro 10:20) 31 Israel aber, das einem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebte, ist nicht zum Gesetz gelangt. (Ro 11:7) 32 Warum? Weil es nicht aus Glauben, sondern als aus Werken geschah. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes[10], (Lu 2:34; Ro 10:3) 33 wie geschrieben steht: "Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes[11] und einen Fels des Ärgernisses[12], und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." (Isa 28:16; Ro 10:11; 1Co 1:23; 1Pe 2:6; 1Pe 2:8)