Sprüche 28

Elberfelder Bibel

Es flieht der Gottlose, ohne dass ihm einer nachjagt; der Gerechte[1] aber fühlt sich sicher wie ein Junglöwe. (3Mo 26,17; 2Kön 7,7; Neh 6,11; Hi 15,21) Durch die Verbrechen[2] eines Landes werden zahlreich seine Obersten; aber durch einen verständigen, einsichtigen Mann hat das Rechte lange Bestand.[3] (1Kön 16,8) Ein Mann, der ein Haupt ist und die[4] Geringen unterdrückt, ist ein Regen, der wegschwemmt und kein Brot bringt. Die das Gesetz verlassen, rühmen die Gottlosen; die aber das Gesetz bewahren, entrüsten sich über sie[5]. (Neh 5,7; Neh 13,11; Eph 5,11) Böse Menschen verstehen nicht, was recht ist[6]; die aber den HERRN suchen, verstehen alles. (Ps 119,98; Spr 24,7; Jes 1,3; Jer 4,22; Am 3,10; 1Kor 2,15) Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt[7], als ein Verschlagener[8], der auf zwei Wegen geht und der dabei reich ist. (Spr 16,8; Spr 19,1) Wer das Gesetz befolgt, ist ein verständiger Sohn; wer sich aber mit Schlemmern einlässt, macht seinem Vater Schande. (Spr 2,1; Spr 23,20) Wer seinen Besitz durch Zins und durch Aufschlag vermehrt, sammelt ihn für den, der sich über die Geringen erbarmt. (Spr 13,22) Wer sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes, dessen Gebet sogar ist ein Gräuel. (Ps 109,7; Spr 15,8; Jer 14,12) 10 Wer Redliche[9] irreführt auf einen bösen Weg, wird selbst in seine Grube fallen; aber die Lauteren nehmen Gutes in Besitz. (Spr 26,27) 11 Weise in seinen Augen ist der Reiche, aber ein Geringer, der verständig ist, durchschaut ihn. (Spr 18,11; Jes 10,13) 12 Wenn die Gerechten triumphieren[10], ist die Herrlichkeit groß; wenn aber die Gottlosen aufkommen, versteckt sich der Mensch. (1Kön 18,13; Est 8,15; Spr 11,10; Spr 29,2; Jer 36,19) 13 Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden. (Ri 10,15; 1Sam 15,13; 2Sam 12,13; 2Chr 6,26; Esr 10,2; Hi 31,33; Hi 34,31; Ps 32,3; Jes 55,7; Jer 2,35; Jon 3,10) 14 Glücklich der Mensch, der beständig in der Gottesfurcht bleibt! Wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen. (2Mo 7,23; Hi 9,4; Spr 29,1; Pred 8,12; Röm 2,5; Phil 2,12) 15 Ein knurrender Löwe und ein gieriger[11] Bär, so ist ein gottloser Herrscher über ein geringes Volk. (2Mo 1,13; Jes 14,5; Zef 3,3) 16 Mancher Fürst ist ohne Verstand und reich an Erpressungen; wer aber unrechtmäßigen Gewinn hasst, wird seine Tage verlängern. (Spr 15,27) 17 Ein Mensch, belastet mit dem Blut einer Seele, ist flüchtig bis zum Grab; man unterstütze ihn nicht! (1Mo 4,12; 2Mo 21,14; 5Mo 19,11; 2Sam 13,34; 2Sam 18,15; 1Kön 2,29; 1Joh 5,16) 18 Wer redlich lebt[12], findet Hilfe; wer aber krumme Wege[13] geht, wird auf einem davon fallen[14]. (4Mo 22,21; Spr 10,9; Spr 11,5; Spr 28,10) 19 Wer sein Ackerland bebaut, wird sich satt essen können an Brot; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, wird sich an der Armut satt essen. (Spr 12,11; Spr 24,34) 20 Ein zuverlässiger[15] Mann ist reich an Segnungen[16]; wer aber hastet, um es zu Reichtum zu bringen, bleibt nicht ungestraft. (Spr 10,6; Spr 13,11) 21 Die Person ansehen[17] ist nicht gut, und für einen Bissen Brot kann ein Mann zum Verbrecher werden[18]. (5Mo 1,17; Spr 24,23; Hes 13,19; Mi 3,5) 22 Ein missgünstiger Mann[19] hastet nach Besitz, und er erkennt nicht, dass Mangel über ihn kommt. (1Tim 6,9) 23 Wer einen Menschen zurechtweist, findet letztlich mehr Gunst als einer, der mit der Zunge schmeichelt. (Hi 32,21) 24 Wer seinen Vater oder seine Mutter beraubt und sagt: Das ist kein Verbrechen! - der ist ein Geselle des Verderbers. (Spr 19,26) 25 Der Habgierige[20] erregt Streit[21]; wer aber auf den HERRN vertraut, wird reichlich gesättigt[22]. (Spr 13,10; 1Tim 6,6) 26 Wer auf seinen Verstand[23] vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit lebt[24], der wird entkommen. (Spr 3,5; Spr 26,12) 27 Wer dem Armen gibt, wird keinen Mangel haben; wer aber seine Augen verhüllt, wird reich an Flüchen. (Spr 11,25; Spr 19,17; Spr 22,9) 28 Wenn die Gottlosen aufkommen, verbirgt sich der Mensch; aber wenn sie umkommen, werden die Gerechten zahlreich. (2Chr 22,12; Hi 24,4)